Am Dienstagabend empfing der FC Eintracht Bamberg den TSV Kornburg zum Nachholspiel des 17. Spieltags auf der Rudi-Ziegler-Sportanlage in Wildensorg. Die Domreiter gingen nach zuletzt drei Siegen in Serie mit viel Selbstvertrauen in die Partie, auch das erzwungene spielfreie Wochenende nach der kurzfristigen Absage gegen Ingolstadt 2 minderte den Fokus der Gernlein-Elf nicht. Die Gäste hingegen waren zuletzt etwas ins Straucheln geraten: Nach nur einem Sieg aus den letzten vier Spielen steht die Mannschaft von Hendrik Baumgart derzeit auf dem zwölften Rang der Bayernliga Nord. Entsprechend waren die Kornburger darauf aus, das letzte Auswärtsspiel des Jahres noch einmal erfolgreich zu gestalten.
Im Wildensorger Regen entwickelte sich schnell ein durchaus offensiv geprägtes Duell, in dem beide Mannschaften nach Mitteln und Wegen suchten, die Spielkontrolle an sich zu reißen. Den Hausherren allerdings gelang das deutlich besser, auch weil sie von einer frühen Führung profitierten. Dennoch dauerte es lange, bis der Dreier letztlich unter Dach und Fach war.
Luca Auer (li.) versucht, den Ball zu gewinnen.
Sebastian Pflaum
Kalt und nass war es am Dienstagabend, als der FC Eintracht Bamberg bei der DJK Don Bosco auf den TSV Kornburg traf. Und doch sorgten die Akteure in Violett auf dem Platz dafür, dass es den meisten der rund 260 Zuschauer schnell warm ums Herz werden sollte. Die Gastgeber drückten die Gäste in den ersten Minuten nämlich früh zurück in die eigene Hälfte und erarbeiteten sich damit mehrere schnelle Ballgewinne. Zeitig erzielten die Domreiter dann auch schon den ersten Treffer des Abends: Nach einem viel zu kurzen Rückpass von Albion Januzi in Richtung seines Torhüters Thorben Hochmuth, schnappte sich Luca Ljevsic das Leder, um die Gastgeber mit der ersten Torchance des Spiels direkt in Front zu schießen (8.).
Der FC Eintracht suchte in der Folge weiterhin häufig den Weg nach vorne und erspielte sich nach 13 Minuten durch Vorlage von Luca Auer und Abschluss von Paul Kraußold die nächste vielversprechende Szene. Die linke Seite war im ersten Abschnitt äußerst belebend für das Angriffsspiel der Gastgeber gewesen, so folgte darüber zur Mitte der ersten Hälfte eine weitere aussichtsreiche Situation: Wieder trat Luca Auer dabei eine Flanke von links, wieder stand Paul Kraußold in der Mitte zum Torschuss bereit. Wie schon in der Szene davor setzte er seinen Abschluss aber einen Tick zu weit links an.
Von den Gästen war bis dahin – zumindest aus dem Spiel heraus – wenig zu sehen. Lediglich zwei Eckstöße waren für Kornburg in der ersten halben Stunde herumgekommen, beide sorgten für wenig Torgefahr. Die kompakt stehende Abwehrkette der Gastgeber ließ außerdem kaum weitere Aktionen zu, ein abgefälschter Schuss von Christian Kestel war in der 31. Minute noch die beste Aktion der Gäste im ersten Spielabschnitt.
Auf der Gegenseite verpassten es die Hausherren allerdings jetzt, das zweite Tor nachzulegen. Luca Ljevsic hatte nach exakt einer halben Stunde per Kopfball die nächste große Heim-Chance liegen gelassen und auch Robin Zeitler konnte den Ball kurz vor der Pause nicht erneut im Tor des Tabellenzwölften unterbringen. In den letzten Minuten vor dem Seitenwechsel bewegten die Kornburger den Ball zwischenzeitlich etwas mehr, nachdem sich die Domreiter teilweise zu hektische Ballverluste erlaubt hatten. Torgefahr allerdings kam weiterhin nicht wirklich auf. Somit ging es mit einer knappen FCE-Führung in die Pause.
