Artikel vom 24.09.2019 10:30 Uhr
Nürnbergs Schiris feiern Geburtstag: Der Hundertjährige mit der Pfeife
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Ein stolzes Jubiläum durfte die Schiedsrichtergruppe Nürnberg am vergangenen Samstag feiern: 100 Jahre wurde die Vereinigung alt, einige Schiris tun ihren Dienst bereits seit 50 Jahren. Diese und viele andere verdiente "Pfeifenmänner" wurden beim großen Festakt in der Gartenstadt gefeiert. Zum Abschluss eines bunten Programms mit vielen Ehrengästen standen die Zeichen dann auf Abschied.
Von Marco Galuska
Schon vor zehn Jahren hatte es einen großen Jubiläumsabend im Gesellschaftshaus Gartenstadt gegeben. Gruppenschiedsrichterobmann Hans Rößlein richtete das Fernglas beim 90. Geburtstag auf das große Jubiläum seiner Nürnberger Schiedsrichtergruppe. Am vergangenen Samstag war die Schallmauer dann erreicht - 100 Jahre wurden gebührend gefeiert. Und der Rückblick auf die Geschichte der Anfangszeit nicht vergessen, als der Unparteiische "mit einem Brot, Schinken oder ein paar Kartoffeln" entlohnt wurde.

Im festlichen Ambiente feierten Nürnbergs Schiedsrichter ihren 100. Geburtstag.
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Bürgermeister Christian Vogel hatte nicht nur die Schirmherrschaft des Abends übernommen, er selbst verfolgt den Weg der Nürnberger Schiris durch seine aktive Zeit an der Pfeife hautnah: "Ich bin ja für die Hundertjährigen in der Stadt zuständig, aber nur die wenigsten davon kenne ich auch schon seit 35 Jahren", scherzte der Politiker, der auch bis zum Ende des gut vierstündigen Programms blieb.

Der Einladung zum Hundertsten waren unter den 380 Gästen auch hochrangige Vertreter gefolgt: BLSV-Präsident Jörg Ammon, BFV-Präsident Rainer Koch, Bezirksvorsitzender Dieter Habermann, Verbands-Schiedsrichterobmann Walter Moritz und Club-Vorstand Niels Rossow ließen es sich nicht nehmen, auf der Bühne die Leistung der Nürnberger Schiri-Gruppe und ihres unermüdlichen Oberhaupts Hans Rößlein zu würdigen.

Ballartist Sebastian Landauer hatte einige Kabinettstückchen zu bieten.
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Daniel Gerner, selbst Schiedsrichter und Trainer beim SV Laufamholz, führte als Moderator durch einen kurzweiligen Abend, der bestens vorbereitet war und mit Livemusik des Duos Musidance aus dem sächsischen Auerbach untermalt wurde. Sicherlich ein Höhepunkt war der Auftritt von Fußball-Jongleur Sebastian Landauer, der mit bis zu fünf Bällen Kunststücke vorführte, die den meisten mit einer Kugel schon Schwierigkeiten bereiten würden.

Ehrungen für langjährige Schiedsrichter

Der Gruppenschiedsrichterausschuss durfte dann verdiente Schiedsrichter für ihre langjährige Tätigkeit auszeichnen:

10 Jahre:

Erkan Gögebakan (SV Eyüp Sultan), Aaron Lewis (TSV Johannis 83), Tamer Pineci (SpVgg Zabo Eintracht), Bernd Preis (FSV Stadeln), Marcel Schwager (DJK Sparta Noris), Bianca Seyschab (DJK Sparta Noris).

15 Jahre:

Uwe Bernrieder (1. FC Trafowerk), Martin Federschmidt (FC Bayern Kickers), Bernhard Kneuer (DJK BFC)

20 Jahre:

Fikret Alay (Post SV Nürnberg), Tobias Dorsch (FSV Stadeln), Christian Tauscher (VfB Burggrumbach)

30 Jahre:
Willi Bierlein (TSV Falkenheim), Ewald Trost (DJK Oberasbach)

40 Jahre:
Karlheinz Müller (SC Germania)

Großer Applaus und große Ehre für Hermann Hempel (TSV Johannis 83): Die Goldmedaille samt Urkunde für 50-jährige Schiedsrichtertätigkeit gab es zudem von BFV-Präsident Rainer Koch (l.) und Verbands-Schiedsrichterobmann Walter Moritz (r.). 
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50 Jahre:

Herbert Bauer (DJK Oberasbach), Alfred Bauernschmidt (DJK BFC), Hermann Hempel (TSV Johannis 83)

Als neues Ehrenmitglied wurde Heinz Wraneschitz (1. FC Höllental) ernannt, der 24 Jahre lang die Schiedsrichterzeitung PFEIFE`n`KOPF herausbrachte und auch für das Layout der stattlichen Festzeitschrift sorgte, die Rößlein verfasst hatte.

Heinz Wraneschitz (links) und Hans Rößlein sind die neuen Ehrenmitglieder der Nürnberger Schiedsrichtergruppe.
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Dann neigte sich der Abend dem Ende entgegen. Es war an der Zeit Abschied zu nehmen für Hans Rößlein von seiner "Lebensaufgabe" und den Posten seinem Nachfolger Sven Bode zu übergeben. Nach 30 Jahren an der Spitze der Nürnberger Schiri-Gruppe kam Rößlein freilich nicht um die höchsten Auszeichnungen - Ehrenmitglied und Ehrenobmann - umher. Neben den Urkunden gab es aber vor allem stehende Ovationen - und beim ein oder anderen ein paar feuchte Augen.

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