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Artikel veröffentlicht am 04.12.2018 um 14:30 Uhr
Zirndorf fühlt sich wohl im Süden: "Es ist ein gutes Miteinander!"
Es ist ein überwiegend positives Zwischenfazit, das der ASV Zirndorf nach seinem ersten halben Jahr in der Bezirksliga Süd fällt. Auch wenn man mit argen Personalsorgen zu kämpfen hatte, sind die Bibertstädter nach dem fortgesetzten Umbruch auch in der neuen Umgebung nicht unzufrieden. Eine Ausnahme bildete da eine skandalöse Schiri-Leistung im Spiel gegen Dittenheim.
Von Marco Galuska
Das Positive überwiegt beim ASV Zirndorf nach dem ersten halben Jahr in der Bezirksliga Süd.
Robert Krapfenbauer
So läuft es dann manchmal eben auch im Fußball. Der ASV Zirndorf musste am letzten Spieltag vor der Winterpause stark ersatzgeschwächt zum Tabellenfünften nach Greding fahren. Auf der Ersatzbank saß nur noch Torwart Michael Wagner, der eine starke Hinrunde spielte, aber der frühere Stammkeeper Andreas Hofmann sich seinen Einsatz in den Pfosten dennoch verdient hatte. "Obwohl wir keine Feldspieler zum Wechseln dabei hatten, haben wir eines unserer besten Spiele gemacht", lobte ASV-Trainer Martin Hermann sein Team nach dem 3:1-Sieg.

Somit stehen 30 Punkte auf dem Konto der Zirndorfer zur Winterpause. "Unser Ziel waren 25 Punkte, nun haben wir ein Polster", verrät Hermann und ordnet das Erreichte im Kontext zum vorhandenen Personal positiv ein. Leistungsträger wie Marcus Schmitt, Giacomo Goff oder Heiko Redl haben teilweise oder ganz gefehlt. Jenes Fehlen hat sich dann vor allem auf die Offensivkraft ausgewirkt: "Wir schießen zu wenig Tore", findet Hermann und verweist mit Hinblick auf die erzielten 30 Tore auf jene 70 Treffer, die man in der Vorsaison markiert hatte.

Skandalspiel gegen Dittenheim

Lange Zeit unspektakulär war das Heimspiel der Zirndorfer gegen den FV Dittenheim, ehe zwei Platzverweise und ein Elfmeterpfiff die Angelegenheit zu einem Skandalspiel machten.
fussballn.de / Schlirf

Ein Spiel wird den Zirndorfern nun aber definitiv schon jetzt in negativer Erinnerung bleiben - die 0:1-Heimniederlage gegen Dittenheim, bei dem der Unparteiische in den Mittelpunkt rückte. Thomas Faff hatte zunächst anstelle eines Mitspielers fälschlicherweise die Gelbe Karte bekommen. In der 70. Minute wurde das dann relevant. Ein Spieler lag verletzt am Boden, Zirndorf schlug den Ball in Richtung Seitenaus, wo Faff den Ball, der über den Zaun gelandet wäre, mit der Hand fing, dabei allerdings noch im Feld stand. Für das absichtliche Handspiel, das der Assistent anzeigte, bekam Faff die Gelb-Rote Karte, obwohl selbst der gegnerische Trainer auf den Referee eingeredet hatte, die Ampelkarte in Zusammenhang mit der Fair-Play-Aktion nicht zu geben.

Kurz vor Schluss gab es dann noch einen Elfmeter für den Gast, der derart deutlich keiner war, dass Hermann sogar vom Gegner erwartet hätte, "dass man den Elfmeter absichtlich daneben schießt, um die offensichtliche Fehlentscheidung fair zu korrigieren." Als Krönung kam dann noch eine Rote Karte gegen Dominik Cortus für ein angebliches Foulspiel, das nun - zum kompletten Unverständnis der Zirndorfer - eine Sperre von zwei Spielen nach sich zog. Zudem pfiff der Schiri ohne Nachspielzeit pünktlich ab: "Nach den Diskussionen zuvor hätte man zehn Minuten nachspielen können, fünf wären das Minimum gewesen!"

Neukam wohl zurück nach Cadolzburg

Unzufrieden, das stellt der Zirndorfer Trainer in der Gesamtbetrachtung der bisherigen Saison dennoch fest, ist man nicht. "Es wäre sicherlich mehr drin, wenn wir personell anders aufgestellt gewesen wären. Am wichtigsten ist aber, dass wir uns von unten fernhalten." Dabei nennt Hermann die Beispiele ESV Ansbach-Eyb ("Die dürfen nie da unten stehen, das ist unbegreiflich!") und SV Mosbach ("defensiv sensationell"), die trotz ihrer Qualitäten gar unterm Strich überwintern müssen. 

Damit die Bibertstädter in der Endabrechnung über jenem Strich stehen, muss man "wohl noch vier Spiele gewinnen." Personell wird sich nach aktueller Lage nicht viel verändern. Max Neukams Rückkehr nach Cadolzburg bahnt sich an, ist aber noch nicht spruchreif. Ein Trainingsgast aus Bosnien hat durchaus seine Fähigkeiten gezeigt, auch hier bleibt abzuwarten, ob ein Transfer zustande kommt.

Bleibt Zirndorf im Süden und Hermann in Zirndorf?


Seit 2009 ist Martin Hermann Trainer beim ASV Zirndorf.
fussballn.de / Schlirf

Und wenn der ASV Zirndorf dann in der Saison 2019/2020 weiter in der Bezirksliga spielt, geht es dann zurück in den Norden oder bleibt man im Süden? "Ich würde noch ein Jahr im Süden bleiben. Es ist ein gutes Miteinander mit den Vereinen, man hat gute Plätze und lernt mal etwas anderes kennen. Die zehn Minuten mehr Fahrt machen es auch nicht aus. Aber ich bestimme das nicht", ließ Hermann auch offen, ob er noch ein Jahr als Trainer anhängt. Das turnusmäßige Gespräch darüber mit dem Verein steht noch aus.

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Bilanz Zirndorf 2018/19

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Übersicht enthält nur Verbandsspiele.

Serien ASV Zirndorf

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11:6 Tore
Am längsten ohne Sieg
03.11.2018 - 17.11.2018
3 Sp
2 Pkt
3:4 Tore
22.09.2018 - 03.10.2018
3 Sp
1 Pkt
1:4 Tore
27.07.2018 - 12.08.2018
3 Sp
2 Pkt
2:4 Tore
Die meisten Siege in Folge
20.10.2018 - 01.11.2018
3 Sp
9 Pkt
8:3 Tore
Die meisten Remis in Folge
03.11.2018 - 11.11.2018
2 Sp
2 Pkt
3:3 Tore
03.08.2018 - 12.08.2018
2 Sp
2 Pkt
2:2 Tore
Zuhause ungeschlagen
20.10.2018 - 03.11.2018
3 Sp
7 Pkt
6:2 Tore
03.08.2018 - 29.08.2018
3 Sp
7 Pkt
5:1 Tore
Auswärts ungeschlagen
07.10.2018 - 25.11.2018
4 Sp
10 Pkt
12:5 Tore

Anteil an Toren Zirndorf



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