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Artikel veröffentlicht am 23.10.2018 um 06:00 Uhr
BaKi stabilisiert sich: "Kein Harakiri spielen"
Nach einem kapitalen Fehlstart hat sich der FC Bayern Kickers in den vergangenen Wochen stabilisiert. Drei Spiele ohne Gegentor und sieben Punkte aus den letzten vier Partien haben BaKi dazu verholfen, dass man vorerst den Relegationsrang für sich beanspruchen kann. Unterstützung gibt es neuerdings von einem alten Hasen im Trainergeschäft, der in einer neuen Rolle in Kleinreuth auftritt.
Von Marco Galuska
BaKi-Coach Saim Kök ist zufrieden mit der Entwicklung der letzten Wochen nach einem schwachen Saisonstart.
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Die Verwunderung bei der SpVgg Erlangen um Abteilungsleiter Holger Müller war groß am Sonntag, als er Reinhold Fischer mit den Gästen vom FC Bayern Kickers begrüßen konnte. Bis vor wenigen Wochen war dieser noch Trainer beim SVG Steinachgrund. Nun war der 58-Jährige erneut Gast im Erlanger Waldsportpark, diesmal aber mit einem anderen Verein und in einer anderen Rolle.

Fischer verfolgte das Geschehen von der Tribüne aus, machte fleißig Notizen. Einen Titel für seinen ehrenamtlich ausgeübten Posten gibt es bei BaKi nicht, vielmehr ist es ein Freundschaftsdienst zu Trainer Saim Kök und eine gewisse Verbundenheit zu einem Verein, den Fischer bisher nur als Gegner kannte, dabei aber schätzen gelernt hatte: "Ich erinnere mich noch an die Zeiten, als ich mit der A-Jugend des ASV Fürth zu Bayern Kickers gefahren bin. Wir sind uns dann über all die Jahre immer wieder begegnet, das waren immer interessante und faire Duelle. Die Leute und der Verein dort - das hat mir schon immer irgendwie gefallen."

Reinhold Fischer unterstützt nun die Trainerarbeit beim FC Bayern Kickers. Ab der kommenden Saison wird er voraussichtlich bei einem anderen Verein eine Mannschaft coachen.
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Von jenen Sympathien wusste auch BaKi-Coach Saim Kök, der nach dem Abschied Fischers aus Gutenstetten in Rücksprache mit dem Verein einfach mal Kontakt aufnahm. "Wir haben uns schon immer gut verstanden. Nachdem ich erfahren habe, dass Reinhold nicht mehr in Gutenstetten ist, habe ich ihn einfach mal angerufen. Ich begreife es als Chance, mir auch mal eine andere Meinung anzuhören und von einem erfahrenen Trainer weiter dazuzulernen", so Kök, der schelmisch nachschiebt: "Außerdem hat mir Reinhold erklärt, dass seine Frau es nicht verstehen würde, wenn er jetzt plötzlich immer dienstags und donnerstags zu Hause bleiben sollte".

Klare Kompetenzen mit Blick eines "Externen"

Ein Kompetenzgerangel gibt es dabei nicht: "Saim ist und bleibt der Chef", stellt Fischer klar und ergänzt: "Für mich ist die komplett neue Rolle in der zweiten Reihe spannend, auch ich lerne dazu. Wir tauschen uns immer wieder aus, versuchen das Bestmögliche für die Truppe zu erreichen", gibt sich Fischer ehrgeizig, auch wenn sein Engagement in klarer Absprache nur bis Saisonende bei BaKi laufen wird: "Zur neuen Saison werde ich recht sicher wieder als Trainer bei einem anderen Verein arbeiten."

Kök freut sich über die zusätzliche Unterstützung im Trainerteam, den Blick eines bislang "Externen", nachdem Sascha Rurainski aus zeitlichen Gründen als Co-Trainer nicht mehr zur Verfügung steht. "Ich denke, da sind wir jetzt sehr gut aufgestellt. Gemeinsam mit dem Trainer der 2. Mannschaft Eddy Kacar und Torwart-Trainer Markus Kaiser haben wir ein richtig gutes Team."

Es wächst etwas heran: Von Asche zu Rasen

Der Rasen auf dem B-Platz des FC Bayern Kickers ist nun gewachsen und soll ab dem kommenden Jahr wieder zur Verfügung stehen.
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Schwierig gestaltet sich die Trainingsarbeit dann eher aus anderen Gründen. Denn der eigentliche Trainingsplatz beim FC Bayern Kickers wurde über den Sommer angelegt und soll vernünftigerweise diesmal ohne Belastung überwintern. Für die Herrenteams bedeutet dies alles andere als leichte Trainingsbedingungen auf dem Allwetterplatz der DJK BFC. "Wir jammern nicht, wir nehmen das an. Denn wir sehen ja auch, dass beim Verein viel für uns getan wird und wir dann Top-Bedingungen ab dem kommenden Jahr haben werden", sagt Kök.

Stabilität als Basis

Kurioserweise ist ein klarer Aufwärtstrend auszumachen, seitdem der Trainingsplatz eigentlich weniger hergibt. Nach drei 1:4-Niederlagen in Folge, nur sechs Punkten aus zehn Spielen gab es beim 3:0-Sieg in Hüttenbach ein echtes Lebenszeichen. Dem knappen 2:3 in Gutenstetten folgte ein 1:0-Erfolg gegen Cagri und am Sonntag ein 0:0  bei der SpVgg Erlangen. Kök fasst zusammen: "Nach dem schwachen Start und den wiederkehrenden Fehlern hinterfragt man sich selbst natürlich auch. Aber man merkt seit einigen Wochen in vielerlei Hinsicht, dass die Jungs es nun kapiert haben, worum es geht. Die Stimmung in der Truppe ist super, denn sie merken, dass sie sich für ihren Einsatz belohnen. Es macht derzeit sehr viel Spaß, wenn man sieht, dass die Mannschaft die Vorgaben annimmt und auch umsetzt."

BaKi-Keeper Markus Kaiser hielt in den vergangenen vier Spielen drei Mal die Null fest. Defensive Stabilität ist derzeit angesagt, um weiter zu punkten.
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Jene Vorgaben sind von einer stabilen Defensive geprägt. "Die Spielweise muss zu den Spielern passen, die zur Verfügung stehen. Ich kann kein Harakiri spielen, auch wenn ich mir wünsche, dass wir uns spielerisch weiterentwickeln." Ein gutes Indiz war dabei sicherlich, dass Kök und Fischer in ihrer Analyse nach dem Remis bei der Spieli nicht komplett zufrieden waren: "Läuferisch und kämpferisch war das astrein! Das ist eine sehr gute Basis, alles weitere gilt es sich ebenfalls zu erarbeiten, dann ist in solchen Spielen auch mehr drin."

Der Seriensieger kommt 


Am Sonntag wartet nun mit dem SV Schwaig der derzeit vermeintlich größte Brocken der Liga. "Ich habe höchsten Respekt vor der Arbeit und der Erfolgsserie der Schwaiger, aber ich habe keine Angst! Wir müssen wieder unangenehm zu bespielen sein, dann werden sie keinen Spaß gegen uns haben", blickt Kök voraus auf das Heimspiel gegen den Primus am Sonntag. Es soll ein weiterer Mosaikstein sein, um bis zur Winterpause zumindest aussichtsreich im Rennen um die Relegation zu liegen und am Saisonende den Klassenerhalt zu schaffen. Kök und Fischer werden gemeinsam daran basteln.

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