Im Lokalderby wollte der SV Tennenlohe endlich den ersten offiziellen Sieg am grünen Rasen einfahren. “Ich rechne mir heute schon etwas aus aufgrund der Aufstellung der Spieli”, sagte Fabian Wedel vor dem Spiel, weil bei den Erlangern viele Leute fehlten. Die halbe Mannschaft musste aus verschiedenen Gründen pausieren. “Und irgendwann müssen wir ja gewinnen.” Den Hausherren gefiel die personelle Lage gar nicht. Als "beschissen" bezeichnete Lukas Gerstle die vielen Ausfälle seiner Mannschaft, gab aber das große Ziel aus: “Es zählt heute nur der Sieg, egal wie.”
Wer bekommt die Flanke zwischen Paul Lehmann (links) und Felix Brütting.
Sebastian Baumann
Die Spieli begann druckvoll und ließ die Gäste erst einmal nicht zur Entfaltung kommen. Gleich nach drei Minuten hatte Erlangen eine Doppelchance und Samuel Schubert setzte den Ball knapp am linken Gebälk vorbei. Eine Minute später versuchte sich der freigespielte Noel Vartan mit einem schwachen Abschluss. Nach einem Querpass schloss Moritz Müller viel zu schwach ab, ehe der auffälligste Spieler der Hausherren einen Antritt hinlegte. Nach einem Doppelpass stand Samuel Schubert alleine vor dem Kasten, aber Keeper Rüdel brachte noch die Fingerspitzen an seinen Schuss. Bis auf einen Schuss nach einem Konter durch Michael Wegner kam vom SVT relativ wenig. Nach einer halben Stunde belohnten sich die Hausherren dann. Piero Gizzarelli ging an drei Gegenspielern vorbei, legte in den Lauf zu Noel Vartan, der präzise auf die andere Seite des Strafraums spielte. Dort stand Schubert und machte den Ball humorlos rein. Keine fünf Minuten später wurde Schubert wieder mit einem Steckpass in Szene gesetzt und schnürte seinen Doppelpack. Jetzt war Tennenlohe wach und hatte durch Leon Brandl eine erste gute Chance. Besser machte es Leon Schimming, der ziemlich einfach freigespielt wurde und einschieben konnte.
Piero Gizzarelli wird von Quentin Djawadi verfolgt.
Sebastian Baumann
Nach dem Halbzeitpfiff änderte sich nicht viel. Zwar senkte sich ein Standard von Benedikt Theobald aufs Tornetz, danach vollendete Samuel Schubert aber seinen dritten Streich. Nach einem starken Angriff scheiterte Henrik Zieroth nach einem präzisen Querpass am Hüter. Den Abpraller machte Schubert erneut eiskalt in die Maschen. Moritz Müller hatte sechs Zeigerumdrehungen die Möglichkeit, zu erhöhen, fand aber seinen Meister in Rüdel. Das hätte sich fast gerächt, denn im direkten Gegenzug setzte Quentin Djawadi den Ball mit einem Distanzschuss nur knapp links am Kasten vorbei. Ähnlich knapp war dann ein Kopfball von Attilio Scalera, der hauchzart rechts am Aluminium vorbeiging. Sowohl Henrik Zieroth, der am Bein des Hüters scheiterte, als auch Wynton Kube hatten kurz darauf nicht genügend Zielwasser getrunken. Deutlich besser machte es der frisch eingewechselte und ehemalige Tennenloher Sebastian Gumbrecht, der den Ball nach einem Standard traumhaft mit der Innenseite und aus der Luft links oben im Kasten unterbrachte. Spätestens jetzt war die Partie entschieden. Lennard Grüner hatte zwar noch eine Tormöglichkeit, aber auch die ging vorbei, sodass es beim verdienten Endergebnis blieb.
Felix Brütting klammert Dilan Rashed.
Sebastian Baumann
Spielbericht eingestellt am 30.08.2025 20:05 Uhr