Es war lausig kalt in Tennenlohe, kein Wunder, dass sich trotz der überschaubaren Auswahl an Spielen am Wochenende nur rund 100 Zuschauer am Tennenloher Kunstrasen einfanden. “Das ist ein Kellerduell mit zwei Mannschaften, die einen Trainerwechsel hatten. Deswegen wird sicherlich Feuer drin sein”, mutmaßte Interimstrainer Ercin Cavus, der als Back-Up auf der Bank Platz nahm und dort auch schon vom neuen Trainer Denis Opcin unterstützt wurde, auch wenn der neue Übungsleiter erst offiziell im Januar seinen Dienst antritt. Für beide Mannschaften zählte nur ein Sieg, um aus dem Keller kommen.
Felix Brütting versetzt Leon Curri.
Sebastian Baumann
Bereits nach zwei Minuten hatten die Hausherren nach einer Ecke Pech, als ein Kopfball von Felix Brütting nur knapp über die Latte zischte. Tennenlohe war anfangs spielbestimmend, bis auf die Chance nach dem ruhenden Ball, kam aber nicht herum. Als dann die Gäste aus Nürnberg das Spiel besser in den Griff zu bekommen schienen, ließen sich die Germann eiskalt auskontern. Mike Weiß, der zu Beginn ein Aktivposten war, marschierte nach vorn, steckte auf Felix Brütting durch, der eiskalt vollstreckte. Die Gäste reklamierten zwar Abseits, aber der Referee gab den Treffer. Das frühe Tor schockte aber die Nürnberger nicht. Denn nach einem feinen Doppelpass wurde Marco Flora freigespielt, der ins linke Eck schlenzen konnte. Nach ausgeglichenen zehn Minuten vergab Mike Weiß die erneute Führung. Der Offensivmann war fein freigespielt worden und lupfte auch über den herausstürmenden Schlussmann, aber eben auch knapp links am Kasten vorbei. Weiter war der Neuling am Drücker, schaffte es aber nicht den letzten Ball präzise auszuspielen. Nach einer Flanke klärte ein German mit der Hand, doch nach einem Blickkontakt von Schiri Freytag mit seinem Assistenten gab dieser keinen Elfmeter. Die Heimelf war kurz vor der Pause die aktivere Mannschaft und deutlich näher am Führungstreffer, der aber nicht fallen wollte. Vor allem nach einer Hereingabe von Benedikt Theobald brannte es im Strafraum lichterloh, den Ball konnte die Defensive der Gäste aber klären.
Sebastian Essensohn beschattet Marco Flora.
Sebastian Baumann
Die zweite Hälfte war deutlich ausgeglichener, denn Germania Nürnberg war besser im Spiel. Gefährlich wurde es aber nur selten. Ein Fernschuss von Emir Aziri war ebenso ungefährlich, wie der Versuch einer Direktabnahme von Niclas Frey, der den Ball aus Nahdistanz nicht richtig traf. Die Partie plätscherte so vor sich hin, als Benedikt Theobald ansatzlos einen Fernschuss losließ, der neben dem nicht reagierenden Schlussmann an den Pfosten klatschte. Erst jetzt war wieder mehr Spielanteil bei den Nürnbergern zu verbuchen, die aber auch keine echten Chancen kreieren konnten. Hannes Brütting schoss nach einer schönen Kombination deutlich vorbei, dann setzte der eingewechselte Safak Simek zum Solo an. Doch der Mittelstürmer setzte den Ball nur an das Außennetz und vergab die beste Möglichkeit der Gäste. In der Drangphase der Germania hätten die Gäste gern einen Elfmeter bekommen, doch wie schon in der ersten Halbzeit entschied der Referee nach einem Zusammenprall zweier Gegenspieler auf weiterspielen. Als alles nach einem gerechten Unentschieden aussah, hätte Tennenlohe doch noch drei Zähler bekommen können. Nach einem feinen Pass von Max Dorn scheiterte aber Niklas Frey an einer starken Parade des Gästehüters, sodass es bei der gerechten Punkteteilung blieb.
Im Duell gegen zwei setzt sich Mike Weiß durch.
Sebastian Baumann
Ein Punkt im Kellerduell war für beide Mannschaften zu wenig und hilft im Endeffekt nur der Konkurrenz, die mit einem Nachholspiel in der Hinterhand zwei Zähler gutmachen kann. Der Spielverlauf war das Spiegelbild beider Mannschaften und zeigte deutlich, warum die beiden Teams im Keller stecken.
Spielbericht eingestellt am 23.11.2025 18:07 Uhr