von Wolfgang Dienstbier
In einem kampfbetonten Spiel zeigten die Gäste mehr Willen und Leidenschaft, den „Dreier“ zu holen. Dabei startete die „Spieli“ gut und ging bereits in der fünften Minute in Führung. Nach feiner Vorarbeit von Fabian Schweiker, dessen Schuss Torhüter Andrija nach vorne parierte, stand Danilo Steshakov goldrichtig und setzte die Kugel ins Netz. Doch schon vier Minuten später war es auf der anderen Seite A- Jugend-Keeper Pascal Broja der, nach dem Schuss von Gumann, das nasse Leder nicht festmachen konnte und Wacker staubte zum 1:1 ab. Nach einer scharfen Hereingabe von Flint Eckstein konnte Fabian Schweiker knapp vorm Tor nur noch per Foul am Einschuss gehindert werden. Den fälligen Strafstoß (14.) lupfte Piero Gizzarelli-Rivas frech über Torhüter Andrija zur 2:1 ins Tor. Wer glaubte, die Gäste zeigten sich beeindruckt, lag falsch. Im Gegenteil, sie erspielten sich durch Dreßendörfer, den die „Spielil“ über die gesamte Spielzeit nicht in den Griff bekam, sofort die Chance zum erneuten Ausgleich. Doch sein scharfer Schuss ging knapp am Tor vorbei. Dann parierte Keeper Pascal Broja bei einem Schuss hervorragend. Dem langsamen umständlichen Spiel der Gastgeber ohne Abschlüsse brachten die Gäste weitere Nadelstiche an. Zunächst war es Timo Müller und weiter Dreßendörfer die offene „Spieli“-Abwehr alt aussehen ließen, zum Glück aber nicht ins Ziel trafen. Ganz eng und glücklich war es dann in der 38. Minute, als dem sehr schwachen Unparteiischen Frank Mühlenberg mit seinen Assistenten das bis dahin faire Spiel aus den Händen glitt. Grund war ein Handspiel im Erlanger Strafraum, wo die Gäste vehement einen „Elfer“ forderten. Der Tumult endete mit zwei Zeitstrafen, so wie einer Roten Karte an die Bank. Dies versuchte die „Spieli“ sofort zu nutzen, aber einmal verfehlte Fabian Schweiker nur knapp und dann war es Torhüter Andrija im Nachfassen.
Nach der Pause waren die Gastgeber wieder präsenter, doch die Abschlüsse blieben zunächst erfolglos. Dazu versuchte es „Turbo“ Moritz Müller immer wieder mit dem Kopf durch die Wand, – Gegenspieler - statt den freien Mitspieler zu suchen. In der 54. Minute verfehlte man hauchzart mit einem Volleyschuss das Schnaittacher Gehäuse, ehe 60 Sekunden später Fabian Schweiker aus wenigen Metern den Ball zum 3:1 ins Netz hämmerte. Kurz darauf hielt Torhüter Andrija mit toller Fußabwehr sein Team im Spiel. Es dauerte nur zehn Minuten, bis die Gäste zurückkamen. Geholfen hat ihnen dabei die „Spieli“. Als ein Abwehrspieler einen Angreifer etwas übermotiviert foulte und der Schiri diese Mal für die Gäste auf den Punkt zeigte. Timo Müller verwandelte sicher zum 3:2. Nun witterten die Gäste ihre Chance auf noch mehr. In der 74. Minute war es auch schon so weit. Der Ball flipperte im „Spieli“-Strafraum hin und her, ehe es Dreßendörfer zu viel wurde und er die Murmel unhaltbar für den Keeper ins Netz zum 3:3 beförderte. Damit krönte er seine sehr gute Leistung und sicherte den hoch verdienten Zähler für die Gäste im Abstiegskampf. Es wurde nun zwar noch ein offener, hektischer Schlagabtausch mit Möglichkeiten auf beiden Seiten, doch es blieb beim Remis. Zwar behielt die „Spieli“ Platz 4 in der Tabelle, doch nächste Woche auswärts bei SGV 83 Nürnberg-Fürth, bisher 47 Tore, muss sie wieder ein anderes Gesicht zeigen, vor allem in der Abwehr und das lag nicht nur am A-Jugend-Keeper Pascal Broja.
Für den 1.FC Schnaittach geht’s am 12.11. daheim gegen SC Germania Nürnberg und schon am 14.11. zum Baiersdorfer SV.
Spielbericht eingestellt am 10.11.2025 18:10 Uhr