Artikel vom 20.01.2022 19:46 Uhr
Zu schlechte Entwicklung: Norbert Nein muss in Gutenstetten gehen

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UPDATE Der SV Gutenstetten-Steinachgrund hat sich zu einem Trainerwechsel entschieden und Trainer Norbert Nein von seinen Aufgaben entbunden. Nachfolger wird ein Übungsleiter, der zuletzt einen Kreisligisten vor den Toren Erlangens an die Tabellenspitze geführt hat und jetzt beim ambitionierten Bezirksligisten neuen Schwung reinbringen soll. anpfif.info hat den neuen Trainer zum Gespräch gebeten.
Von Sebastian Baumann


Norbert Nein ist nicht mehr Trainer in Gutenstetten. Dies teilte der Verein in einer Pressemeldung mit. "Der Vorstand und Präsident des SVG Steinachgrund haben die sportliche Entwicklung der Hinrunde eingehend analysiert", heißt es in der Meldung. "Auch wenn zuletzt bezüglich des Tabellenstandes ein wenig durchgeschnauft werden konnte, fehlt uns die sportliche Entwicklung im Team. Wir laufen den Erwartungen hinterher, unter anderem im Kontext mit den sportlichen Erfolgen der anderen Mannschaften des SVG. Wir haben uns einvernehmlich geeinigt, das Engagement von Trainer Norbert Nein im Jahr 2022 nicht mehr weiter fortzusetzen, einen neuen Impuls ab der Rückrunde zu setzen."

Norbert Nein ist nicht mehr Trainer des SV Gutenstetten-Steinachgrund.
fussballn.de / Oßwald

Norbert Nein hatte das Traineramt vor der Saison übernommen und war zusammen mit seiner Mannschaft als einer der Top-Favoriten der Bezirksliga Nord ins Rennen gegangen. Nach einem schlechten Saisonstart - auch begründet durch viele verletzte und fehlende Spieler - konsolidierte sich Gutenstetten aber im Laufe der Hinserie und belegt aktuell den neunten Tabellenplatz. "Der Verein bedankt sich ausdrücklich für die geleistete Arbeit und den Einsatz. Wir wünschen Norbert weiterhin viel Erfolg auf seinem weiteren Weg und Danken Ihm für sein Engagement."

Joachim Schwarz übernimmt

Der Nachfolge steht bereits fest. Joachim Schwarz wird die Mannschaft ab sofort übernehmen. Zuletzt hatte der Übungsleiter den TSV Neunkirchen in der Kreisliga 2 in Erlangen-Pegnitzgrund trainiert und die Mannschaft in Tuchfühlung zum Meistertitel geführt. Überraschend hatte der Trainer dann im Winter sein Amt zur Verfügung gestellt. Zuvor hatte der 41-Jährige die SpVgg Heßdorf trainiert und war auch lange Zeit im Nachwuchsleistungszentrum des 1. FC Nürnbergs als Trainer aktiv. "Wir wünschen Joachim alles Gute für sein Engagement beim SVG und erhoffen uns den nötigen Schwung, weiterhin junge Spieler zu Integrieren und die Mannschaft spielerisch in der Rückrunde voranzutreiben. Viel Erfolg."

Joachim Schwarz ist der neue Trainer in Gutenstetten.
anpfiff.info

anpfiff.info
hat den neuen Trainer des SV Gutenstetten-Steinachgrund zum Gespräch gebeten:


Hallo Herr Schwarz, wie kam es zum Engagement in Gutenstetten?
Joachim Schwarz: Der Verein ist auf mich zugekommen und wir haben uns zunächst unverbindlich kennengelernt. Es war ein sehr angenehmes Gespräch und wir haben viele gemeinsame Vorstellungen bezüglich der zukünftigen Ausrichtung des Vereins geteilt. Neben den infrastrukturellen Möglichkeiten bietet Gutenstetten auch eine A-Jugend in der Landesliga, deren Talente es an den Herrenbereich heranzuführen gilt. Nachdem der Verein mir dann das Angebot für eine Zusammenarbeit unterbreitete, musste ich erst darüber schlafen, bin aber zu dem Schluss gekommen, dass es eine einmalige Chance ist, in Gutenstetten als Trainer arbeiten zu können. An dieser Stelle möchte ich mich nochmal ausdrücklich bei Neunkirchen bedanken, die mir unkompliziert und verständnisvoll die Freigabe für den Winterwechsel erteilt haben.

Und wie lange haben Sie Vertrag?
Joachim Schwarz: Wir haben uns zunächst auf eine Zusammenarbeit für die nächsten 2 1/2 Jahre geeinigt. Beide Seiten planen hier langfristig. Etwas zu entwickeln braucht nun mal Zeit. Kurzfristig forcierter Erfolg ist häufig auch nur von kurzer Dauer.

Wie sehen Sie das Potenzial der Mannschaft, von den Namen her sollte ja deutlich mehr drin sein als Tabellenplatz 9?
Joachim Schwarz: Das individuelle Potenzial ist unbestreitbar. Viele Jungs bringen Erfahrung aus Landes- und Bayernliga mit. Diese Qualität dann aber als Kollektiv auf den Platz zu bringen ist etwas ganz anderes. Das wollen wir in der Rückrunde besser machen. Zudem gilt es, die vielen Langzeitverletzten der Hinserie behutsam wieder aufzubauen.

Haben Sie Vorgaben vom Verein bekommen, einen Aufstieg kommende Saison beispielsweise?
Joachim Schwarz: In den kommenden Monaten geht es zunächst nicht um Platzierungen. Die Rückrunde bietet uns die einmalige Chance, uns auf die kommende Saison vorzubereiten. Daher versuchen wir - soweit möglich -, entwicklungsorientiert zu arbeiten, nicht nur ergebnisorientiert. Ein konkretes Ziel für die kommende Saison werde ich nach 90 Minuten mit der Mannschaft nicht ausgeben. Weitere Ziele werden wir sicherlich zu gegebenem Zeitpunkt formulieren.

Und was sind ihre persönlichen Ziele mit dem Team für die Saison und die kommenden?
Joachim Schwarz: Wenn ich merke, dass Trainingsinhalte am Spieltag umgesetzt werden, die Mannschaft eine klare Handschrift trägt und der Zusammenhalt in der Gruppe stimmt, macht mich das als Trainer zufrieden. Diese Dinge strebe ich an. Ich freue mich jetzt erstmal auf die letzten ruhigen Tage, bevor wir am Sonntag in einer Woche in die Rückrundenvorbereitung starten.

Vielen Dank für das Interview!

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Trainerstationen J. Schwarz

19/21
KL
 
18/19
KL
 
17/18
KL
16/17
Neufrauhofen
 
15/16
Neufrauhofen
 
14/15
Moosburg
 
13/14
BL
 
12/13
BL
 
11/12
BL
 

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19/21
LL
 
18/19
BAYL
14/15
LL
 
12/13
LL
 

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29:31
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