…ließ in Halbzeit eins drei hundertprozentige Möglichkeiten liegen, kam dann in Hälfte zwei zum verdienten Ausgleich, musste aber in der Nachspielzeit noch das 3:4 hinnehmen und stand so am Ende mit leeren Händen da. Coburg war am Ende der glückliche Sieger einer verrückten Partie, in der Joker Ricardo König stechen konnte.
Torwart Sebastian Vogel sprang am höchsten und konnte den Ball sich fangen.
Mirco Schuberth
Beide Mannschaften liefen auf dem Coburger Kunstrasen in einer 4-2-3-1-Formation auf und das Spiel begann ohne großes Abtasten und bereits nach zwei Minuten die erste Möglichkeit für den FCC, einen Freistoß von Civelek aus 18 Metern von der halbrechten Seite konnte Vogel aber zur Ecke abwehren. Diese Ecke brachte dann auch gleich die nächste Möglichkeit und das erste Tor für die Vestekicker. Civelek brachte das Leder an den zweiten Pfosten, dort kam Tranziska zum Kopfball, doch der Ball wurde auf der Linie geklärt, sprang aber vor die Füße von Jonas Kirchner und der schoss das Leder aus 13 Metern in die Maschen der Gäste und so führten die Gastgeber nach drei Minuten mit 1:0. Keine 60 Sekunden später legte Coburg nach, Christian Fischer mit einem Solo über 30 Meter ohne Gegenspieler, am Strafraum spielte er einen Doppelpass mit Fabian Carl und schloss dann mit einem Flachschuss aus 15 Metern zum 2:0 ab. Danach aber verflachte die Partie keineswegs und nach sieben Minuten die große Chance zum Anschlusstreffer für Großschwarzenlohe, nach einer Ecke kam Markus Müller fünf Meter vor dem Tor völlig freistehend zum Kopfball, doch der Ball ging über das Gehäuse, das hätte aber eigentlich das 1:2 aus Sicht der Gäste sein müssen. Es war viel Tempo in der Partie, beide Mannschaften spielten schnell nach vorne und in der elften Minute fiel dann der Anschluss für die Gäste. Der Ball wurde aus der Mitte auf die linke Seite zu Fabian Klose gespielt, der nahm das Leder direkt, der Ball wurde abgefälscht und landete so unhaltbar im kurzen Eck des FC Coburg. Doch der Anschlusstreffer brachte die Gastgeber nicht aus dem Konzept, nur zwei Minuten später schlugen die Mannen um Trainer Calle Schiebel erneut zu. Wieczorek mit einer Flanke von der linken Seite auf die Höhe des zweiten Pfostens und dort kam Jonathan Baur mit dem Kopf an den Ball und nickte zum 3:1 ein. Die Gäste aber zeigten sich trotz des erneuten Zwei-Tore-Rückstandes nur wenig geschockt, schließlich waren auch noch 77 Minuten zu spielen. Die Spieler von Trainer Florian Bauer suchten die Flucht nach vorne, meist mit langen Bällen auf die Flügel, oder über die beiden Sechser, die dann versuchten, die Mitspieler in Szene zu setzen. Ein Abschluss von Heinloth nach knappen 20 Minuten war noch harmlos und ging über das Tor, doch in Minute 22 die nächste hundertprozentige Möglichkeit für die Gäste: Tranziska hielt den Ball im eigenen Strafraum zu lange am Fuß und ließ sich diesen dann abnehmen, das Leder kam zu Maximilian Takacs und dieser stand freistehend vor Coburgs Torwart Krempel und der verhinderte den zweiten Treffer seiner Mannschaft, auch hier hätte man durchaus mehr draus machen müssen. Der erneute Anschlusstreffer fiel dann aber doch, nach einem Eckball in der 24. Minute war es Timo Kräftner, der zum 2:3 aus Sicht der Gäste einköpfen konnte. Dieser Treffer gab den Gästen weiter Oberwasser und im Anschluss drückten sie die Vestekicker immer mehr in die eigene Hälfte und Coburg konnte kaum für Entlastung sorgen. Großschwarzenlohe machte es dann richtig gut, immer wieder kam man variabel nach vorne, mal über die Flügel und dann mal wieder über die Mitte, wie auch beim Schuss von Philipp Schwarz, der gerade noch zur Ecke abgefälscht werden konnte. Acht Minuten vor der Pause folgte dann ein richtig starker Ball vom besten Akteur auf dem Feld, Fabian Klose, mit einem genialen Steckpass auf Maximilian Takacs, der stand dann allein vor Luis Krempel, schob den Ball aber am langen Pfosten vorbei. Die nächste große Möglichkeit, die die Gäste liegen gelassen hatten. Gerade bei hohen Bällen waren beide Teams anfällig, die Gäste in der Anfangsphase, die Vestekicker auch nach 40 Minuten noch. Schwarz mit einem langen Ball zu Timo Kräftner in den Strafraum, der zog ab, doch erneut ging der Ball am Tor vorbei. Von Coburg kam in den letzten 20 Minuten der ersten Hälfte fast gar nichts mehr, lediglich zwei Distanzschüsse, die aber weit über den Fangzaun gingen. Bis zur Pause blieb es beim 3:2 für die Vestekicker, der Ausgleich wäre allerdings durchaus verdient gewesen. Nach dem zweiten Treffer für Großschwarzenlohe waren die Gäste deutlich überlegen, hätten den dritten Treffer verdient, doch beste Möglichkeiten wurden liegen gelassen und so lief die Mannschaft aus Mittelfranken weiter einem Rückstand hinterher.
