Tarsis Bonga behauptet den Ball im Derby gegen den TSV Aubstadt.
FC Würzburger Kickers
Wer kann anstelle von Zejnullahu den Unterschied machen?
Die
Würzburger Kickers sind mit einem 1:1-Unentschieden gegen den FV
Illertissen in die Rückrund gestartet. In den verbleibenden zwei
Spielen vor der Winterpause gilt es für die Unterfranken den Kontakt
zur Ligaspitze nicht weiter abreissen zu lassen. Am Samstag geht es
für die Elf von Cheftrainer Marc Reitmaier zur DJK Vilzing.
Spielmacher Zejnullahu fällt mal wieder aus
Anfang
der Woche wurden die „Rothosen“ 118 Jahre alt. So wirklich
Party-Stimmung kommt am „Dalle“ in dieser Saison aber noch nicht
auf. Einerseits spielt die Reitmaier-Elf eine grundsolide Saison,
andererseits fehlt der Mannschaft in den meisten Spielen aber auch
das gewisse Etwas. Trotzdem hält aber auch die stolze Serie von
jetzt zwölf Spielen ohne Niederlage weiter an. Gegen Verfolger
Illertissen gingen die Würzburger durch einen Treffer von Torjäger
Tarsis Bonga in der ersten Hälfte in Führung. Kurz vor dem
Pausenpfiff sah dann jedoch Mittelfeldspieler Tim Kraus die
Ampelkarte. In Unterzahl gelang es der Reitmaier-Elf nicht, den Sieg
über die Zeit zu bringen. Kurz vor Schluss glich Illertissen durch
einen Elfmetertreffer, letztlich verdient, aus. Der Plan in der
Halbzeitpause war es eigentlich, trotz eines Mannes weniger auf einen
zweiten Treffer zu gehen, verriet Coach Reitmaier hinterher. Sei es
über Standardsituationen oder nach Konterangriffen. Das gelang
nicht. Vielleicht auch, weil der Kreativspieler und
Standardspezialist im Kader, Eroll Zejnullahu, fehlte. Mal wieder.
Der 31-Jährige fehlte in fast der Hälfte der Spiele verletzt. Nur
in vier seiner zehn Einsätze spielte er die kompletten 90 Minuten.
Zuletzt fiel der gebürtige Kosovare wegen einer Entzündung an der
Achillessehne aus. Ob er in diesem Jahr noch einmal zum Einsatz
kommt, ist noch in der Schwebe.
Kann Bonga in die Rolle des Unterschiedsspielers schlüpfen?
Vielleicht
ist es Zeit, dass daher andere Spieler im Kader in die Rolle des
Unterschiedsspielers schlüpfen. Die individuelle Qualität dafür
bringen einige Akteure im Kickers-Kader mit. Allen voran Tarsis
Bonga. Der 28 Jahre als Stürmer erzielte gegen Illertissen seinen
neunten Saisontreffer. Nicht nur wegen seines Karriereweges ist Bonga
eine ungewöhnliche Erscheinung in der Regionalliga Bayern. Denn
trotz seiner 1,96 Meter Körpergröße ist der ältere Bruder von
Basketball-Welt- und Europameister Isaac Bonga, technisch beschlagen,
überaus beweglich und wendig. Im Gesamtpaket ist Bonga, der in allen
18 Saisonspielen von Beginn an auf dem Rasen stand, schwer zu
verteidigen. Wären da nicht zwischenzeitliche Phasen, in denen er im
Spiel zu sehr untertaucht, die in der Saison eben auch immer wieder
vorkamen. Nach Einsätzen in der Bundesliga (drei für den VfL
Bochum), in der 2. Bundesliga (24 für den VfL Bochum und Eintracht
Braunschweig) und der Dritten Liga (89 für den FSV Zwickau, 1860
München, Chemnitzer FC und Hallescher FC) ist der Würzburger
Dallenberg für Bonga so etwas wie die letzte Ausfahrt als
Profifußballer. Es könnte zu einer Erfolgsgeschichte werden. Am
„Dalle“ entdeckt Bonga seinen Torriecher. Noch nie gelang es ihm,
im Herrenbereich in einer Saison zweistellig zu treffen. Im
Kickers-Trikot könnte ihm das noch vor der Winterpause gelingen. Die
Fans würde es freuen, dann würde vielleicht auch die Sehnsucht nach
dem Unterschiedsspieler Eroll Zejnullahu erstmal etwas geringer
werden.
Aufgebot letztes Spiel Würzburger Kickers (TSV Buchbach, 28.11.2025):
Hipper,
Kurzweg,
Uhl,
Hemmerich,
Hägele,
Farahnak,
Meisel,
Nischalke (78.
Cissé),
Ochs,
Berisha (86.
Gögce),
Muteba (90.
De Moura Moraes) /
Guttenberger,
Zekiroski,
Omore,
Deppner,
Knaus,
Hofmann