Artikel vom 08.05.2026 21:30 Uhr
Abschied nehmen hieß es beim SC Großschwarzenlohe.
SPIELTAG AKTUELL Ganz im Zeichen der Verabschiedung von Trainer Florian Bauer stand das letzte Bayernliga-Heimspiel des SC Großschwarzenlohe gegen die DJK Gebenbach am Freitagabend. Da spielte die 2:3-Niederlage, bei der sich der als Absteiger feststehende SCG teuer verkaufte, eine Nebenrolle. Derweil kassierte der TSV Kornburg in Neumarkt eine 0:4-Pleite und erlitt der ATSV Erlangen einen erheblichen Dämpfer im Abstiegskampf.
Von
Marco Galuska
/ Alfred Stiegler
Es war definitiv ein besonderes Heimspiel für den SC Großschwarzenlohe, auch wenn die große sportliche Relevanz nach dem bereits in der Vorwoche besiegelten Abstieg nicht mehr gegeben war. Und so standen vor dem Anpfiff der Partie gegen die DJK Gebenbach erst einmal eine Reihe von Verabschiedungen an. Für einige verdiente Spieler, die den Bayernliga-Aufstieg erlebt hatten, wie Fabian Klose, Dominik Egerer oder Sebastian Kräftner (er wechselt wie auch Nico Wessner zum SV Unterreichenbach), war es das letzte Heimspiel. Vor allem aber war es auch das letzte Heimspiel nach neun Jahren für Trainer Florian Bauer in Großschwarzenlohe.
"In der Fußball-Karriere die Nummer eins!"
Besonderer Moment: Nach neun Jahren war es für Florian Bauer das letzte Heimspiel als Trainer des SC Großschwarzenlohe.
Sportfoto Zink
Dieser sprach schon im Vorfeld von einem ganz speziellen Moment beim Blick zurück auf eine Ära: "Als ich angetreten bin, habe ich zu meiner Frau damals gesagt, dass die erste Etappe ist, mal bis zur Winterpause durchzuhalten. Dass daraus neun Jahre mit ganz vielen einzigartigen Momenten wurden, ist schon besonders. Ich verbinde ganz viel mit dem Verein – und es ist in meiner Fußballer-Karriere die Nummer eins, weil man hier vieles gestalten durfte an der Front. Dabei empfinde ich Stolz und eine ganz große Portion Dankbarkeit, das hier erlebt haben zu dürfen und dabei ganz viele tolle Menschen fürs Leben kennengelernt zu haben."
David Dujmovic schnürte früh einen Doppelpack und brachte die DJK Gebenbach in Großschwarzenlohe auf Kurs. Die Heimelf kämpfte sich aber noch vor der Pause zurück, musste sich letztlich aber doch knapp mit 2:3 geschlagen geben.
Sportfoto Zink
Gerne hätte der SCG seinem Coach noch ein entsprechendes Erfolgserlebnis auf dem Platz zum Heim-Abschied beschert, aber das klappte nicht ganz. Denn die Gebenbacher kamen nicht nur zum Spalierstehen und schlugen gleich früh zu. Dujmovic (4., 22.) war der Spielverderber. Doch das Schlusslicht bewies einmal mehr Moral und kam über Goalgetter Timo Kräftner (33.) und Fabian Klose (37.) zum 2:2-Ausgleich. Nach dem Seitenwechsel startete die DJK wieder besser: Kapaj traf zum 2:3, was dann auch der Endstand bleiben sollte, am Ende aber auch nur eine Randnotiz blieb.
Neumarkter Anschauungsunterricht für Kornburg
Das letzte Auswärtsspiel in der Ära von Trainer Hendrik Baumgart führte den TSV Kornburg zum Tabellendritten ASV Neumarkt. Durch den aktuellen Tabellenstand war es nur noch ein Spiel für die Statistik, das keinen Einfluss mehr auf den Auf- oder Abstieg in der Bayernliga Nord hatte. Wenn die Neumarkter ehrlich sind, haben sie auch nicht die Voraussetzungen für die Regionalliga und die Kornburger waren für einen Abstieg zu gut. In der ersten Halbzeit waren sie sogar besser als die Heimelf und kombinierten sich oft durch die Reihen des ASV Neumarkt. Doch das Tor fiel in der 31. Minute auf der anderen Seite durch Zander, der einen schönen Angriff nur noch abschließen musste. Für Kornburg gab es zwar eine Ecke nach der anderen und der Ausgleich lag ständig in der Luft, aber er fiel nicht.
Im zweiten Abschnitt zeigte der Tabellendritte, wie sowas geht. Mit einem Doppelschlag in der 53. und 56. Minute erzielten Adelabu und der beste Mann auf dem Platz, Leon Gümpelein, die Tore zwei und drei nach beherzten Einzelaktionen mit dem sicheren Abschluss. Auch das 4:0 in der 76. Minute war wieder Anschauungsunterricht für die Kornburger Kicker, als Schumm eiskalt abschloss. Die Kornburger werden in der nächsten Saison ihren Stil des Durchkombinierens nicht mehr einhalten können, weil irgendwo bleibt immer mal der Ball hängen und dann meist in der Vorwärtsbewegung.
Wenn aber Stürmer wie Gümpelein den Ball am Fuß haben, ist der Fokus sofort auf das gegnerische Tor und den Abschluss gerichtet, auch wenn dazu ein Alleingang nötig ist. Nächste Saison sieht man sich wieder und es kann ganz anders kommen.