Von BSC Erlangen
Ein deftiges Debakel für den BSC Erlangen. Mit einer tadellosen Leistung entführten die Schützlinge von Thomas Adler hochverdient die drei Punkte und bereiteten den Dedaj-Schützlingen dabei eine schmerzhafte 2:6-Schlappe. Begünstigt wurde der Gästesieg von einer Undiszipliniertheit des Erlanger Torhüters Deva, der nach einer berechtigten Elfmeterentscheidung in der 75. Minute mit Gelb-Rot das Spielfeld verlassen musste. Von Beginn an präsentierte sich die junge Quelle-Elf als laufstarkes Team und brachte die BSC-Abwehr das ein ums andere Mal gehörig ins Schwitzen. Durchaus überraschend ging dann der BSC in der 25. Minute in Führung, als Dedaj einen angeschnittenen Freistoß aus 22 Metern ins Netz jagte. Mit der Halbzeitführung im Rücken hofften die Erlanger Zuschauer auf eine Steigerung im zweiten Durchgang. Der aber begann wie die erste Hälfte und Gerber jagte von derselben Stelle wie Dedaj die Kugel zum verdienten Ausgleich ins Erlanger Gehäuse. Danach erneut eine klare Überlegenheit der Gäste, wobei Boxler und Wellhöfer die Gästeführung jeweils auf dem Fuß hatten. Die kam dann mit einem klassischen Doppelschlag in der 61. und 62. Minute. Zuerst brachte erneut Gerber mit einem angeschnittenen Heber aus elf Metern die Quelle Elf zur 2:1-Führung und eine Minute später war der agile Boxler zur Stelle und erhöhte auf 3:1 aus Quelle-Sicht. Einer der wenigen sehenswerten Spielzüge der Erlanger brachte die Heimmannschaft wieder ins Spiel zurück. Dedaj zog über rechts auf und davon und seine präzise Flanke drückte Dydowicz im zweiten Versuch über die Linie. Was dann folgte war neben der spielerischen Überlegenheit die zusätzliche Entscheidung für die Gäste. In der 75. Minute wurde Boxler von BSC-Torhüter Deva gefoult, blieb aber am Ball. Schiedsrichter Rolle, der eine tadellose Leistung ablieferte, wartete den Vorteil ab. Nachdem Boxler die Kugel nicht unterbrachte, zeigte Rolle auf den Elfmeterpunkt und Deva die Gelbe Karte. Der überzog seinen Protest derart und musste zu Recht mit Gelb-Rot vom Feld. Der eingewechselte Hartlehnert musste kalt ins Spiel und hatte gegen Boxlers Elfmeter keine Chance. In der Folge zerlegten die Gäste den BSC nach Strich und Faden. In der 82. Minute erhöhte erneut Boxler auf 5:2 und kurz vor Schluss schloss der eingewechselte Schulze zum 2:6 ab.
Fazit: Eine glänzend aufgelegte Quelle-Elf zeigte Fußball aus dem Lehrbuch. Selten hat man an der Schallershoferstrasse so dominiert wie die Gäste aus Fürth. Beim BSC fehlten mit Skordas, Yilmaz, Frey und Goldammer vier potenzielle Stammspieler. Zudem sorgte Deva mit seiner Undiszipliniertheit für eine zusätzliche Überlegenheit der Gäste, die war aber an diesem Abend derartig gravierend, das es an der Niederlage eh nichts geändert hätte. Der jungen Quelle-Elf gehört in dieser Form absolut die Zukunft.
Spielbericht eingestellt am 03.09.2010 11:57 Uhr