Mitte der ersten Halbzeit regnete es zwischenzeitlich ergiebig.
Sebastian Pflaum
Gewillt, einen zweiten Treffer möglichst schnell nachzulegen, kamen die Hausherren dann nach einer Viertelstunde wieder aus den Kabinen. Und in der Tat hätte dieses auch fallen können, denn die Schussgelegenheiten von Luca Ljevsic, der nach gekonnter Ballstafette von Marc Reischmann bedient worden war (53.) und der zentrale Versuch von Marc Reischmann selbst in der darauffolgenden Szene (54.) hätten mit etwas Glück für einen perfekten Bamberger Start in den zweiten Spielabschnitt gesorgt. So aber mussten die heimischen Fans im abklingenden Wildensorger Regen weiter ein wenig um den vierten Sieg in Serie zittern.
Mitte der zweiten Hälfte gelang es den Kornburgern erstmals, das Spielgeschehen weitestgehend in die gegnerische Hälfte zu verlagern. Laurin Klaus und Nicolai Oppelt machten dabei über die linke Seite immer wieder mit kleineren Nadelstichen auf sich aufmerksam, allerdings zeigte sich die Domreiter-Verteidigung weiterhin fehlerfrei und kompakt, sodass Benedikt Willert im FCE-Tor kaum etwas zu halten bekam. Beide Mannschaften tauschten dann mehrfach mit frischem Personal durch, ehe die Schlussphase auch schon anbrach.
Zweikampf auf Höhe des Bamberger Strafraums.
Sebastian Pflaum
In die letzten zwanzig Minuten des Spiels startete der FC Eintracht vor allem in Lauerstellung auf Konter. Luca Ljevsic bewegte den Ball im Zuge eines solchen in der 75. Minute schnell nach vorne – und weil niemand im gleichen Tempo mitgelaufen war, probierte er es aus 20 Metern kurzerhand selbst, womit er Thorben Hochmuth jedoch vor kein echtes Problem stellte. Der Kornburger Schlussmann schnappte sich das Spielgerät sicher und leitete seinerseits einen Schnellangriff für seine Farben ein.
80 Minuten waren jetzt mittlerweile durch und noch immer wirkte es so, als würden sich die Hausherren den Sieg auf der Rudi-Ziegler-Sportanlage auf keinen Fall mehr nehmen lassen – zu harmlos waren die Gäste aus dem Spiel heraus dafür einfach nach wie vor gewesen, zu sicher die Verteidiger der Domreiter hinten drin gestanden. Das Ergebnis allerdings las sich immer noch denkbar knapp, sodass der TSV Kornburg bis kurz vor Schluss weiter im Spiel blieb. In der 82. Minute vergab die Eintracht per Doppelchance das 2:0, nachdem erst Tobias Linz und dann der eingewechselte Andreas Pfahlmann den Ball nicht im Tor unterbringen konnte.
Erst in der 88. Minute war es schließlich so weit und Christopher Kettler erlöste die Domreiter mit dem zweiten Treffer des Abends. Erneut eine der vielen Kontersituationen war es, die dem FCE nun endgültig die Entscheidung verschaffte. Janes Burger sprintete einem langen Ball in die Spitze hinterher und legte auf Höhe der Strafraumkante quer auf den völlig freistehenden Christopher Kettler, der sich seinen zweiten Saisontreffer dann nicht mehr nehmen ließ. Kornburg war aufgerückt, die Räume waren da und die Domreiter nutzten das in diesem Augenblick souverän für sich aus. Es sollte in der Folge noch eine weitere solche Kontersituation geben, die Timm Strasser allerdings nicht standesgemäß zu Ende brachte (90.+3). Somit war kurz darauf beim Stand von 2:0 Feierabend.
Spielbericht eingestellt am 25.11.2025 23:10 Uhr