Das Auftaktspiel der Bayernliga Nord war auch eine Premiere - denn noch nie gab es ein Ligaduell des FSV Stadeln gegen den SC Eltersdorf. Zugleich war es die Premiere der Gäste in der Bayernliga und auch eine Rückkehr für Manfred Dedaj. „Ich wohne ja praktisch ums Eck, hab selbst in Eltersdorf gespielt und dort meine Hochzeit gefeiert. Nun darf ich mit meinem Herzensverein, bei dem ich schon so lange bin, dort zum Eröffnungsspiel antreten, das ist schon besonders“, freute sich der ehemalige Mittelfeldregisseur auf das Duell mit seinem Kontrahenten Bernd Eigner. Der Quecken-Dompteur freute sich ebenso auf das Spiel vor einer tollen Kulisse. „Wir wollen – wie alle – gut in die neue Saison starten. Dass wir gleich im Eröffnungsspiel ran dürfen, steigert die Vorfreude noch einmal zusätzlich. Wir hoffen natürlich auf viele Zuschauer und eine tolle Kulisse mit guter Atmosphäre. Wir gehen als Favorit in die Begegnung – und das wollen wir auch von Beginn an zeigen.“ Bei den Hausherren hatte sich Karim Said im internen Ranking in die Startelf gespielt und spielte von Beginn an, Neuzugang Valantis Floros fehlte noch gesperrt und Last-Minute-Zugang Geremi Perera saß auf der Bank. Bei den Gästen begann der Ex-Quecke Tugay Akbakla im Kasten, mit Leon Ruqiki stand ein weiterer Neuzugang in der Startelf.
Manuel Stark wird von Marco Weber und Max Hering bearbeitet (v.l.)
Sebastian Baumann
Die Quecken begannen besser gegen sehr defensiv stehende Stadelner, spielten aber viel zu pomadig, um gefährlich vor den Kasten des FSV zu kommen. Ein Schuss von Manuel Stark, sowie zwei Möglichkeiten von Maximilian Göbhardt, der aber bei der besseren im Abseits stand, fielen in die Anfangsphase. Nach 15 Minuten konnte sich der FSV befreien und hatte eine erste Chance nach einem schmeichelhaften Freistoß durch Weber, der den Standard selbst herausgeholt hatte. Fünf Minuten später wurde der SCE ausgekontert. Zieglmeier legte überlegt quer und Salim Ahmed musste nur noch den Fuß hinhalten. Die Quecken machten weiter Druck, wenn auch immer viel zu langsam. Dennoch hätte Eltersdorf den Ausgleich machen können. Nach einem weiten Einwurf und Kopfballverlängerung von Göbhardt setzte Felix Rippert den Ball - ebenso per Kopf - nur Millimeter rechts am Gehäuse vorbei. Patrick Ort versuchte sich kurz danach per Standard, ehe Yannik Jassmann freigespielt wurde, seinen Abschluss zu zentral setzte. Als kurz danach Karim Said in den Strafraum eindrang und zurücklegte, roch es nach dem Ausgleich, im Gegenzug sollte aber die Schlüsselszene passieren. Stadeln konterte schnell nach vorn. Axel Hofmann musste aus dem Kasten und klärte den Ball, traf dabei aber auch Marco Weber, der clever den sterbenden Schwan gab. Der Schiedsrichter wertete dies als Notbremse und stellte den Schlussmann vom Platz. Zwar war der SCE danach weiter bemüht, stellte die gute Defensive der Gäste nie vor Probleme.
Tobias Schaffors bringt Leon Siefert zu Fall.
Sebastian Baumann
In der zweiten Halbzeit hatte weiterhin meist der SCE den Ball, brachte aber erst einmal nichts Offensives zustande. Erst Felix Rippert prüfte mit einem Schuss den Schlussmann, der aber sicher zupackte. Stadeln antwortete mit einem Pfund von Max Höhenberger, der die Kugel aus 20 Metern über die Latte drosch. Nach einer knappen Stunde hatte dann Tugay Akbakla erneut das Glück des Tüchtigen gegen Rippert, ehe ein Stadelner nach einer Ecke einen Aufsetzer von Geremi Perera weit vor der Linie wegschlagen konnte. Offensiv sorgte der FSV kaum für Entlastung, musste dies aber auch nie wirklich machen. Es langte ein weiterer Nadelstich. Mit einem schnellen Gegenangriff wurde David Perst angespielt, der den Ball über den heraus eilenden Hüter in die Maschen lupfte. Damit war die Partie praktisch entschieden. Einzig bei einem Schuss von Felix Rippert hätte es noch einmal eng werden können, doch mit einem Reflex boxte Tugay Akbakla das Spielgerät über die Latte. Zweimal wurde es noch gefährlich vor dem Stadelner Kasten: Einmal scheiterte Perera am Hüter, das andere Mal Göbhardt mit einem Standard. Den Rest spielte der Underdog clever runter.
Voller Körpereinsatz zwischen Yannik Jassmann und Max Hering (rechts).
Sebastian Baumann
Der FSV-Anhang feierte nach dem Spiel den Sieg fast schon überschwänglich - zu Recht, weil der Dreier hochverdient war und der Aufsteiger gezeigt hat, dass er nicht umsonst aufgestiegen ist. Ein Premieren-Dreier am ersten Spieltag gegen einen der Top-Favoriten, viel mehr geht nicht! Die Quecken müssen sich schütteln und werden mit der gezeigten Leistung auf alle Fälle nicht vorn mitspielen - Rote Karte hin oder her.
Spielbericht eingestellt am 18.07.2025 22:21 Uhr