Gleichgezogen hatten die Abtswinder in der Vorwoche mit den Großbardorfern. Die hatten überraschend mit 0:1 in Haibach verloren, die TSV-Kicker hatten zeitgleich mit 2:1 bei den davor zehn Spielen in Folge ungeschlagenen Karlburgern gewonnen. Nur das bessere Torverhältnis hielt die Gallier an der Spitze.
Die Abtswinder hatten ihre kleine Ergebniskrise von drei Spielen ohne Sieg überwunden und wollten gegen Eisingen den nächsten Dreier nachlegen. Doch Vorsicht war geboten. Schon im Hinspiel taten sich die Grün-Weißen schwer beim Neuling und siegten erst in der Nachspielzeit durch Adrian Dußlers Elfmeternachschuss.
Schon früh in der Saison hatten die Christ-Schützlinge nachgewiesen, dass sie auch in der Landesliga Paroli bieten können, was ihnen dann auch die gesamte Hinrunde eindrucksvoll gelang. Erst gegen Ende ging ihnen etwas die Puste aus. Nur ein Sieg gelang aus den letzten sechs Duell der ersten Saisonhälfte. Vergangene Woche zum Rückrundenauftakt gewannen sie aber wieder – mit 4:2 gegen den FC Lichtenfels.
Benedikt Engert fährt Yasir Aldijawi in die Parade.
Alexander Rausch
Mit entsprechend breiter Brust reisten sie somit auch ins Kräuterdorf, hatten in der Anfangsphase dann aber wenig Spielanteile. Die Abtswinder übernahmen mit dem Selbstverständnis des Tabellenzweiten die Spielkontrolle und ließen Ball und Gegner laufen. So war die Gäste-Defensive nach fünf Minuten zu weit weg. Jonas Enzmann flankte und Yasir Aldijawi nickte gegen die Laufrichtung Dominik Daxhammers ein (5.).
Mit der Führung im Rücken hatten die Hausherren zunächst weiterhin im Griff. Doch es schlichen sich immer mehr Unzulänglichkeiten ein in das Abtswinder Spiel, so dass die Gäste in der Folge kaum mehr Probleme hatten, die Angriffe der Heimelf zu verteidigen. Nur einmal tauchte Jonas Enzmann nach Aldijawi-Stecker frei vor Dominik Daxhammer auf, verzog aber aus 15 Metern knapp links (35.).
Offensiv fehlte es der Christ-Elf aber ebenfalls an der nötigen Durchschlagskraft. Zu ungenau agierten die Schwarz-Gelben im letzten Drittel. Nur einmal geriet die Führung der Heimelf daher in Gefahr, als Lukas Götz eine Schöner-Hereingabe freistehend vorbeisetzte (40.). Allerdings boten die Christ-Jungs den Hausherren wie schon im Hinspiel ordentlich Paroli.
Nico Keidel ist vor Niklas Henninger am Ball.
Alexander Rausch
Das änderte sich auch im zweiten Durchgang nicht. Laurin Thein verpasste aus 22 Metern zentral nach feiner Kombination knapp (49.). Eisingen erwischte den besseren Start, war griffig in den Zweikämpfen, hatte dann aber großes Glück. Dominik Daxhammer verzettelte sich gegen Piet Scheurer. Der spielte den Keeper aus, scheiterte aber am Pfosten. Den Nachschuss, erneut von Piet Scheurer abgegeben nach Aldijawi-Vorlage, blockte Philipp Günder in höchster Not (51.). Kurz darauf verschätzte sich Florian Preissendörfer bei einer Grätsche. Yasir Aldijawi war durch, aber Dominik Daxhammer hielt glänzend (56.).
Damit blieben die Eisinger im Spiel und Lukas Götz verpasste zweimal den Ausgleich. Nach Schmitt-Ecke scheiterte er aus dem Getümmel heraus an Felix Reusch (59.). Kurz darauf per Fallrückzieher nach Schmitt-Freistoß erneut am Abtswinder Schlussmann (63.). Eine Minute später flog Benedikt Engerts Volleyabnahme über den Balken (64.). Der Ausgleich wäre verdient gewesen.
Auf der anderen Seite bekamen die Hausherren immer größere Räume zum Kontern, bespielten diese aber zu selten. Einzig Muhammed-Ali Kapukiran kam in den letzten 20 Minuten zu Abschluss, nachdem Tizian Hümmer an den Strafraum zurückgelegt hatte. Aber Laurin Thein verhinderte den zweiten Gegentreffer (70.).
Jannis Thein behauptet sich gegen Franz Arens.
Alexander Rausch
Die Gäste blieben das gefährlichere und zielstrebigere Team. Einzig am Torabschluss haperte es. Hannes Schöner nickte eine Keidel-Hereingabe drüber (81.). Lukas Götz‘ und Laurin Theins Freistöße waren sichere Beute vom tadellosen Felix Reusch, der letztlich den schmeichelhaften Sieg des Tabellenzweiten festhielt.
Mit deutlich mehr Zug hatten sich die Eisinger nach der Pause präsentiert gegen fahrige Gastgeber. Alleine der Ausgleich gelang nicht. Dementsprechend waren im Nachgang auch die Gemütslagen. Philipp Christ zeigte sich angetan vom Auftritt der Seinen. Thorsten Götzelmann ärgerte sich über die über weite Strecken schwache Leistung des Tabellenzweiten, der damit aber weiter punktgleich mit den Großbardorfern bleibt. Die zerlegten ihrerseits den TSV Karlburg mit 7:1.
Spielbericht eingestellt am 08.11.2025 20:56 Uhr