Fabian Carl im Zweikampf mit Philipp Schwarz.
Mirco Schuberth
Nach der Pause ließen es beide Mannschaften ein wenig ruhiger angehen, trotzdem kamen die Gäste sechs Minuten nach Wiederanpfiff zum verdienten 3:3-Ausgleich. Fabian Klose schoss einen Freistoß aus 17 Metern über die Mauer in das Tor des FC Coburg. In der Folgezeit war es dann eine offene Partie, allerdings nicht mehr mit dem Niveau aus der ersten Halbzeit. Es war nicht mehr so viel Tempo im Spiel und Torraumszenen waren Mangelware, auch weil viel mit langen Bällen agiert wurde, die oft ins Leere gingen. Aber auch beide Abwehrreihen standen jetzt wesentlich stabiler und ließen weniger zu als noch in Hälfte eins. Nach einer guten Stunde zogen die Gastgeber dann die Partie aber etwas mehr auf ihre Seite und nach einer Flanke von Fischer an den zweiten Pfosten zu Aykut Civelek, hätte der das Leder aus kurzer Distanz nur noch einköpfen müssen. Doch er traf den Ball nicht richtig, sodass dieser nicht in Richtung Tor ging. Coburg kämpfte sich also in die Partie zurück und man merkte der Mannschaft an, dass sie unbedingt die Punkte zu Hause behalten wollten. Es war jetzt nicht so, dass man die Gäste in deren Hälfte drückte und Chance um Chance herausspielte, aber Coburg war auf jeden Fall näher am vierten Treffer als die Gäste. Sie hatten wieder mehr Ballbesitz und brachten mit C. Civelek und König noch einmal frischen Wind auf den Flügeln und das merkte man dem Spiel auch an. 18 Minuten vor dem Ende ging ein Freistoß von A. Civelek aus 35 Metern im Strafraum an Freund und Feind vorbei und konnte am Ende gerade noch geklärt werden. Nur drei Minuten später setzte sich C. Civelek auf der rechten Seite gut durch und wollte den Ball zu seinem Bruder spielen. Der hätte freistehend abschließen können, doch im letzten Moment brachten die Gäste einen Fuß dazwischen und konnten so zur Ecke klären. Von Großschwarzenlohe war nach vorne nicht mehr so viel zu sehen, zwar waren Ansätze da, doch es fehlte die Durchschlagskraft im letzten Drittel bzw. in der Box. Es liefen dann schon die Schlussminuten der Partie und wieder war es A. Civelek, der in der zweiten Halbzeit wesentlich besser im Spiel war als noch vor der Pause, mit einem Freistoß aus gut 30 Metern, doch das Leder landete nur auf dem Tor und nicht im Gehäuse. Als alle dachten, dass es beim 3:3 bleiben würde, schlugen die Gastgeber dann doch noch einmal zu und das mit einem wirklich schönen Angriff in der 92. Minute. Auf der linken Seite in der Hälfte der Gäste war es C. Civelek, der einen Ball mit der Hacke auf seinen Bruder A. Civelek gekonnt weiterleiten konnte. Dieser brachte den Ball von der Grundlinie flach nach innen und dort lief der eingewechselte Ricardo König ein und schoss das Leder aus kurzer Distanz zum viel umjubelten 4:3 in das Tor der Gäste. Dies war dann auch gleichzeitig der Endstand. Zwar startete Großschwarzenlohe noch einen Angriff, doch dieser blieb ohne Erfolg und so konnten die Gastgeber die Punkte natürlich etwas glücklich, aber aufgrund der zweiten Halbzeit auch nicht ganz unverdient zu Hause behalten.
Christian Fischer zog hier gleich drei Gegenspieler auf sich.
Mirco Schuberth
Eine wilde erste Halbzeit, in der Coburg loslegte wie die Feuerwehr und verdient in Führung ging. Am Ende aber hätten die Gäste aus Großschwarzenlohe die Partie in Hälfte eins sogar drehen können, doch beste Möglichkeiten wurden liegen gelassen. Nach der Pause fiel dann der schnelle Ausgleich und in der Endphase der Partie war Coburg dann näher am 4:3 als Großschwarzenlohe und belohnte sich dann mit dem Lucky-Punch in der Nachspielzeit noch. Ein glücklicher Sieg für den FCC, der aber durch die Endphase in Hälfte zwei auch nicht unverdient war und nach dem Wie fragt morgen sowieso keiner mehr.
Spielbericht eingestellt am 15.11.2025 19:03 Uhr