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Landesliga Nordwest - 2. Spieltag - Mi. 17.07.2019 18:30 Uhr
3:5 (3:1)
Topspiel der Woche: Friesens Husarenritt in Unterzahl
Totgelaubte leben länger - so könnte man die Partie auch überschreiben. Nach einer beinahe indiskutablen ersten Halbzeit, einem Zwei-Tore-Rückstand und nomineller Unterzahl nach einem Platzverweis drehten die Frankenwälder die Partie mit vier Toren im zweiten Spielabschnitt.
Aus Lichtenfels berichtet Bernd Riemke


Aufgebot und Noten

 
1
3,2
(12)
2
3,1
(12)
3
3,4
(13)
4
4,2
(13)
6
3,0
(12)
8
3,2
(12)
10
2,8
(12)
11
2,5
(12)
9
2,8
(12)
15
-
(0)
12
3,1
(12)
13
3,8
(12)
 
Zillig (67.)
16
-
(0)
14
-
(0)
1
2,7
(14)
12
3,1
(14)
3
3,0
(14)
4
3,5
(14)
33
4,3
(14)
16
3,8
(14)
19
2,5
(15)
8
2,6
(14)
9
3,2
(15)
11
2,7
(13)
10
2,0
(15)
22
-
(0)
 
Roger (75.)
20
2,1
(14)
 
27
1,8
(16)
 
23
-
(0)
6
-
(0)
5
-
(0)
Durchschnittsalter: 24,8
Durchschnittsalter: 23,1
Trainer: Christian Goller
Trainer: Armin Eck

