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Artikel veröffentlicht am 11.10.2018 um 11:30 Uhr
Wacker kämpft um den Anschluss: "Aktuell steckt der Wurm drin"
Der SV Wacker steckt mit aktuell acht Zählern in den Tiefen der Kreisliga fest. Dabei zeigte die Sattler-Elf bislang teils ansprechende Leistungen, belohnte sich aber zu selten, weil individuelle Fehler bessere Resultate verhinderten. Spielleiter Robert Danninger betrachtet bei fussballn.de die Situation und wagt einen Ausblick auf den anstehenden Weg seiner Alm-Kicker.
Von Michael Watzinger
Der SV Wacker hat bislang einen schweren Stand in der Kreisliga. Trotz teils ordentlicher Leistungen steckt die Sattler-Elf im Abstiegskampf.
Christian Günther
"Letzte Saison ist uns nach einer überragenden Hinrunde in der zweiten Saisonhälfte die Luft ausgegangen - vielleicht nimmt die Saison dieses Jahr ja einen genau umgekehrten Verlauf", nimmt Robert Danninger die aktuelle Situation seines SV Wacker mit einem Augenzwinkern. 

Dabei ist dem Spielleiter der 1. und 2. Mannschaft die Ernsthaftigkeit der Lage aber durchaus bewusst. Mit acht Zählern aus den ersten elf Partien steckt das Team von der Wacker-Alm derzeit tief im Tabellenkeller fest. Gründe gibt es auch Sicht der Verantwortlichen mehrere: "Einerseits hat bei uns schon ein gewisser Umbruch stattgefunden: neben dem Verlust der Leistungsträger McCargo, Czub und Robl hatten wir ja auch auf dem Trainerposten eine Veränderung. Wobei man hier deutlich sagen muss, dass unser Coach, Stefan Sattler, die Aufgabe kurzfristig übernommen hat, seine Sache wirklich gut macht und nach wie vor die volle Rückendeckung von Verein und Mannschaft hat! Es ist für ihn aber aktuell nicht einfach, weil wir neben den Abgängen auch Schichtarbeiter haben, die nicht immer zur Verfügung stehen. Zudem gesellen sich dazu dann noch schwerwiegende verletzungsbedingte Ausfälle wie die von Trebes, Birchner oder zuletzt Gövert - momentan steckt einfach der Wurm drin."

Der SV Wacker (hier in orange im Spiel gegen die DJK Falke) war in dieser Saison zwar auch einigen Spitzenteams zunächst einen Schritt voraus und führte, dennoch verhinderten einfache Fehler bessere Resultate. Die Sattler-Truppe steckt somit mit acht Punkten im Tabellenkeller fest. 
Christian Günther

Dass in den bisherigen Partien zudem auch immer wieder einfache vermeidbare individuelle Fehler bessere Resultate verhindern, ärgert Danninger ebenfalls: "Wir spielen guten Fußball. Oftmals gehen wir in Führung - auch gegen die aktuellen Spitzenmannschaften. Dann aber machen Unkonzentriertheiten den Vorsprung zunichte. Am besten wäre es für uns, wenn wir 90 Minuten durchspielen würden - ohne Halbzeitpause. Nach dem Seitenwechsel brauchen wir immer unsere Zeit, um wieder zu unserem Spiel zu finden."

Gelegenheit, das Phänomen der fehlenden Konstanz in den 90 Spielminuten zu beobachten, hatte der neutrale Beobachter auch am letzten Wochenende, als der SV Wacker zweimal im Heimspiel gegen den KSD Hajduk in Front lag, am Ende allerdings nur eine 2:2-Punkteteilung geschrieben stand.

Nun also geht es für die Mannschaft von Stefan Sattler am Wochenende gegen die zuletzt stark auftretende SpVgg Mögeldorf 2000. Auch die Mögeldorfer hatten zu Beginn der Spielzeit ihre Probleme sich in der neuen Spielklasse zurechtzufinden, zählen aber aktuell zu den formstärksten Teams der Liga. Dennoch ist Danninger vor dem anstehenden Duell nicht Bange. "Die Liga ist allgemein total ausgeglichen. Wir werden auf jeden Fall einen Weg suchen, um die Punkte diesmal einzufahren und vielleicht den Bock umzustoßen."

Mittelfristig wünscht sich der Spielleiter, dass seine Truppe den Anschluss an das rettende Ufer herstellt. "Bis zur Winterpause wollen wir versuchen, wieder in Schlagdistanz zu den Nichtabstiegsplätzen zu sein."

Das Ziel für diese Saison ist der Klassenerhalt. Eine besondere Motivation für den Ligaverbleib führt Danninger mit einem Ausblick auf das nächste Jahr an. Dann feiert der SV Wacker sein 100-jähriges Bestehen. "Diesen Geburtstag wollen wir natürlich im Kreisoberhaus feiern!"

Ausblick auf die anstehenden Partien:

Bereits am Samstag empfängt Tuspo Roßtal auf der heimischen Sportmeile das Überraschungsteam der DJK Falke (14 Uhr). Spitzenreiter SV Hagenbüchach gastiert am Sonntag bei der DJK Eibach und will weiter vorne weg marschieren. Ausgeglichene Begegnungen darf man unterdessen zwischen dem SV Raitersaich und der Turnerschaft Fürth sowie zwischen dem Post SV und der SGV Nürnberg-Fürth 1883 erwarten. Kellerkind TSV Fischbach will im Heimspiel gegen den SV Poppenreuth nach dem letzten Erfolgserlebnis am liebsten gleich weiter nachlegen. Der FC Stein versucht unterdessen den jüngsten Negativlauf gegen den KSD Hajduk zu stoppen und hofft ebenso auf einen Heimdreier wie der SV Burggrafenhof, der den SC Germania zu Gast hat.   

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Die Spiele am Wochenende



Tabelle Kreisliga Nürnberg

Pl.
Team
Sp
Tore
Pkt
1
11
32:19
25
2
11
25:17
22
3
10
24:17
20
4
11
30:22
19
6
11
18:12
17
7
11
23:16
16
8
11
14:23
16
10
11
24:21
14
11
11
15:21
13
12
11
13:21
13
13
11
19:22
12
14
11
12:26
10
16
11
13:25
8
Direkter Vergleich bei Punktgleichheit

Formbarometer Kreisliga Nürnberg

Pl.
Team
Tore
Pkt
 
SpVgg Mögeldorf
11:4
10
 
DJK Falke
11:5
10
 
Raitersaich
12:11
7
 
6:3
6
10
6:6
4
 
8:10
4
13
SC Germania
4:8
3
15
3:13
1
16
3:15
0
Punkte aus den letzten 4 Spielen. Rechtes Kästchen = letztes Spiel, 2. Kästchen v.r. = vorletztes Spiel usw. Farben: grün = Sieg, weiß = Unentschieden, rot = Niederlage, grau = kein Spiel.

Teamvergleich

 
vs
Tabellenplatz
16
 
9
gewonnene Spiele
2
 
5
Zu-Null-Spiele
2
 
2
Spiele ohne Treffer
1
 
2
Formbarometer*
2
 
10
erzielte Tore
18
 
29
versch. Torschützen
5
 
12
Direkte Duelle **
0
0
1
Team-Vergleich
1
:
6
* Punkte aus den letzten vier Spielen, ** nur Pflichtspiele berücksichtigt.


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