Von Marco Galuska
Wieder führte der FSV Stadeln nach einer starken Halbzeit gegen ein vermeintliches Spitzenteam zur Pause mit 2:0, am Ende stand erneut ein 5:2, aber diesmal für die Hausherren, die teilweise den Tabellenführer Fortuna Regensburg entzauberten und sich vorerst selbst auf den Thron der Bayernliga Nord setzen dürfen.
Bei besten äußeren Bedingungen zeigte sich Stadeln gewillt, den zuvor souveränen Spitzenreiter aus Regensburg die Stirn zu bieten. In der 8. Minuten überrumpelte der FSV mit einem schnellen Ball in die Spitze die Fortuna-Hintermannschaft, Pulkrabek blieb cool und besorgte die Führung. Nach exakt einer Viertelstunde hatte dann Gäste-Kapitän Schmitt den Ausgleich auf dem Fuß, scheiterte aber mit seinem Schuss am Pfosten. Das Spiel hätte da vielleicht eine andere Wendung annehmen können, andererseits war die Führung des FSV alles andere als schmeichelhaft. Vielmehr war Regensburg noch gut bedient und durfte froh sein, dass Weber (18.) und Perst (23.) die Hundertprozentigen liegen ließen. Nachdem Perst die tolle Vorarbeit von Pulkrabek nicht verwertet hatte, wollte es der Kapitän gleich danach noch einmal wissen, brach wieder über links durch und zwang mit einer tollen Vorlage letztlich Gäste-Spieler Bockes zum Eigentor (24.). Regensburg versuchte zwar zu seinem Spiel zu finden, war einerseits zu fehlerbehaftet, andererseits immer in Gefahr, ins gefährliche Umschaltspiel der Dedaj-Elf zu laufen. Fortuna-Keeper Köpper pflückte Perst, der ihn schon halb umspielt hatte, gerade noch den Ball vom Fuß (35.). der Chancenwucher hätte sich beinahe gerächt, doch Akbakla parierte nach einer Ecke gegen Milletich aus kurzer Distanz stark (39.).
Wie schon zuletzt gegen Kornburg führte Stadeln nach einer überzeugenden ersten Hälfte mit 2:0, gegen die Nürnberger gab es danach einer Lehrstunde, die in eine 2:5-Niederlage mündete. Diesmal bot man selbst Anschauungsunterricht, wie es laufen kann. Einen üblen Fehlpass von Berg nahm Weber auf und versenkte den Ball mit einem unhaltbaren 25-Meter-Schuss gleich zum 3:0 (47.). Ehe sich die Gäste geschüttelt hatten, stand es dann schon 4:0, weil Höhenberger in Torjägermanier eine Rechtsflanke von Zieglmeier verwandelte (55.). Regensburg war angezählt und Stadeln hatte noch nicht genug: Nach Zuspiel von Ahmed nahm Siefert den Ball auf und versenkte die Kugel von halbrechts in den linken oberen Winkel - 5:0 (65.). Den Ehrentreffer der Gäste verwehrte Akbakla zunächst mit einer starken Parade gegen Hedider (67.). Stadeln verwaltete in der Folge das Ergebnis, bis kurz vor Schluss, da verkürzte dann Hedider mit einem Doppelpack (87., 90.) doch noch. Es war die klassische Ergebniskosmetik bei einem absolut verdienten Stadelner Sieg gegen einen Gegner, der angesichts seines Tabellenstandes enttäuschte - und sich aktuell vorerst hinter dem FSV, der den Spitzenrang übernommen hat, einreiht.
Spielbericht eingestellt am 08.08.2025 22:03 Uhr