Spielbericht

 
Knapp eine Stunde lang fand der SV Friesen im Grunde genommen offensiv nicht statt und leistete sich - zumindest in Durchgang eins - im Defensivverhalten zum Zeil haarsträubende Fehler. "Verdienter Lohn" war ein 1:3 gegen keinesfalls furios aufspielende Hausherren, die sich aber ungemein effektiv zeigten und sich dank couragiertem Angriffspressing den Zwei-Tore-Vorsprung redlich verdienten. Nach dem Ping-Pong-Anschlusstreffer entwickelte sich eine Begegnung, wie sie das Karl-Fleschutz-Stadion auch schon lange nicht mehr erlebt hat.
Die Tore erzielten andere, doch Rico Nassel (re.) wurde zum Matchwinner für den SVF. Hier schirmt Fabian Funk ab.
Bernd Riemke
Vier Tore in zwanzig Minuten
Dabei begann die Partie für die Hausherren wahrlich nicht ideal. Das etablierte Innenverteidiger-Duo musste nach sechs Minuten komplett neu formiert werden. Daniel Schardt schaffte es aus beruflichen Gründen nicht rechtzeitig zum Anpfiff und Martin Hellmuth schwoll nach einem Ellbogentreffer das Auge derart zu, dass an ein Weitermachen nicht zu denken war. So agierten Christoph Mohr und Neuzugang Fabian Funk in der Innenverteidigung, wurden im ersten Durchgang aber über weite Strecken nicht wirklich vor ernsthafte Probleme gestellt. Zu harmlos zeigte sich der SV Friesen in der Offensive, der sich zudem im Deckungsverhalten einfache Fehler leistete, die prompt bestraft wurden. Während Lichtenfels couragiert auftrat und sichtlich bemüht war die Auftaktpleite in Euerbach/Kützberg wettzumachen, standen die Frankenwald-Kicker neben sich. Symptomatisch dafür das 1:0 als Lukasz Jankowiak am kurzen Pfosten eine Ecke ins Netz verlängerte, die eigentlich nie den Weg zwischen die Pfosten hätte finden dürfen (25.). Dass Lukas Mosert beinahe postwendend nach einer schnellen Umschaltaktion von außerhalb des Strafraums zum zwischenzeitlichen Ausgleich traf (29.) schien nicht wirklich ins Gewicht zu fallen. Zu einfach durften die Hausherren ihre Tore schießen und manch Fan auf der gut besetzten Haupttribüne im Stadion wähnte anlässlich des nebenan stattfindenden Schützenfestes schon ein Schützenfest auf dem Rasen. Schließlich unterlief dem indisponierten Jonathan Müller zunächst ein unglückliches Eigentor als Jankowiak einen Zollnhofer-Standard an den Pfosten bugsierte (36.) und keine drei Minuten später erkämpfte sich Pfadenhauer das Spielgerät, setzte Edgar Wagner mustergültig in Szene und das 22-jährige Eigengewächs traf kaltschnäuzig zum 3:1. Unmittelbar vor der Halbzeit leistete sich Andreas Baier als letzter Mann sein zweites gelbwürdiges Foul, so dass die Eck-Elf fortan in Unterzahl agieren musste.
Rico Nassel (re.) schickt Tobias Zollnhofer ins Leere.
Bernd Riemke
Der Anschlusstreffer als Knackpunkt
"Wir wollten das vierte Tor erzielen", gab das Trainerduo Müller/Goller ihren Spielern mit auf den Weg und entsprechend hoch verteidigte der FCL, lief den Gegner im Spielaufbau tief in dessen Hälfte an und hatte das Geschehen zu jeder Zeit fest im Griff. Bis zur 57. Minute. In dieser konnte die Abwehr im Getümmel nicht entscheidend klären. Mosert spitzelte das Leder schließlich an den Pfosten und Firnschild nickte den Abpraller ein. Von nun an war es ein anderes Spiel. SVF-Trainer Armin Eck stellte schon zur Halbzeit auf eine defensive Dreierkette und zwei nominelle Spitzen um - trotz Rückstand und Unterzahl. Es ging dem erfahrenen Coach nicht darum, die Niederlage in Grenzen zu halten, sondern offensiv noch einmal zu versuchen, zurück ins Spiel zu finden. Spätestens mit dem Anschlusstreffer war dies gelungen. Das 2:3 verfehlte seine Wirkung nicht. Lichtenfels verlor völlig den Faden und Pascal Graf - ansonsten die Zuverlässigkeit in Person - den Überblick. So legte er in der 73. Minute Max Schülein das Leder im eigenen Fünfmeterraum maßgenau vor die Füße. Der Friesener Neuzugang bedankte sich auf seine Weise und nagelte das Gastgeschenk fulminant zum Ausgleich unter die Latte - wohlgemerkt immer noch in Unterzahl. Das nominelle Gleichgewicht stellte Schiedsrichter Ehwald mit einer womöglich etwas überzogenen gelb-roten Karte gegen Jankowiak wieder her. Der 1:0-Torschütze kam im Sprint um den Ball gegen Keeper Bauerschmidt zu spät, traf den Hüter am Knöchel und Ehwald wertete dieses Foul gegen den bereits verwarnten Jankowiak als abermals gelbwürdig (82.). Fast hatte es den Anschein, dass Friesen aber auch mit zehn gegen elf noch den Siegtreffer erzielt hätte. Mit Ausnahme weniger Kontermöglichkeiten, die der FCL nicht sauber zu Ende spielte, fand in der Schlussphase nur noch der Gast statt. Einen neuerlichen kapitalen Fehler im Spielaufbau bestrafte Friesen schließlich mit dem 4:3, bei dem Lukas Mosert in der 88. Minute drei Meter vor dem gegnerischen Tor völlig ungedeckt einschieben durfte. Dass Kai Aust mit dem letzten Angriff der Partie sogar noch ein fünftes Tor oben draufsetzte, hatte am Ende nur noch statistischen Wert.
Sebastian Zillig (Nr. 6) im Visier, Lukasz Jankowiak im Nacken - da wählt Felix Müller den sicheren Rückpass.
Bernd Riemke
Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt
Lichtenfels ließ sich einen sicher geglaubten Sieg aus der Hand nehmen und verzeichnete nicht nur einen unerklärlichen Leistungsabfall in der letzten halben Stunde, sondern hat nun an dem moralischen Päckchen zu knabbern, eine Zwei-Tore-Führung in Überzahl aus der Hand gegeben zu haben. Friesen hingegen bewies, das selbst eine ausweglose erscheinende Situation immer noch eins birgt - die Hoffnung. Getreu dem Motto "schlechter als in Halbzeit eins können wir eh nicht mehr spielen", zog sich der SVF am eigenen Schopf aus dem Sumpf und blickt nun mit vier Zählern aus zwei Partien zufrieden auf den Saisonstart. Die Korbstädter zieren hingegen ohne Zählbares das Tabellenende, können jedoch schon in drei Tagen beim nächsten Derby in Memmelsdorf Wiedergutmachung betreiben.
Spielbericht eingestellt am 18.07.2019 09:07 Uhr

