von FC Vorwärts Röslau
Der FC Vorwärts Röslau ist bei der 0:3-Heimniederlage gegen Weißenburg chancenlos. Die Gäste treffen zweimal vom Punkt.
„Das war heute ein peinlicher Auftritt.“ Vorwärts-Urgestein Sebastian Knoblauch, der zurzeit für den verletzten Tobias Benker die Kapitänsbinde trägt, war nach der 0:3 (0:2)-Heimniederlage gegen den TSV 1860 Weißenburg sichtlich bedient und am Boden zerstört. Doch natürlich weiß auch er, dass es mit dem stark dezimierten Kader derzeit ganz schwierig ist, selbst mit Mannschaften aus dem hinteren Tabellendrittel mitzuhalten.
Besonders eklatant: die Offensivschwäche. Seit dem 3:0-Auswärtssieg am 15. März in Lauterhofen wartet das Team von Rüdiger Fuhrmann auf ein Tor. Dies liegt einerseits daran, dass Stürmer derzeit auf anderen Positionen aushelfen müssen und dass anderseits im Mittelfeld die wichtigen Leute fehlen, die die Angreifer entsprechend in Szene setzen können. Fuhrmann ist derzeit nicht zu beneiden. So eine Situation hat auch er in seiner langen Trainerkarriere noch nicht erlebt.
Zwar kehrten am Samstag mit Florian Rupprecht, Sebastian Knoblauch und Toprack Ceylen drei Spieler zurück in die Mannschaft, dafür fehlten jetzt der Rotgesperrte Felix Schmidt und Matthias Dadder (Dienst). Die Ausfall-Liste hat sich damit zumindest von acht auf sieben Stammspieler reduziert.
Nach der starken kämpferischen Leistung am Ostermontag gegen Neuendettelsau hatte man sich im heimischen Lager gegen die Mannschaft von der Fränkischen Seenplatte doch einiges ausgerechnet. Doch die Hoffnungen schwanden früh. Die Gäste stürzten die Röslauer Hintermannschaft in den Anfangsminuten von einer Verlegenheit in die andere. Viermal retteten Latte und Pfosten, und beim ersten Gegentreffer in der achten Spielminute nach einem Eckball sah der ansonsten starke Torhüter Luca Kurth nicht gut aus, legte den Ball dem Gästespieler Noah Schneider praktisch vor die Füße. Dass es nach 15 Minuten nur 0:1 stand, war großes Glück für die Vorwärts-Elf.
Mit zunehmender Dauer konnten sich die Platzherren aus der Umklammerung befreien und kamen durch Korbinian Lang zu ihrer ersten Chance (20.). Sein Schuss aus 20 Metern verfehlte knapp das Ziel. Das war’s aber auch schon. Kurz vor der Halbzeit die Vorentscheidung: Joel Lassan, der seine Sache als Außenverteidiger eigentlich recht gut machte, rutsche im Strafraum weg und bekam den Ball unglücklich an die Hand. Den fälligen Elfmeter verwandelte Kamalou Tchagouni sicher.
In der 55. Minute zeigte der Schiedsrichter erneut auf den Punkt. Auch diesmal war „Unglücksrabe“ Lassan beteiligt, als er einen Gästespieler beim Kampf um den Ball im Strafraum zu Fall brachte. Robin Renner ließ Kurth keine Chance und erhöhte auf 3:0. Damit war das Spiel endgültig gelaufen. Die Gäste ließen es jetzt deutlich ruhiger angehen, Röslau konnte daraus allerdings kein Kapital mehr schlagen.
Für das Team von Rüdiger Fuhrmann geht es in den ausstehenden sechs Spielen nur noch darum, die Saison anständig zu Ende zu bringen und vielleicht noch den einen oder anderen Sieg einzufahren. Die Planungen für die Bezirksliga laufen eh schon länger.
Spielbericht eingestellt am 13.04.2026 14:58 Uhr