Von JL
Es war angerichtet für ein echtes Endspiel im Heinz-Seidel-Stadion: Der TuS Feuchtwangen empfing am Samstagnachmittag die Sportfreunde Hofstetten zum letzten Spieltag der Bezirksliga. Die Ausgangslage versprach Spannung pur – und sie hielt Wort. Für den TuS, aktuell auf Rang 15, ging es um die letzte Chance auf den Klassenerhalt über die Relegation. Hofstetten, als Tabellenzehnter angereist, durfte sich ebenfalls nicht zu sicher fühlen, denn bei ungünstigem Verlauf der Parallelspiele drohte auch ihnen noch der Absturz in die Abstiegszone.
Die Partie begann entsprechend nervös. Beide Mannschaften tasteten sich zunächst ab, wobei die Gäste aus Hofstetten in den ersten zehn Minuten mehr Ballbesitz und Spielkontrolle verzeichneten. Doch zwingende Aktionen blieben zunächst aus – zu groß war die Angst, einen entscheidenden Fehler zu machen.
In der 14. Minute dann das erste offensive Lebenszeichen der Hausherren: Nach einem Freistoß von Sven Flügel kam Moritz Wolfram zum Abschluss, setzte den Ball jedoch über das Tor. Trainerteam und Fans schöpften Hoffnung – und reagierten: Bereits in der 25. Minute wurde Steven Bartels eingewechselt, der sofort für frischen Wind in der Offensive sorgte. Bartels war es auch, der in der 30. Minute mit einem Schuss knapp das Ziel verfehlte. Zehn Minuten später dann der Aufschrei auf den Rängen: Bartels zog aus rund 20 Metern ab – und traf die Latte. Es war die bis dahin größte Chance des Spiels und ein Sinnbild für den leidenschaftlichen Auftritt des TuS.
Auch nach der Pause blieb Feuchtwangen am Drücker. Wörner traf in der 46. Minute nur das Außennetz, Wolfram scheiterte wenig später mit einer starken Einzelaktion am gut reagierenden Keeper der Gäste. Trotz weiterer kleinerer Möglichkeiten fehlte dem TuS die letzte Präzision und Kaltschnäuzigkeit im Abschluss. Hofstetten blieb offensiv weitgehend harmlos. Die wenigen Chancen, die sich boten, vereitelte TuS-Schlussmann Jens Lindörfer souverän. Ab der 70. Minute wurde das Spiel zunehmend hitziger. Beide Teams agierten aggressiver, es hagelte Gelbe Karten – der Druck war spürbar.
In den letzten Minuten warf der TuS noch einmal alles nach vorne. Zwei Freistöße aus aussichtsreicher Position boten die Chance auf den erlösenden Treffer – doch beide blieben ungenutzt. Als der Schlusspfiff ertönte, war die Enttäuschung greifbar: Das torlose Remis reichte nicht aus. Besonders bitter: Die Ergebnisse der Parallelspiele spielten dem TuS in die Karten – ein eigener Sieg hätte tatsächlich für den Sprung auf den Relegationsplatz gereicht. Doch das entscheidende Tor wollte nicht fallen. So steht fest: Der TuS Feuchtwangen muss den bitteren Gang in die Kreisliga antreten.
Besonders schmerzhaft ist dieser Abstieg, weil die Mannschaft in den letzten Wochen eine beeindruckende Aufholjagd hingelegt hatte: Fünf Siege aus sechs Spielen hatten die Hoffnung auf den Klassenerhalt wieder entfacht. Doch das Aufbäumen kam zu spät.
Trotzdem bleibt ein Funken Hoffnung: Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie auf Bezirksliga-Niveau mithalten kann. Nun gilt es, die Enttäuschung zu verarbeiten, sich neu zu formieren und in der kommenden Saison in der Kreisliga – mit vielen spannenden Derbys – einen neuen Anlauf zu nehmen.
Spielbericht eingestellt am 17.05.2025 19:39 Uhr