Als “unangenehm gefährlich” bezeichnete Philip Messinschlager vor dem Spiel den Gegner, der zuletzt dreimal gewinnen konnte und spätestens damit seine Landesliga-Tauglichkeit unterstrichen hatte. “Das Spiel wird sicher nicht einfach”, sagte Trainer Benrd Baier mit Blick auf die volle Kapelle, die die Hausherren aufbieten konnte. Im Hinspiel war der Aufsteiger richtig vermöbelt worden, erinnerte sich der Übungsleiter nur ungern an das Heimspiel gegen die Brucker. “Wir haben aber dreimal in Serie gewonnen und wollen schon einen Punkt mitnehmen, auch wenn dann bei uns alles passen muss, weil der Gegner der spielstärkste in der Liga und richtig gut ist.”
Malik Pankey stoppt den Ball. Nico Plätzer lauert.
Sebastian Baumann
Von Beginn an spielte Bruck druckvoll nach vorn und schnürte die Gäste im Handball-Style ein. Alexander Piller hätte das schnell belohnen können, traf aber nach einer flachen Ecke nur Aluminium. Danach kam von den Bruckern der letzte Ball nicht, sodass es wenig spannend war. Die Gäste kamen nur nach zwei Steckpässen vor die Kiste, aber jeweils passte Keeper Izbudak auf. Erst nach 20 Minute wurde es auf der Gegenseite wieder gefährlich, als Nikolas Boukouvalas den Ball im Anschluss an eine Ecke ans Außennetz setzte. Keine fünf Minuten später fiel dann doch die hochverdiente Führung. Daniel Lustig hatte sich gut durchgesetzt und den Ball zu Umut Dogan gespielt. Der Außenbahnspieler schlenzte die Pille überlegt ins rechte Eck. Das Tor beflügelte aber die Hausherren noch nicht wirklich, außer dass die nächste Szene knappe neun Zeigerumdrehungen später wieder saß. Dieses Mal konnte der Keeper eine an sich harmlose Flanke von Samukl Arles nicht festhalten und erneut war Dogan zur Stelle und staubte ab. Jetzt wurde es bitter für die Gäste, denn nach einem scharfen Flachpass von Anton Gnerlich knallte Alexander Piller den Ball mit Hilfe der Latte ins Tor. Dabei blieb es auch, weil Dogan seinen dritten Versuch kurz vor der Halbzeit nicht nutzen konnte, da die Gästedefensive das Spielgerät im letzten Moment von der Linie grätschte.
Anton Gnerlich spielt den Ball vor Jan Bäuerlein zurück in den Strafraum.
Sebastian Baumann
In der zweiten Hälfte ließ es Bruck deutlich gemächlicher angehen, gegen weiter harmlose Gäste, und schonte frühzeitig Kräfte für das kommende Spitzenspiel gegen Münchberg. Burgebrach versuchte es mit einem Wechsel von Kutzelmann zu Lukas Wirth, der aber auch keine Wirkung hatte. Erst nach einer knappen Stunde tat sich etwas und das war der vierte Treffer der Hausherren. Mit einem lauten “Oh fuck!”, haderte Kapitän Anton Gnerlich mit einer eigentlich missratenen Flanke, die aber so schön abrutschte, dass sie hinten ins Tor fiel. Damit war der letzte Wille der Gäste gebrochen. Bruck hätte noch weiter erhöhen können. In der 72. Minute scheiterte erst Samuel Ares am Schlussmann, der auch bei der anschließenden Ecke gegen Daniel Lustig Sieger blieb. Weiter ging es auch danach nur in eine Richtung, allerdings merkte man den Bruckern dann schon an, dass fünf Stammkräfte eine verfrühte Pause bekommen hatten. Der fünfte Treffer der Brucker sollte aber dennoch fallen. Mit einem starken Ball aus dem Zentrum auf die Außenbahn spielte Anton Gnerlich Samuel Arkles frei. Der Goalgetter der Hausherren machte einen Haken und schoss einen Gegenspieler an, von dem aus der Ball ins Tor trudelte. Arles hätte fünf Minuten sogar selbst treffen können, scheiterte aber im Nachgang einer Ecke mit einem Fernschuss am Hüter.
Das Fallrückzieher von Nicolas Wolf ist leichte Beute des Hüters.
Sebastian Baumann
Durch den Patzer von Eintracht Münchberg in Mögeldorf kann der FSV jetzt mit breiter Brust ins Spitzenspiel am kommenden Wochenende und hat dabei die Möglichkeit sogar am Bayernliga-Absteiger vorbeizuziehen. Die Gäste müssen sich nicht grämen, denn gegen diese effektiven Brucker kann man als Aufsteiger schon verlieren.
Spielbericht eingestellt am 15.11.2025 16:25 Uhr