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Artikel veröffentlicht am 02.08.2026 um 10:55 Uhr
Viel zu früh gegangen: Der Amateurfußball trauert um Angelo Walthier
Der Amateurfußball in der Region zeigt sich geschockt und trauert: Viel zu früh und äußerst plötzlich ist Angelo Walthier im Alter von nur 36 Jahren verstorben. Mit Walthier, unter anderem für den TSV Johannis 83, den FSV Stadeln sowie den SV 73 Nürnberg-Süd am Ball und seit dieser Saison Spielertrainer in Leerstetten, verliert die Region einen allseits beliebten und hochgeschätzten Menschen.
Von Michael Watzinger
Angelo Walthier
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Es ist eine Nachricht, die den Amateurfußball in der Region Nürnberg/Frankenhöhe und weit darüber hinaus innehalten und trauern lässt: Angelo Walthier ist in der Nacht zum Samstag nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von nur 36 Jahren verstorben. Für viele völlig überraschend stand Walthier doch noch vor einigen Wochen im Saisonendspurt der vergangenen Kreisliga-Saison für seinen TSV Johannis 1883 auf dem Feld, steuerte dabei gegen den Tuspo Nürnberg und den STV Deutenbach jeweils einen Treffer bei und war auch beim letzten Schritt seiner 83er auf dem Weg zur Meisterschaft sowie der anschließenden Aufstiegsfeier auf Mallorca mittendrin – frische Erinnerungen und Bilder, welche die grausame Nachricht unwirklich erscheinen lassen. 

Mit seinem TSV Johannis 1883 feierte Kapitän Angelo Walthier noch vor wenigen Monaten emotional die Kreisliga-Meisterschaft.
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Mehr als nur ein Fußballspieler

Nun hinterlässt "Ange", wie er von vielen genannt wurde, eine enorme Lücke und ob der Plötzlichkeit vielerorts auch Fassungslosigkeit. Im Herrenbereich für den TSV Johannis 1883, den FSV Stadeln, den SV 1873 Nürnberg-Süd, den BSC Erlangen, den TSV Kornburg, den TSV Neustadt/Aisch, in Adelsdorf und in Gutenstetten bis hinauf in die Landesliga aktiv, war Walthier für seinen unbändigen Einsatzwillen bekannt und stellte sich lange Jahre als Angreifer, später auch immer wieder als Innenverteidiger, in den Dienst der Mannschaft. Er scheute sich nicht davor, Verantwortung (zuletzt als Kapitän der 83er) zu übernehmen, hatte gerade für jüngere Mitspieler immer ein offenes Ohr und galt als echter Typ mit klarer Haltung und Meinung, der dennoch für fast jeden Spaß zu haben war.

Darüber hinaus erhielt Walthier auch seitens gegnerischer Vereine die verdiente Anerkennung. Nicht nur seine sportlich zweifelsohne besonderen Qualitäten, sondern vor allem auch sein Verhalten nötigten hierbei überall besonderen Respekt ab: Als Kind der "alten Schule" gab der faire Sportsmann innerhalb der 90 Minuten stets alles für seine Farben und hielt mit seiner Meinung dabei selten hinter dem Berg. Nach dem Schlusspfiff aber war Walthier für jeden Plausch und Austausch zu haben und blickte objektiv auf die zurückliegenden Geschehnisse. Nicht nur innerhalb seiner Mannschaften und Vereine war er ein gerne gesehener und allseits beliebter Gesprächspartner – mit seiner offenen, ehrlichen, humorvollen und manchmal auch flapsigen Art verband "Ange" weit über die jeweilige Vereinsgrenze hinaus. Er war ein Paradebeispiel dafür, wie der Amateurfußball sein sollte!

Trotz seines sportlichen Ehrgeizes kamen die menschliche Komponente und die Freude am Fußball bei Angelo Walthier (l., hier im Trikot des FSV Stadeln) nie zu kurz.
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Die Fußstapfen von Vater Klaus

Es passte ins Bild, dass Angelo Walthier seine teils höherklassigen Erfahrungen im inzwischen fortgeschrittenen Fußballeralter an die jüngere Generation weitergeben wollte. In der vergangenen Spielzeit trat er im Herbst 2025 deshalb bewusst einen Schritt zurück, um in der Rückrunde während bzw. kurz nach einer langwierigen Verletzung die 2. Mannschaft des TSV Johannis 83 als Trainer zu unterstützen und die jungen Spieler auf ihrem Weg zu fördern. Die Idee, in die Fußstapfen seines Vaters Klaus Walthier – selbst lange Jahre äußerst erfolgreich im Junioren- und Herrenbereich als Übungsleiter tätig – zu treten, verfestigte sich immer mehr.

So entschied sich Angelo Walthier, das Kapitel Johannis 83 nach der geglückten Bezirksliga-Rückkehr nach 21-jähriger Abstinenz zu schließen und im Juli als Spielertrainer beim Kreisklassisten SV Leerstetten seine erste hauptverantwortliche Trainerstation anzutreten, ehe nun die traurige Nachricht sämtliche Pläne zunichtemachte.

Der Amateurfußball verliert mit Angelo Walthier viel zu früh nicht nur einen herausragenden Fußballer, sondern einen noch viel besseren Menschen. Unsere Gedanken und unser tiefes Mitgefühl gelten seiner Familie, seinen Angehörigen und allen, die ihm nahestanden.

Mach's gut, Angelo, du wirst uns und dem gesamten hiesigen Amateurfußball enorm fehlen!

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Steckbrief A. Walthier

Angelo Walthier
Spitzname
Ange
Alter
36
Todestag
01.08.2026
Nation
Deutschland


Spielerstationen A. Walthier


Trainerstationen A. Walthier

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