Der Beginn war verheißungsvoll, Coburg kam gut rein und hatte die erste Möglichkeit, doch dabei sollte es auch über die gesamten 90 Minuten bleiben. Ganz anders die Gäste, Stadeln war ab der zehnten Minute gut im Spiel, hatte die Partie zu jeder Zeit im Griff, pirschte sich immer mehr an das Coburger Tor heran und nahm am Ende gegen harmlose Coburger verdient die drei Punkte mit nach Mittelfranken.
Norik Höhn im Zweikampf mit Simon Klug.
Mirco Schuberth
Im Duell der Aufsteiger spielte der FC Coburg ein 4-2-3-1, die Gäste aus Stadeln ein 4-4-2 und die Gastgeber fanden ganz gut in die Partie, Maximilian Graß kam nach Zuspiel von Civelek in den Strafraum, doch anstatt selbst abzuschließen, spielte er etwas zu ungenau den Ball quer, das Leder blieb zwar im Spiel, doch der Nachschuss ging nur an das Außennetz. Coburg lief in der Anfangsphase früh an, verlor aber nach kurzer Zeit schon etwas den Faden und die Gäste, die ein wenig brauchten, um ins Spiel zu kommen, steigerten sich von Minute zu Minute und hatten durch Siefert und Ahmed die ersten beiden Abschlüsse aus der Distanz, die aber den Weg ins Tor nicht fanden. In den ersten 20 Minuten hatten beide Mannschaften auch viele Fehlpässe im Aufbau in ihrem Spiel, Coburg spielte zudem ungewöhnlich den einen oder anderen Flugball, was Cheftrainer Schiebel gar nicht gefiel. Spielerisch hat der FCC nach wie vor noch viel Luft nach oben, Ansätze waren immer wieder da, aber dabei blieb es auch. Stadeln übernahm mehr und mehr das Kommando und war in der Offensive immer wieder aus der Distanz gefährlich, vor allem Siefert wurde immer wieder gesucht, den nächsten Abschluss hatte aber Perst nach gut 20 Minuten, sein Vollspannheber ging aber über das Tor. Das Spiel verflachte dann immer weiter und fand überwiegend zwischen den Strafräumen statt, wobei Coburg nach vorn fast gar nicht mehr stattfand, es fehlten einfach die Ideen, um gefährlich vor das Tor der Gäste zu kommen. Stadeln machte es in der Endphase der ersten Halbzeit dann aber richtig gut, sie spielten schnell nach vorne, meist durch die Zentrale und verlagerte dann auf die Flügel, und kamen so zu der einen oder anderen Möglichkeit. Die gefährlichste dann kurz vor der Pause, Siefert bekam wie so oft das Leder in der Zentrale, spielte dann den Ball auf die rechte Seite zu Zieglmeier und der flankte den Ball nach innen auf Perst, doch dessen Kopfball ging nur an die Latte, Glück für Coburg in dieser Situation, denn die Führung wäre durchaus verdient gewesen. So aber ging es torlos in die Pause und vor allem die Gastgeber hatten diese dringend nötig, um sich neu zu sammeln.
Leon Siefert erwartet den Ball, dahinter lauert Maximilian Tranziska.
Mirco Schuberth
Nach der Pause gleich wieder der FSV Stadeln, wieder war der agile Leon Siefert mit einem Schuss aus der Distanz, doch der Ball ging knapp am Tor vorbei. Coburg wechselte zur Pause dreifach, doch der erhoffte Aufschwung blieb aus, nach vorne gab es so gut wie keine Aktionen und auch nach hinten war man nicht immer sattelfest und hatte überhaupt keinen Zugriff auf die Partie. In der 53. Minute wurde Siefert dann von Tranziska im Strafraum zu Fall gebracht, der Unparteiische zeigte sofort auf den Punkt, eine harte, aber vertretbare Entscheidung. Marco Weber schnappte sich das Leder, schoss den Ball aber weit über das Tor und so blieb es weiterhin beim torlosen 0:0. Wer gedacht hatte, das Coburg vielleicht dies als Hallo-Wach nahm, sah sich getäuscht, die Vestekicker fanden nach vorne weiterhin nicht statt und hatten in der Defensive auch ihre Probleme und so fiel dann fünf Minuten nach dem Strafstoß der verdiente Führungstreffer für den FSV Stadeln, nach einer Flanke von der rechten Seiten von Weber auf Siefert kam Letzterer mit dem Kopf an den Ball und dieser landete im langen Ecke des FC Coburg. Nur sechs Minuten später wieder Stadeln mit einem Angriff, der Ball war schon im Strafraum, dreimal wurde ein Abschluss von den Gästen geblockt, dann wollte Tranziska den Ball klären, doch dieser trudelte unglücklich ins eigene Tor zum 0:2 für den FSV Stadeln, ein wenig sinnbildlich für das Spiel des FC Coburg am heutigen Tage. Die Mittelfranken waren den Gastgebern in allen Belangen überlegen, sie standen gut in der Defensive, gewannen nahezu alle Zweikämpfe und spielten gut und schnell nach vorne, oft über die Zentrale und dann nach außen und so wurde es immer wieder gefährlich. Auch die Standards waren nicht ungefährlich, Kaiser mit einer Ecke auf Köstler an den zweiten Pfosten, doch Krempel konnte den Ball zur Ecke abwehren. Sieben Minuten vor dem Ende war es dann Civelek, der das Leder in der gegnerischen Hälfte mal unter Kontrolle bringen konnte, er schloss auch ab, doch Akbakla hatte mit dem harmlosen Schuss keine Probleme, für Coburg war es erst der zweite Abschluss in diesem Spiel. Kurz vor Spielende setzte Stadeln dann noch eins drauf, nach einem verunglückten Rückpass von Lauerbach erlief sich Celahmetovic den Ball und schloss mit einem sehenswerten Lupfer zum 0:3-Endstand ab. Danach war die Partie gelaufen, für den FC Coburg ein gebrauchter Tage, für die Gäste aus Stadeln bereits der zweite Auswärtssieg im zweiten Auswärtsspiel und noch dazu ein absolut verdienter.
Leon Siefert im Zweikampf mit Maximilian Tranziska.
Mirco Schuberth
Es war ein hochverdienter Sieg für den FSV Stadeln, die ab der zehnten Minute die Partie im Griff hatten. Sie standen gut in der Defensive, waren nach vorne immer wieder gefährlich und belohnten sich in Halbzeit zwei für eine wirklich engagierte Leistung gegen enttäuschende Coburger, die heute bis auf die ersten Minuten keinen Zugriff auf die Partie bekamen.
Spielbericht eingestellt am 02.08.2025 02:08 Uhr