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Artikel veröffentlicht am 06.07.2018 um 12:45 Uhr
Nach Geissler-Abgang: Satzinger: "Nicht nur auf Heilsbringer verlassen!"
Mit 24 Toren war Daniel Geissler im vergangenen Spieljahr so etwas wie die Lebensversicherung beim ASV Fürth. Aber auch nach dessen Wechsel in die Bayernliga zum ASV Vach ist man an der Magazinstraße guter Dinge, schließlich gab es regen Zulauf - auch von Rückkehrern.
Von Marco Galuska
Wilhelm Satzinger.
Sebastian Baumann
Die Vorbereitung beim ASV Fürth läuft auf Hochtouren. "Da tummeln sich derzeit knapp 30 Leute auf dem Trainingsplatz, die Jungs ziehen gut mit, die Arbeit macht nach wie vor Spaß", berichtet Trainer Wilhelm Satzinger.

In eine Depression ist man an der Magazinstraße ob des Abgangs von Daniel Geissler zum ASV Vach nicht verfallen. "Daniel wird uns natürlich fehlen, denn auf ihn konnte man sich immer verlassen, er hat nie gejammert, war immer zu 100 Prozent bei der Sache und hat natürlich Spiele für uns entschieden. Dass er nun in der Bayernliga spielt, sei ihm absolut gegönnt. Er hat sich bei uns wohl gefühlt, aber es war auch eine klare Absprache, dass er - wenn sich seine berufliche Situation als Polizist normalisiert - schon wieder höherklassig spielen will. Insofern kam es für uns nicht überraschend, alles lief sauber ab - und der Rückweg ist für ihn natürlich immer frei", stellt Satzinger seinem Unterschiedsspieler der Vorsaison ein glänzendes Zeugnis aus.

Daniel Geissler ist mittlerweile für den ASV Vach auf Torejagd.
fussballn.de

Spieler müssen wieder 10 bis 15 Prozent mehr machen

24 Tore hatte Geissler beigetragen, damit der ASV Fürth auch in der kommenden Saison in der Bezirksliga spielen kann. "Allerdings muss man auch sagen, dass sich viele Spieler sehr auf ihn verlassen haben. Das hat sich dann schon eingeschlichen, dass andere zehn bis fünfzehn Prozent weniger gemacht haben, weil sie dachten, der Dani macht das schon. Nun ist der Heilsbringer weg, und alle sind wieder mehr gefordert", gewinnt der Trainer-Routinier dem neuen Umstand Positives ab.

Mit Blick auf die Transfers in der Sommerpause erfreut Satzinger der gute Zulauf, den sein Team erfahren hat. "Wir haben auf alle Fälle die Quantität gesteigert. Nun gilt es daraus eine entsprechende Qualität auf den Platz zu bringen. So richtig wissen wir noch nicht, wo wir stehen, aber wir sind trotzdem guter Dinge, dass wir wieder eine gute Runde spielen, um am Ende die Klasse zu halten." 

Rückkehrer an die Magazinstraße

Roman Mersch ist zurück beim ASV Fürth.
Udo Pesteritz

Viele junge Spieler sind hinzugekommen, zumeist aus unteren Ligen, aber mit Perspektive. "Es ist doch eine schöne Aufgabe für einen Trainer mit den jungen Burschen zu arbeiten und zu versuchen, diese in den Stamm einzubauen." Mit Roman Mersch kehrt indes auch ein Spieler aus der Bezirksliga vom Ligakonkurrenten FSV Stadeln zurück. Überhaupt erfreulich ist die Tatsache, dass sich Spieler an ihre Zeit beim ASV wohl positiv erinnern und wie Jan Schuhmann oder Kaan Büyüknisan sich zu einer Rückkehr entschlossen haben.

Marco Klein vor Comeback


Ganz frisch reiht sich da nun auch Marco Klein ein. "Ich kenne ihn noch aus meiner Zeit beim TV 48 Erlangen, da habe ich als gegnerischer Trainer noch in genauer Erinnerung, dass er damals gegen uns ein sensationelles Tor gemacht hat. Ich habe mir berichten lassen, dass es nicht immer ganz einfach mit ihm war, freue mich aber sehr auf die Zusammenarbeit, vor allem weil er von sich aus gekommen ist. Ich denke, er ist auch älter geworden, wir müssen ihn natürlich erst einmal körperlich fit bekommen nach seiner Pause."

Marco Klein (hier noch im Trikot des SC Viktoria) kehrt zum ASV Fürth zurück.
fussballn.de

Vierter Test am Abend beim ATSV Erlangen

Bereits das vierte Testspiel steigt am heutigen Abend (19 Uhr) beim ATSV Erlangen, ehe am Sonntag die Titelverteidigung beim Zirndorfer-Cup in Angriff genommen werden soll. Auf die drei bisherigen Tests blickt Satzinger mit gemischten Eindrücken zurück, ausgerechnet das mit 3:1 gewonnene Testspiel gegen die U19 der SG Quelle Fürth schmeckte ihm am wenigsten. "Wir haben zur Halbzeit 2:0 geführt, dann komplett durchgetauscht und dann viel zu überheblich gespielt. Da war ich nicht zufrieden."

Mehr Lob gibt es für das Team für die beiden 1:3-Niederlagen gegen Neumarkt und Kornburg. "In Kornburg hätte es auch anders ausgehen können. Wir haben einen Elfmeter vergeben und hatten gute Chancen. Mit dem Auftritt war ich einverstanden."

Persönliches Erfolgserlebnis im Familienduell mit Marco Christ

Für Satzinger ein persönlich besonderes Spiel war der erste Test beim ASV Neumarkt. Schließlich ist er der Onkel vom neuen ASV-Coach Marco Christ. "Es war in all den Jahren tatsächlich das allererste Duell gegeneinander. Als wir dann schon 0:3 hinten waren, hat er deutlich reingerufen, dass er zu Null spielen wollte. Drei Minuten später haben wir dann zugeschlagen", lacht der ASV-Coach über den persönlichen Erfolg im Familienduell.

Zum Auftakt der neuen Saison geht es für den ASV zum FC Hersbruck: "Da haben wir immer gut ausgesehen und viel Lob bekommen, aber nur wenig mitgenommen. Das wollen wir diesmal natürlich ändern." Im Anschluss kommt dann der ASV Weisendorf an die Magazinstraße, auch hier will Satzinger mit seinem Team noch etwas gutmachen. Mit ein paar Prozent von allen mehr, könnte das gelingen.

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Transfers ASV Fürth

Zugänge
Mittelfeld
Baiersdorfer SV
Mittelfeld
TSV Buch
Mittelfeld
Jul 2018
pausierte
Sturm
SG Quelle Fürth 2
Mittelfeld
Jul 2018
Mittelfeld
pausierte
Sturm
Mittelfeld
Abgänge
Jul 2018
pausiert
Sturm
ASV Vach (BAYL)
Mittelfeld
pausiert
Abwehr


Saisonbilanz D. Geissler

 
18/19
3
0
0
0
1
0
0
17/18
32
24
2
0
2
1
0
16/17
21
1
0
1
3
1
0
Gesamt
56
25
2
1
6
2
0

Ligen-Einteilung


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