Stimmen zum Spiel

Stimmen eingeben (Vereinsverwalter)
Oliver Müller (Trainer 1. FC Lichtenfels)
"Die erste Halbzeit war ganz gut. Wir waren aktiver, feldüberlegen und haben mit zwei Standards gestochen. Nach dem Wechsel war die Präzision weg und Friesen kam durch das 2:3 wieder ins Spiel. Ohne den Sieg des SVF schmälern zu wollen, aber zwei Tore haben wir selbst geschossen. Wenn man in Überzahl ein 3:1 so billig hergibt und noch dazu selbst weitere Chancen hat, dann ist das ärgerlich."
Armin Eck (Trainer SV Friesen)
"So eine erste Halbzeit zu spielen ist auch für mich unerklärlich. Könnte ich es erklären, würden wir es künftig anders umsetzen. Wir waren immer zu spät, nie präsent und beinahe wie paralysiert. In der zweiten Halbzeit haben wir gewusst, dass wir ein Tor brauchen, dann könnte es Klick machen. Erhofft haben wir so einen Spielverlauf natürlich, erwartet sicher nicht. Am Ende haben wir eine sensationelle zweite Halbzeit gespielt, aber eben auch eine grottenschlechte erste."
Lukas Mosert (Torschütze SV Friesen)
"In der Halbzeit haben wir uns gesagt, dass wir es auf jeden Fall nochmal probieren wollen. Wir wollten kein Debakel verhindern, sondern haben umgestellt, mit zwei Spitzen agiert und wollten es einfach versuchen. Nach dem 2:3 haben wir dann die zweite Luft bekommen. Lichtenfels war da zu passiv und hat versucht, das Ergebnis zu verwalten. Aufgrund unserer zweiten Hälfte in Unterzahl haben wir letzten Endes auch verdient gewonnen."

Spiel-Ticker

FC Lichtenfels
Friesen
45
90
Live-Ticker: Bernd Riemke
90
+4
Spielende (20:18 Uhr)
90
+4
Tooooor für SV Friesen
3:5 Aust, Kai / 1. Saisontor
Deckel drauf auf eine schier unglaubliche Partie!
88
 
Tooooor für SV Friesen
3:4 Mosert, Lukas / 2. Saisontor (Vorarbeit Nassel, Rico)
Friesen dreht das Spiel! Erneut ein Ballverlust im Spielaufbau, den die Gäste eiskalt ausnutzen.
87
 
Zollnhofer, Tobias (1. FC Lichtenfels) wegen Foulspiels / 1. gelbe Karte
84
 
 
Friesen ist dem vierten Treffer näher.
82
 
Jankowiak, Lukasz (1. FC Lichtenfels) wegen Foulspiels / 1. gelb-rote Karte
Im Sprint um den Ball gegen Hüter Bauerschmidt kommt der Torjäger einen Tick zu spät.
73
 
Tooooor für SV Friesen
3:3 Schülein, Max / 1. Saisontor
Blackout von Graf, der Schülein das Leder vor die Füße legt. Der lässt sich nicht bitten und nagelt das Spielgerät unter die Latte.
67
 
 
Seit dem Anschlusstreffer haben die Hausherren ihre Linie verloren.
67
 
Jankowiak, Lukasz (1. FC Lichtenfels) wegen Haltens/Trikotziehens
61
 
Chance für Nassel, Rico (SV Friesen)
Der Linksschuss streicht hauchzart am langen Pfosten vorbei.
57
 
Tooooor für SV Friesen
3:2 Firnschild, Nils / 2. Saisontor (Vorarbeit Mosert, Lukas)
Flippertor in Unterzahl. Mosert an den Pfosten, Firnschild nickt den Abpraller ein.
48
 
Sesselmann, Maximilian (SV Friesen) wegen Foulspiels / 2. gelbe Karte
46
 
46
 
Anpfiff 2. Halbzeit (19:29 Uhr)
 
 
 
In den letzten zwanzig Minuten wurde es turbulent. Vier Tore und ein Feldverweis. Die Gegentore hat sich der hinten zum Teil sehr offen stehende und nicht fehlerfrei agierende Gast selbst zuzuschreiben. Lichtenfels verdient sich die Führung dank eines couragierten Auftritts trotz personeller Nackenschläge.
45
+1
Halbzeit (19:16 Uhr)
Pünktlich beendet der Unparteiische die erste Hälfte.
43
 
Baier, Andreas (SV Friesen) wegen Foulspiels / 1. gelb-rote Karte
Zillig wäre durch gewesen. Die Ampelkarte ist zwingend.
39
 
