Artikel vom 08.05.2026 11:00 Uhr
Am Wochenende treffen sich der TSV Altenberg II (in blau) und der Post SV II (in gelb) in der A-Klasse 8 zum Finale um die Meisterschaft.
Lange Zeit tobte in der A-Klasse 8 ein Dreikampf um die Meisterschaft. Der SC Germania II musste inzwischen etwas abreißen lassen, sodass Spitzenreiter TSV Altenberg II und Verfolger Post SV II nun den Titel unter sich ausmachen. Am Sonntag (16.15 Uhr) kommt es nun am vorletzten Spieltag zum großen Showdown um den Titel. Grund genug, sich vor dem Finale um die Meisterschaft ein wenig umzuhören.
Es ist die Sorte Fußballspiel, die das Herz jedes Fußballers höherschlagen lässt: Ein großer Showdown um die Meisterschaft, ein großes Finale. Jenes Szenario ergibt sich aktuell in der A-Klasse 8, wenn Spitzenreiter TSV Altenberg II am kommenden Sonntag ab 16.15 Uhr seinen Verfolger Post SV II zum Tanz bittet. Die Ausgangslage ist dabei klar: Die Altenberger Zweitvertretung sammelte in 22 Partien starke 58 Zähler ein und führt damit das Klassement mit drei Punkten Vorsprung vor den Ebensee-Kickern an. Da der Primus auch das Hinspiel knapp mit 3:2 für sich entscheiden konnte, genügt ihm im zweiten direkten Duell ein Remis, um die vorzeitige Meisterschaft feiern zu können. Anders ausgedrückt: Der Post SV II ist zum Siegen verdammt!
Dabei treffen am Sonntag durchaus zwei unterschiedliche Ansätze aufeinander: Auf der einen Seite der Spitzenreiter TSV Altenberg II, welcher über eine mannschaftliche Geschlossenheit und Kompaktheit agiert, mit 21 Gegentoren die klar beste Abwehr der Liga stellt und regelmäßig auch knappe Spiele auf seine Seite ziehen konnte. Auf der anderen Seite Verfolger Post II, welcher gerade offensiv vollauf zu überzeugen wusste und mit 94 Toren in 22 Spielen eine beeindruckende Trefferzahl bejubeln konnte. Kaum verwunderlich verfügt die Kiendl-Elf zudem mit René Schneider über den Toptorschützen der A-Klasse 8 (bislang 35 Tore). Die Voraussetzungen für eine packende und äußerst interessante Begegnung sind also absolut gegeben.
Trotz zweier Treffer von Toptorjäger René Schneider (in gelb) war der TSV Altenberg II um Duc-Anh To (in blau) im Hinspiel durch einen 3:2-Auswärtssieg obenauf.
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Vorfreude und Respekt auf beiden Seiten
Die Vorfreude ist derweil auch in beiden Lagern bereits deutlich spürbar. Post-Coach Stefan Kiendl äußerte sich vor dem Aufeinandertreffen folgendermaßen: "Für solche Partien spielt man Fußball, so ein Finale um die Meisterschaft ist absolut geil! Beide Teams haben sich dieses Duell verdient, weil sie über die gesamte Spielzeit hinweg am konstantesten waren. Die Altenberger Jungs funktionieren als Team unheimlich gut und ich denke, es wird ein Spiel, bei dem die Tagesform entscheiden wird. Meine Jungs sind in einem guten Rhythmus. Wir wissen, dass wir gewinnen müssen, und werden uns sicher nicht verstecken. Druck haben beide Teams, wir haben aber vielleicht als Herausforderer ein wenig mehr zu gewinnen."
Stefan Kiendl und der Post SV II wollen Spitzenreiter TSV Altenberg II auf der Zielgeraden noch einholen und blicken voller Vorfreude auf das anstehende Duell.
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Auch die Schützlinge von Altenbergs Trainerfuchs Yilmaz Iriz blicken erwartungsfroh auf den kommenden Sonntag: "Ich selbst bin schon lange im Geschäft dabei, habe dabei viel erlebt und sehe die Partie wie jede andere auch. Für meine junge Truppe ist diese Partie aber schon etwas ganz Besonderes, denn die Chance auf so ein Meisterschaftsendspiel erlebt man ja doch nicht allzu oft. Wir wollen versuchen, diese Begegnung wie jede andere anzugehen und unser Spiel zu spielen. Das bedeutet: Wir gehen in dieses Match, um es auch zu gewinnen, und wollen den letzten Schritt zur Meisterschaft machen. Allerdings wissen wir auch, dass wir mit dem Post SV II auf eine hervorragende Mannschaft treffen werden, die uns alles abverlangen wird. Letztendlich werden Kleinigkeiten über den Ausgang dieses Duells entscheiden."
Yilmaz Iriz und sein TSV Altenberg II wollen am Sonntag den letzten und entscheidenden Schritt hin zur Meisterschaft in der A-Klasse 8 machen.
Sportfoto Zink
Nichtantritte der Gegner ein Vor- oder Nachteil?
Zu der Tatsache, dass der Konkurrent aus Altenberg am vergangenen Sonntag bereits zum zweiten Mal in dieser Saison von einem Nichtantritt des Gegners profitierte, hat Kiendl eine klare Meinung: "Das ist natürlich schon schade und auch ein wenig ärgerlich für uns – zumal sowohl die SGV Nürnberg-Fürth 1883 III Merl Bau als auch Johannis 83 II eigentlich Mannschaften sind, die einem das Leben reichlich schwer machen können. Aber wir können das Geschehene nicht ändern, auch wenn es so kurz vor Saisonende schon mehr als unglücklich ist. Umgekehrt befinden wir uns in einem guten Spielrhythmus. Mal sehen, ob das auch ein bisschen was ausmachen kann."
Ähnlich blickt derweil auch Iriz auf diese Thematik: "Ganz ehrlich, wenn es umgekehrt abgelaufen wäre, hätte ich mich da auch geärgert. Ich kann den Unmut von Post da natürlich schon verstehen. Trotzdem haben wir uns das ja auch nicht ausgesucht. Wenn der Gegner Personalprobleme hat, können wir nichts dafür. Umgekehrt habe ich die erste Hälfte vom Heimspiel des Post SV II gegen Maiach angeschaut und dieser Gegner war auch personell gebeutelt. Letztlich kann man es sich nicht aussuchen. Für das Aufeinandertreffen am Sonntag spielt dieses Thema in meinen Augen aber eh keine große Rolle, denn bei so einem Endspiel geht es nur um das sportliche Abschneiden während der 90 Minuten."
Man darf gespannt sein, wer am Ende das Gipfeltreffen für sich entscheiden kann.