So ganz hatte Abteilungsleiter Holger Müller seinen Zeitplan fürs Eröffnungsspiel nicht gut durchdacht. Anstatt kurz vor Spielbeginn die Mannschaften der Liga vorzustellen, fand die offiziell eine Stunde vor Spiel statt: Anstatt knapp 650 Zuschauer waren da maximal 20 vor Ort. Schade, denn das Spiel fand ansonsten vor einer tollen Kulisse statt. Die Hausherren waren zusammen mit dem Gast einer der Favoriten für einen Platz weit vorn in der Tabelle, wirkten ob der großen Kulisse aber fast ein wenig gehemmt. Das sollte sich dann später auch am Platz zeigen. Die Gäste waren heiß auf das Spiel und hatten mit Justin Duensing einen überraschenden Spieler auf der Bank sitzen. „Das hat sich kurzfristig ergeben, weil er bei Quelle Fürth keine Perspektive mehr hatte“, sagte Trainer Jan Grässel, der vor dem Spiel auf einen Sieg seiner Mannschaft getippt hatte und recht behalten durfte.
Najim Said kommt zu spät gegen die Flanke von Ex-Puma Piero Gizzarelli.
Sebastian Baumann
Bereits nach wenigen Minuten merkte man, dass die Gäste deutlich bissiger in der Partie waren und Puma-like die Krallen ausfuhren. Das führte auch zum schnellen Führungstreffer. Bei einem weiten Ball auf Kevin Rockwell wurde dieser vom herauseilenden Keeper zwar abgedrängt, konnte aber auf Niklas Bergner zurücklegen, der die Pille mit einer Bogenlampe im leeren Tor versenkte. Der schnelle Treffer spielte den Pumas freilich in die Karten. Die Gäste standen hinten sicher und spielten auf Konter. Die Spieli kam erst nach einer knappen halben Stunde besser ins Spiel und hatte nach einem Schuss von Attilio Scalera die erste Möglichkeit. Danach versuchte sich beim FCH-Kapitän Marco Amling mit einem frechen Standard aus spitzem Winkel, der vom Hüter gerade noch weggefaustet werden konnte. Dazwischen hatte Erc Stübing nach zwei dummen Fouls in Serie Glück, dass er nicht mit der Ampelkarte vom Feld oder zumindest zehn Minuten zusehen musste. Jan Grässel reagierte und brachte kurz vor der Pause Justin Duensing für den vorbelasteten Ex-Kapitän. Da hätte es gut und gern unentschieden stehen können, denn nach einer schönen Kombination ging ein Versuch von Henrik Zieroth abgefälscht nur knapp am rechten Pfosten vorbei. Die Hausherren hatten aber selbst Glück bei zwei sehr guten Abschlüssen der Gäste, die aber jeweils links am Kasten vorbeizischten.
Vor seinem Kapitänskollegen Henrik Zieroth stoppt Marco Amling den Ball.
Sebastian Baumann
Nach dem Pausentee war die Spieli zwar optisch überlegen, gefährlich wurde es aber kaum. Erst nach einer knappen Stunde hatte wieder Zieroth den Ausgleich auf dem Fuß, hatte aber wieder kein Schussglück. Eine Minute später musste Keeper Ryssel aus dem Sechzehner, um den Ball wegzufausten und kam dabei zu Fall. Der Schiri ließ weiterspielen, sodass der Ball zu Kevin Rockwell kam, der das Spielgerät an die Latte setzte. Als sich dann Samuel Schubert eine Zeitstrafe holte, schien alles auf die Pumas hinauslaufen. Jedoch machten die Gäste nichts aus der Überlegenheit. Nach einer Ecke störten sich Kevin Rockwell und Kevin Schmid gegenseitig, sodass der Ball ans Außennetz ging. Nachdem die Hausherren wieder komplett waren, scheiterte Marco Amling mit einem guten Kopfball an einer noch besseren Parade von Felix Ryssel, der keine zehn Minuten später erneut eingreifen musste und nach einem Konter Philipp Denk den Ball vom Fuß fischen konnte. Erst in der langen Nachspielzeit wurde Erlangen wieder zielstrebiger. Felix Paul setzte erst einen Freistoß knapp über die Latte und flankte wenig später eigentlich perfekt auf den Kopf von Danylo Steshakov, der die Pille aber dem Schlussmann harmlos in die Pranken köpfte.
Najim Said (links) klaut gleich Piero Gizzarelli den Ball.
Sebastian Baumann
Spielbericht eingestellt am 17.07.2025 22:32 Uhr