Immer einen Schritt zu spät waren Jan Bäuerlein (li.) und seine Kollegen zuletzt in Bruck
Sebastian Baumann
TSV Windeck Burgebrach
Gelingen Meilensteine vor dem Winter?
Das war nichts – so lautet das kurze Fazit zum
Auswärtsauftritt beim FSV Erlangen-Bruck aus Burgebracher Sicht. 0:5 lautete
das Endresultat nach 90 Minuten. „Das war eine auch in der Höhe verdiente
Niederlage. Bruck war ganz klar die bessere Mannschaft, der wir nichts entgegenzusetzen
hatten. Allerdings ist das nicht so schlimm – das war kein Gegner auf Augenhöhe,
das muss man einfach anerkennen“, lautet die Analyse von Coach Bernd Baier. In
Summe kassierte der TSV gegen die Mittelfranken damit elf Gegentore in zwei
Partien – viel wichtiger sind nun jedoch die kommenden beiden Aufgaben vor der
Winterpause. Zunächst kommt mit dem SV Unterreichenbach der Tabellenneunte nach
Burgebrach, gute Erfahrungen haben die Steigerwälder mit den Mittelfranken
nicht. „Das Hinspiel war unser schlechtestes Saisonspiel, da haben wir nicht
einmal aufs Tor geschossen“, blickt Baier auf die Niederlage Anfang August
zurück, als dem TSV schmerzlich bewusst gemacht wurde, was Landesliga bedeutet.
Ein Glück, dass der Akklimatisierungsprozess des Aufsteigers mittlerweile abgeschlossen
ist – zudem wurde zuletzt die Heimmisere gegen Mögeldorf beendet. Der SVU zeigt
auswärts dagegen zumeist nicht sein bestes Gesicht: Den sechs Heimerfolgen
steht nur ein Dreier in der Fremde gegenüber. Der gelang allerdings im letzten
Auftritt: 1:0 hieß es bei der SG Quelle Fürth. Doch auch ohne den Dreier wäre
der Burgebracher Respekt groß: „Das wird brutal schwer, weil das einfach eine
gute Mannschaft ist. Sie sind physisch stark und haben ein paar abgezockte
Jungs, die das Spiel dirigieren“, skizziert der scheidende Coach den Gegner.
Nichtsdestotrotz ist die Marschroute klar: Punkte sollen her, bestenfalls drei
an der Zahl. Schließlich könnten die beiden Partien zum Abschluss des Jahres
auf Dauer wie kleine Meilensteine wirken.
Aufgebot letztes Spiel TSV Burgebrach (TSV 1860 Weißenburg, 29.11.2025):
Voran J.,
Hörnes L.,
Romaus (87.
Distler),
Zirkel M. (85.
Hoch),
Beyer L.,
Schwarm,
Pinkert,
Ludwig,
Plätzer,
Kutzelmann,
Jörg (31.
Fröhling) /
Baier B.
Expertentipp von Simon Ruß
2:1
Xaver Distler und sein SV Unterreichenbach (in grau) konnten sich mit einem knappen 1:0-Heimsieg erfolgreich aus der Bucher Umklammerung lösen.
fussballn.de
SV Unterreichenbach
Alles raushauen, was noch im Tank ist
Einen knappen sowie wichtigen 1:0-Heimsieg konnte der SV Unterreichenbach am vergangenen Wochenende einfahren und sich mit dem ersten Dreier nach vier sieglosen Partien weiter ins gesicherte Mittelfeld absetzen. „Wir haben das Spiel mit einem sogenannten Arbeitssieg gewonnen. Buch hat es uns wie erwartet schwer gemacht und hat viel investiert. In der ersten Halbzeit hatten sie Möglichkeiten in Führung zugehen, aber wir haben gut verteidigt und unser Torwart war in den gefährlichen Situationen auch zur Stelle“, blickt SVU-Coach Michael Scherbel zurück und dufte den entscheidenden Siegtreffer zum psychologisch günstigen Zeitpunkt bejubeln: „Kurz vor der Halbzeit gehen wir dann durch den Elfmeter von Bömoser in Führung. In der zweiten Halbzeit hatten wir unsere Umschaltaktionen, haben diese aber nicht erfolgreich ausgespielt. So blieb es bis zum Schluss spannend.“ Die letzte Auswärtsfahrt des Jahres hält für die „Urus“ derweil ein weiteres Sechs-Punkte-Spiel auf dem Weg zum angestrebten Klassenerhalt am Wochenende bereit. „Wir fahren am Samstag nach Burgebrach. Wir werden wahrscheinlich auf dem kleinen Kunstrasen spielen. Über den Platz und den Gegner sind wir gut informiert und wissen, was uns dort erwartet. Wir wollen noch einmal ein richtig gutes Auswärtsspiel zeigen und werden alles raushauen, was noch im Tank ist“, sieht sich Scherbel mit seiner Truppe bestens präpariert, um mit Zählbarem im Gepäck die Heimreise antreten zu können.
Aufgebot letztes Spiel SV Unterreichenbach (FC Eintr. Münchberg, 30.11.2025):
Weis,
Danninger,
Schlicker (59.
Rauchfuß),
Malek (59.
Ochs),
Jeltsch M. (66.
Hechtel),
Klarner,
Uluca (72.
Juric),
Frauenknecht,
Bömoser,
Distler X.,
Kurz (85.
Rödig) /
Brisske
Expertentipp von Fabian Strauch
1:2