Tooooor für 1. FC Lichtenfels
3:1 Wagner, Edgar / 1. Saisontor (Vorarbeit Pfadenhauer, Maximilian)
Doppelschlag nach dem Doppelpack. Pfadenhauer leitet den Konter ein und Wagner schließt kaltschnäuzig ab
36
 
Tooooor für 1. FC Lichtenfels
2:1 Eigentor (Vorarbeit Zollnhofer, Tobias)
Jankowiak ist am Standard dran, trifft den Pfosten und am Ende schießt Müller das Eigentor - und wieder beklagt der SVF einen ausbleibenden Pfiff in der Entstehung des Freistoßes.
36
 
Baier, Andreas (SV Friesen) wegen Foulspiels
32
 
Wagner, Edgar (1. FC Lichtenfels) wegen Haltens/Trikotziehens / 1. gelbe Karte
29
 
Tooooor für SV Friesen
1:1 Mosert, Lukas / 1. Saisontor
Die Gäste schalten schnell um und bringen Mosert in Schussposition, der aus 20m ins linke Eck trifft.
25
 
Tooooor für 1. FC Lichtenfels
1:0 Jankowiak, Lukasz / 1. Saisontor (Vorarbeit Zollnhofer, Tobias)
Ecke. Tor. Jankowiak verlängert am kurzen Pfosten ins Netz.
17
 
 
Lichtenfels mit dem deutlich engagierteren Beginn gegen zum Teil recht unsortierte Frankenwälder.
9
 
Der nächste verletzte Spieler scheidet aus.
6
 
Mosert, Lukas (SV Friesen) wegen Foulspiels / 1. gelbe Karte
4
 
 
Kurzfristige Änderung bei den Gastgebern. Für Schardt beginnt Mohr.
1
 
Anpfiff 1. Halbzeit (18:30 Uhr)
 
 
 
Die Gäste wechseln auf zwei Positionen. Für Kunz und Söllner, der zunächst auf der Bank Platz nimmt, beginnen Nützel und Roger.
 
 
 
Herzlich Willkommen aus dem Karl-Fleschutz Stadion, wo der Auftaktverlierer sein erstes Heimspiel der Saison bestreitet. Verletzungsbedingt muss Scholz passen. Für ihn läuft Zillig auf. Schaller und Schunke finden sich im Vergleich zum Auftakt auf der Bank wieder. Für sie beginnen Schamel und Jankowiak.

Spielinfos

Alter, Geschlecht: Erwachsene, männlich
Spieltag: Saison 2019/20 - 2. Spieltag
Datum: 17.07.2019 18:30 Uhr
Sportstätte: Hauptplatz FCL-Sportgelände Am Main

Zuschauer

Zuschauerzahl: 350
austi63
Kuba
Korbsta.
Angel57
Jul98
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Torschützen

 
1:1
(29.)
2:1
(36.)
3:2
(57.)
3:3
(73.)
3:4
(88.)
3:5
(90.)
+4

Spielerstrafen

1. FC Lichtenfels
Wagner E. - Halten/Trikotziehen (32.) / 1. GK
Jankowiak L. - Halten/Trikotziehen (67.) / -
Jankowiak L. - Foulspiel (82.) / 1. GRK
Zollnhofer - Foulspiel (87.) / 1. GK
SV Friesen
Mosert - Foulspiel (6.) / 1. GK
Baier A. - Foulspiel (36.) / -
Baier A. - Foulspiel (43.) / 1. GRK
Sesselmann - Foulspiel (48.) / 2. GK

Taktik


Spieler des Spiels

Rico Nassel
(SV Friesen)
Gut eine Woche nach seinem 19. Geburtstag kam Nassel zum zweiten Durchgang und wurde zu einem maßgeblichen Faktor für die Wende. Unbekümmert legte der zentrale Offensivspieler den Vorwärtsgang ein, gewann viele Zweikämpfe und wurde durch seine starke Vorarbeit zum 4:3 endgültig zum Matchwinner!

Schiedsrichter

 
Steffen Ehwald
(FC Geldersheim)
Behielt den Überblick, wenngleich er in manchen Situationen ein wenig unglücklich entschied!
Note: 3,0 (3)

Spiel-Statistik

Keine Spiel-Statistik

Fan-Voting

Spielniveau
gut
(10)
Leistungen der Teams
Heim
 
2,5
(10)
Gast
 
3,2
(10)
Erg. ok? (j/n)
9
2
(11)
Ballbesitz
50
50
(8)
Zweikampf
49
51
(6)
Bratwurst
 
2,0
(6)

Video zum Spiel

Kein Video vorhanden

Leser-Bilder

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