Von SpVgg Zeckern / R.A.
Nach dem 3:3 im Hinspiel wollten diesmal beide Teams unbedingt drei Punkte einfahren. Besonders die heimische SpVgg Zeckern stand nach zuletzt durchwachsenen Leistungen, mit teils guten Phasen und Leistungen aber meist schlechten Ergebnissen und einer langen Verletztenliste unter Zugzwang. Neben mehreren Langzeitausfällen mussten die Zeckerner auch kurzfristig auf einige wichtige Spieler (u.a. P. Räuber, Kreuzer, Heber, Sinelis...) mit muskulären Problemen oder anderweitigen Ausfällen verzichten.
Die Anfangsphase gehörte klar den Gästen aus Lauf, die zunächst mehr Ballbesitz hatten und das Spiel kontrollierten. Zeckern brauchte eine gute Viertelstunde, um in die Partie zu finden. Trotz der optischen Überlegenheit der Laufer sprang zunächst wenig Zwingendes heraus. Ab Mitte der ersten Halbzeit kam die SpVgg dann besser ins Spiel und erarbeitete sich einige Halbchancen, die jedoch zu überhastet oder unpräzise ausgespielt wurden. Die größte Möglichkeit hatten Faulhaber und Lengenfelder, deren Abschlüsse aber am Tor vorbeigingen oder dem Torhüter keine Probleme bereiteten. Somit ging es mit einem leistungsgerechten 0:0 in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel erwischte Zeckern den besseren Start. Die Heimelf kam engagiert aus der Kabine, setzte die Gäste früh unter Druck und erspielte sich gute Möglichkeiten. Doch die Abschlussschwäche, die die SpVgg derzeit plagt, blieb bestehen – wieder fehlte entweder die Präzision, oder der Torwart der Gäste war zur Stelle.
Wie so oft im Fußball rächte sich das: In der 67. Minute gingen die Gäste aus Lauf quasi aus dem Nichts in Führung. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld segelte der Ball lange in den Zeckerner Strafraum, wo sich niemand zuständig fühlte. Am Ende landete der Ball vor den Füßen von Sebastian Brückner, der aus kurzer Distanz zum 0:1 einschob.
Kurz darauf musste Max Wölfel von der SpVgg mit einer Zeitstrafe vom Feld. Trotz Unterzahl zeigte Zeckern Moral und kam durch Stefan Räuber in der 74. Minute zum verdienten Ausgleich. Doch die Freude währte nur kurz und die folgende Szene sorgte für Diskussionen.
Während Betreuer und Trainer der Heimelf die abgelaufenen zehn Minuten der Zeitstrafe gestoppt hatten und Wölfel nach Ablauf dieser wieder aufs Feld schicken wollten, erklärte der Linienrichter, dass er noch rund 20 Sekunden auf seiner Uhr habe. Der Hauptschiedsrichter wiederum meinte, auf seiner Stoppuhr seien es sogar mehr als 60 Sekunden – aber offenbar gehen die „Schiedsrichter-Uhren“ anders.
Und genau in dieser Phase nutzten die Gäste die Unterzahl nochmals eiskalt aus: Mario Bickel traf in der 76. Minute zur erneuten Führung. Nur drei Minuten später legte der konstanteste Schütze der Liga nach, allerdings erneut unter umstrittenen Umständen. Nach einem Lattentreffer prallte der Ball zurück auf Bickel, der diesen per Kopf auf oder knapp hinter die Linie bugsierte, der Torwart parierte, doch im Getümmel entschied der Linienrichter, obwohl er nicht ganz auf Höhe der Grundlinie war, auf Tor. Der Schiedsrichter übernahm das Signal und gab den Treffer zum 1:3.
Damit war das Spiel entschieden. Zeckern versuchte zwar nochmals alles, doch der Doppelschlag hatte den Gastgebern endgültig den Stecker gezogen. Der Laufer SV brachte den Vorsprung clever über die Zeit und feierte am Ende einen in Summe auch nicht unverdienten 3:1-Auswärtserfolg.
Spielbericht eingestellt am 09.11.2025 20:19 Uhr