Von Johannes Jung
Fußball ist manchmal ein Geduldsspiel. Es genügt völlig, wenn man beim
Schlusspfiff mit 1:0 führt. An diese alte Weisheit fühlte sich so mancher der
zahlreichen Zuschauer erinnert, wenn die Angriffsbemühungen der Gastgeber
mal wieder in der doppelten Viererkette der Bezirkshauptstädter hängen geblieben waren. Die Gäste verlegten sich auf eine verstärkte Defensive mit nur
wenigen echten Offensivaktionen, so dass die Hersbrucker Abwehr einen recht gemütlichen Nachmittag verlebte. Da aber auch die Gastgeber - sehr zum Unwillen ihres Trainers - vor allem in der ersten Halbzeit nicht so recht in
die Gänge kamen, bleibt als einzig nennenswerte Aktion ein Schuss von Marco Meitert, der dem Ansbacher Torwart Deeg einige Mühe bereitete. Die zweite Halbzeit zeigte zu Beginn einige schöne Aktionen, wie von Philipp Lämmermann, doch bald schlief das Spiel wieder ein. Ansbach beschränkte sich nur noch auf die Defensive und Hersbruck ging mit seinen wenigen Chancen grob fahrlässig um (Christian Werginz, Meitert), bis in der letzten Minute der regulären Spielzeit Berkan Caglar sich mit dem Ball durch den Ansbacher Strafraum wühlte und das runde Leder aus etwa zehn Metern im Gehäuse des Gegners unterbrachte. Dabei blieb es trotz vier Minuten Nachspielzeit, und das zu Recht, denn die einzige Mannschaft mit nennenswerten Toraktionen waren die Gastgeber. Wie gesagt, Fußball ist eben manchmal ein Geduldsspiel, man muss bis zum Schluss seine Chance suchen.
Spielbericht eingestellt am 15.08.2010 18:27 Uhr