Alter, Geschlecht:
Erwachsene, männlich
Spieltag:
Saison 2025/26 - 6. Spieltag
Datum:
17.09.2025 19:00 Uhr
Sportstätte:
HUDSON-Sportpark SC 04 Schwabach, Platz 1
Spieler des Spiels
Moritz Weis
(SV Unterreichenbach)
Ohne die zahlreichen Paraden den Unterreichenbacher Schlussmanns wäre das Derby schon vor der Halbzeit entschieden gewesen. Auch zu Beginn des zweiten Durchgangs rettete er noch einmal famos und legte die Basis, dass seine Vorderleute sich immer mehr freischwimmen konnten und am Ende der Underdog noch einen Punktgewinn feiern durfte.
Spielbericht
Urus bestrafen Schwabachs Chancenwucher spät!
Vor der tollen Kulisse von 1400 Zuschauern zeigte sich in Schwabach ein Derby mit zwei verschiedenen Hälften. Der SC 04 diktierte vor der Pause klar das Geschehen, führte aber durch Wolemans Treffer nur mit 1:0. Nach dem Seitenwechsel wurden die Urus mutiger und belohnten sich mit dem 1:1-Ausgleich von Danninger in der Nachspielzeit für einen großen Kampfgeist.
Vorweg: Gewinner waren im Derby gewissermaßen beide Vereine! Der SC 04 Schwabach bot einen sehr gut organisierten Rahmen für die große Kulisse von offiziell 1400 Zuschauern, aus der freilich wieder der lautstarke Fanblock des SV Unterreichenbach herausragte. Es war ein Hauch von größerer Stadionatmosphäre, auf alle Fälle ein Ausnahmespiel in der Landesliga, das der BFV in Zukunft mit mehr Bedacht in den Terminkalender platzieren sollte. Denn jenes Duell vom 6. Spieltag hätte ursprünglich in den Ferien unter der Woche stattfinden sollen. Der Nachholtermin war zumindest etwas besser geeignet, der Zuschauerzuspruch entsprechend groß und bei aller Rivalität ging es stets sportlich fair zu.
Die Rollenverteilung verfestigte sich durch die Ergebnisse des vergangenen Wochenendes, an dessen Beginn der SC 04 Schwabach eine 7:0-Gala gegen Buckenhofen bot und der SV Unterreichenbach am Ende beim Schlusslicht in Röslau mit 2:4 den Kürzeren gezogen hatte.
Kevin Woleman ließ den SC 04 Schwabach früh jubeln. Dennoch war das 1:0 aufgrund der Anzahl an Torchancen für die Heimelf zur Pause recht wenig.
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Erwartungsgemäß übernahmen die Hausherren auch von Beginn die Regie. In der 7. Minute scheiterte Wackersreuther nach einem Eckball aus kurzer Distanz an SVU-Keeper Weis, der im weiteren Verlauf noch eine ganz wesentliche Rolle spielen sollte. So war der Schlussmann der Gäste zwei Minuten später gegen den von Wolemann glänzend freigespielten Omoregbee erneut mit einer Parade zur Stelle. Keine Abwehrchance gab es für den Rückhalt der Urus in der 19. Minute, weil Wolemans Schuss von der rechten Strafraumkante noch abgefälscht war und sich unhaltbar ins Tor senkte. Der SC 04 führte verdient und hatte das Spiel fest im Griff. Es dauerte eine halbe Stunde, ehe Gäste-Kapitän Frauenknecht nach einer Freistoßflanke per Kopf einen Abschluss auf das Tor des wenig beschäftigten Dennerlein brachte. Fünf Minuten später wurde Juric auf dem Weg zum Tor noch abgelaufen und Dennerlein klärte. Ganz anders war das Arbeitspensum von SVU-Torwart Weis, der nach einem Konter den Abschluss von Woleman zur Ecke abwehren konnte (37.) und auch bei einem Schlenzer von Winkler mit einer Parade die Kugel noch um den Pfosten drehte (39.). Auch gegen Wolemans Kopfball (41.) und Zillmanns Abschluss nach starker Ballannahme (45.) rettete Weis für seine Vorderleute. So war die beste Nachricht aus Sicht der Gäste, dass mit einem 0:1 noch Hoffnung für den zweiten Durchgang bestand.
Torwart Moritz Weis hielt seinen SV Unterreichenbach mit mehreren Paraden im Spiel, sonst wäre das Derby vorzeitig entschieden gewesen.
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Die Hoffnung hätte sich aber schnell verflüchtigen können, wenn nicht erneut Weis gegen Ruhrseitz nach Flanke von Götz großartig gerettet hätte (48.). Stattdessen folgte dann ein Chancen-Dreierpack für SVU-Offensivmann Distler, der wie ein Weckruf für die Gäste wirkte. Drei echte Bretter binnen 90 Sekunden vergab Distler: Zunächst traf er nach einer Ablage von der Grundlinie den Ball nicht sauber, dann köpfte er eine mustergültige Linksflanke aufs Tor, Dennerlein und die Unterkante der Latte verhinderten ebenso den Ausgleich wie ein missglückter Abschluss aus der Drehung über das leere Tor. Schwabach hätte die aufkeimende Hoffnung und das wachsende Selbstvertrauen der Urus im Keim ersticken können, doch Ruhrseitz köpfte nach dem einzigen Patzer von Weis die Kugel neben das Gehäuse (58.) und der frisch eingewechselte Meyer hatte sein Visier minimal falsch justiert (62.). So bog die umkämpfte, aber stets faire Partie allmählich in die Schlussphase ein, Unterreichenbach hatte sich die Oberhand mit viel Leidenschaft erkämpft. Doch die Abschlüsse von Frauenknecht (79., 80.) waren noch zu hoch angesetzt. Klarner hatte hingegen besser gezielt, aber Dennerlein aufmerksam zugepackt (82.). Und dann lief schon die Nachspielzeit und die Urus erarbeiteten sich noch einmal einen Eckball, den Distler per Kopfballablage noch einmal scharfmachte und an dessen Ende dann Danninger die Kugel aus kurzer Distanz ins Schwabacher Netz und Unterreichenbacher Glück bugsierte.
Groß war die Begeisterung im Block der Urus auf der Tribüne nach dem späten Erfolgserlebnis.
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Spielbericht eingestellt am 17.09.2025 23:49 Uhr