Von TSC Neuendettelsau Social Media
Durch ein 2:0 (1:0) beim FSV Erlangen-Bruck konnte der TSC Neuendettelsau seinen ersten Auswärtssieg seit Ende August in der Landesliga Nordost feiern. Sehr zur Freude der zahlreich mitgereisten Zuschauer zeigte die Elf um Kapitän Simon Zenker dabei eine läuferisch und kämpferisch überragende Vorstellung und wurde dafür am Ende mit drei Punkten belohnt.
War der TSC Neuendettelsau in den vergangenen Spielzeiten in der Kreis- und Bezirksliga überwiegend um Ballbezitzfußball und spielerische Dominanz bmüht, so wählen die Verantwortlichen derzeit auch aufgrund der Tabellen- und Personalsituation einen eher pragmatischen Ansatz. Dabei arbeitet das gesamte Team konzentriert, geduldig, bisweilen stoisch gegen den Ball und legt in seiner Gesamtheit eine bisher nicht gekannte Leidensfähigkeit an den Tag. Um dieses Stilmittel weiter zu festigen, erwies sich das Spitzenteam aus Erlangen als der perfekte Sparringspartner: Mit hoher Spielfreude, guten Positionsspiel, pfeilschnellen Außenstürmern und stark ausgeprägten Selbstbewusstsein dominierten die Gastgeber das Spiel und ließen Ball und Gegner laufen. Vor dem Tor jedoch konnten sie sich gegen die dichtgestaffelte Abwehr um die Innenverteidiger Simon Zenker und Alexander Roth zu selten durchsetzen oder agierten nicht konsequent genug. Exemplarisch dafür die Drangphase zwischen der 30. und 40. Minute, als Umut Dogan, Nikola Milovski und Daniel Lustig in aussichtsreichen Positionen den Ball nicht richtig trafen sowie Adam Roth nach einem Missverständnis zwischen Torhüter Einzinger und Zenker in höchster Not kurz vor der Linie retten konnte. Als der Brucker Nicolas Wolf nach 44 Minuten eine Freistoßflanke vor dem einschussbereiten Maximilian Hirschmann klären wollte, dabei aber zur TSC Führung ins eigene Tor traf, war der bisherige Spielverlauf auf den Kopf gestellt.
Zwei Minuten nach dem Wiederanpfiff des überzeugenden Bayernligaschiedsrichters Alexander Arnold (DJK Waldberg) erlief Moritz Ortner einen Querpass von Innenverteidiger Patrick Schindler und behielt nach dem darauf folgenden Alleingang die Übersicht. Seinen Querpass versenkte der für den angeschlagenen Hirschmann eingewechselte Yannick Lehnert humorlos ins langen Eck zum 0:2. Die weitere Spielzeit konnte Neuendettelsau sämtliche Angriffsversuche der zunehmend entnervt wirkenden Gastgeber und auch deren insgesamt 15 Ecken weg verteidigen. Vor allem die laufstarke Doppelsechs um die Routiniers Michael Arnold und Adam Roth schaffte es immer wieder die Lücken zu schließen und die schnellen Außenverteidiger Oliver Moll und Denis Avramovic konnten viele Laufduelle auf den Flügeln gewinnen. Damit stand am Ende ein etwas schmeichelhafter und von den Neuendettelsauer Fans lautstark bejubelter Auswärtssieg auf der Brucker Anzeigetafel.
Trotz des optimalen Starts in die Restrückrunde muss sich der TSC in den nächsten Wochen fußballerisch wieder steigern, um die für den Klassenerhalt notwendigen 40 Punkte einzufahren.
Spielbericht eingestellt am 09.03.2026 00:42 Uhr