Von Tobias Ebner, Fränkischer Tag
Die Gastgeber ließen in den Anfangsminuten den Ball schön zirkulieren und kamen in der 4. Minute zu einer ersten Kopfballchance. Tim Strasser prüfte SCG-Schlussmann Sebastian Vogel, doch der war auf dem Posten. Danach wurde Großschwarzenlohe etwas mutiger und kam in der 8. Minute zu einem ersten, harmlosen Schuss von Christian Heinloth. Zwei Minuten später spielten die Gäste mit einem langen Diagonalball Timo Kräftner auf rechts frei, doch seine Hereingabe ging ins Nichts. Der FC Eintracht hatte in der 14. Minute noch einmal einen Abschluss durch Valentin Schmitt zu verzeichnen, doch dann verflachte die Partie zusehends und verblieb bis zum Pausenpfiff auf einem äußerst überschaubaren Niveau.
Die Offensivaktionen ließen sich an einer Hand abzählen: In der 24. Minute forderten die Domreiter einen Elfmeterpfiff, den sie jedoch nicht bekamen, eine Minute später lief Paul Kraußold alleine auf Vogel zu und scheiterte im Eins-gegen-Eins. Schüsse von Luca Ljevsic (37., 43.) wurden vom Großschwarzenloher Keeper entschärft. Und die Gäste meldeten sich nur noch in der 30. Minute einmal im Domreiter-Sechzehner an, doch der FCE klärte die Situation.
SC Großschwarzenlohe verliert Schwarz
So gab es in der ersten Halbzeit nur noch einen Aufreger: Nach einem Foul am Mittelkreis stellte Schiedsrichter Hannes Hemrich den SCG-Spieler Philipp Schwarz mit Roter Karte vom Platz. Eine harte Entscheidung, die zumindest im torlosen ersten Durchgang keinen Einfluss mehr hatte.
Die zweite Halbzeit startete wie erwartet: Die Bamberger setzten sich in der Großschwarzenloher Hälfte fest, doch der Abwehrblock der Gäste stand felsenfest. Stattdessen hatte der SCG in der 53. Minute die bis dato größte Chance des Spiels: Heinloth wurde über links steil geschickt und lief allein auf das Bamberger Tor zu. Sein Abschluss rollte an FCE-Keeper Benedikt Willert vorbei – und klatschte an den Innenpfosten. In der Mitte verpasste der mitgelaufene Marc Roth den Ball.
Nach rund einer Stunde war das Spiel für mehrere Minuten unterbrochen, nachdem der Großschwarzenloher Justin Opcin auf der rechten Abwehrseite umgeknickt war und der Rettungsdienst auf den Platz kommen musste. Für ihn kam Dominik Egerer ins Spiel (63.). Nach vorne gelang den Domreitern in dieser Phase kaum etwas, gefährlich wurde es erst wieder in der 74. Min., als der eingewechselte Pfahlmann über rechts durchbrach und Kraußold zum Kopfball kam.
Pfahlmann bringt den FCE in Führung
Eine Minute später war gab es dann die große Chance für die Bamberger, per Handelfmeter in Führung zu gehen. Pfahlmann ließ sich diese Gelegenheit nicht nehmen und brachte den Ball zum 1:0 im Tor unter. Nun hatten die Bamberger mehrere Gelegenheiten, die Führung auszubauen. Doch Kraußold scheiterte allein auf Vogel zulaufend (82.), wenig später konnte Ljevsic die gute Vorlage von Kraußold nicht verwerten (87.).
So war noch einmal zittern angesagt, denn Großschwarzenlohe drängte in den Schlussminuten trotz Unterzahl auf den Ausgleich. Das eröffnete dem FCE jedoch Räume für Konterangriffe, und einen dieser Konter nutzte er. In der dritten Minute der Nachspielzeit war David Lang allein auf weiter Flur, und dieses Mal überwand er den SCG-Torhüter. Das 2:0 war gleichzeitig der Endstand.
Nach der biederen Vorstellung stellte sich FC-Trainer Jan Gernlein hinter seine Mannschaft und erklärte, dass sie aufgrund des Abstiegs aus der Regionalliga und der ausbleibenden Erfolge in den letzten Spielen „natürlich verunsichert“ sei. „Diese Verunsicherung hat man, glaube ich, auch gemerkt. Vor allem wenn man die Jungs kennt. Jetzt haben wir uns mit dem Sieg auf jeden Fall etwas Gutes getan und hoffen, dass das etwas freisetzen kann.“
Spielbericht eingestellt am 27.08.2025 16:07 Uhr