Von Wolfgang Dienstbier
Nach der Pleite von Zeckern, zeigte das Team von Trainer Andy Speer ihr wahres Gesicht. Von Beginn an bestimmten sie die ersten 45 Minuten und wirbelten mit schnellem Flügelspiel die „Spieli“–Elf gehörig durcheinander. Die „Spieli“ dagegen zu umständlich und ungenau im Spiel nach vorne. Vor allem Lange und Dieng waren nicht in den Griff zu bekommen. Bei ihren Abschlüssen zeigte sich Keeper Felix Ryssel hellwach und verhinderte einen frühen Rückstand seiner Mannschaft. Dann sprintete Dominik Wagner mit der Kugel übers halbe Feld, legte klasse für Dieng auf, doch auch hier war der „Spieli“-Keeper Sieger. Verlierer war er dann in der 25. Minute, als er ohne Not und übermotiviert an der Torauslinie knapp innerhalb des Strafraums den ASV-Stürmer foulte. Den fälligen Strafstoß verwandelte Lange souverän. Damit setzte sich die Serie der „Spieli“-Keeper, Tore auf ihrem Konto, fort. Schon fünf Minuten später klingelte es schon wieder im „Spieli“-Tor. Ullmann spielte schnell steil auf Dieng, der freistehend Keeper Felix Ryssel keine Chance ließ und den Doppelpack schnürte. Zum ersten Mal richtig gefährlich vor dem ASV-Tor wurdes es in der 36. Minute aber im Gewühl brachte Attilio Scalera aus wenigen Metern den Ball nicht über die Torlinie. Mit der zweiten Chance, in der Nachspielzeit (45.+1), war man erfolgreicher. Moritz Müller konnte sich endlich mal am Flügel durchsetzen, sein genaues Zuspiel auf Noel Vartan verwandelte dieser zum wichtigen Anschlusstor vor dem Pausenpfiff. Damit kam bei den Erlangern wieder Hoffnung auf.
Nach der Pause standen die Gäste tiefer und setzte auf Konter. Die Mannen von Trainer Lukas Gerstle zeigten eine gute Moral und versuchten immer wieder hinter die Abwehr zu kommen. In der 60. Minute hatte der ASV die große Chance, den Sack zuzumachen. Nach einem Fehler im Spiel nach vorne, zielte der Angreifer frei vorm Tor knapp daneben. Die Hausherren stürmten unverdrossen weiter, zögerten allerdings zu oft beim Abschluss oder sahen den Mitspieler nicht. In der 79. Minute zeigte dann Flint Eckstein wie es auch geht und man den Ball nicht ins Tor tragen muss. Sein Strahl aus 28 Metern rauschte an allen vorbei in den rechten Torwinkel und ließ auch Torhüter Michael Wagner nicht den Hauch einer Chance. Nun endlich spielte die „Spieli“ wie entfesselt, witterte Morgenluft am Abend und wollte den Sieg. Als der eingewechselte Fabian Schweiker, kurz vorm Spiel direkt vom Air Port aus dem Urlaub kommend, in die Tiefe geschickt wurde, zog Bagaric kurz vor der Strafraumgrenze oder darauf die Notbremse. Mit Rot ging er vom Platz. Den Freistoß setzte der sonst beste Erlanger Piero Gizzarelli-Rivas in die Abwehrmauer. In der Nachspielzeit gab es dann noch Gelb-Rot für den zweifachen Torschützen Steven Lange. Auf Grund der Moral und einer Steigerung in der zweiten Halbzeit ein gerechtes Unentschieden.
Spielbericht eingestellt am 04.09.2025 15:29 Uhr