Defensivleistung ungenügend: Stadeln zieht auch gegen Coburg den Kürzeren - fussballn.de
Artikel vom 21.04.2026 20:30 Uhr
Defensivleistung ungenügend: Stadeln zieht auch gegen Coburg den Kürzeren
Stadelns Keeper Tugay Akbakla wurde einige Male von seinen Vorderleuten sträflich im Stich gelassen bei der 3:5-Heimpleite gegen Coburg.
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SPIELTAG AKTUELL Bayernliga-Abstiegskampf brachte die Nachholpartie des 20. Spieltags zwischen Stadeln und Coburg. Wirklich beherzigt hatten das vor der Pause nur die Gäste, die eine schwache Defensivleistung des FSV zum 1:4-Halbzeitstand nutzten. Zwar zeigten sich die Hausherren nach der Umstellung bemüht, nahmen sich aber mit einem weiteren kapitalen Fehler den Wind aus den Segeln und schafften mit dem 3:5 nur Ergebniskosmetik.
Von Marco Galuska
Ehe am kommenden Freitag der 31., und somit viertletzte, Spieltag in der Bayernliga Nord beginnt, galt es, vor allem auch im Tabellenkeller die Ausgangslage zu klären. In der Zuschauerrolle befand sich Schlusslicht SC Großschwarzenlohe, das in der Hoffnung auf den vorletzten Platz, der aller Voraussicht nach zur Relegation berechtigt, natürlich auf Stadelner Schützenhilfe hoffte. Natürlich wollte der FSV selbst nach acht sieglosen Partien seit der Winterpause endlich wieder ein Erfolgserlebnis, mit dem man möglicherweise noch der Saisonverlängerung entkommen könnte. Doch davon war man am Dienstagabend auf dem grünen Rasen schon zur Pause meilenweit entfernt.

Den berühmten Schritt voraus waren die Coburger, und insbesondere Norik Höhn (rechts), der dreimal traf, den Stadelner vor allem vor der Pause.
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Der Tabellenvorletzte aus Coburg wirkte von Beginn an frischer, Stadeln pomadig. Und dennoch schnupperten die Hausherren nach einem ersten Abschluss der Vestekicker selbst an der frühen Führung, aber Höhenbergers Versuch nach einem Eckball wurde noch auf der Linie gerettet (4.). In der 20. Minute zeigte sich dann zum ersten Mal die eklatante Abwehrschwäche des FSV an diesem Abend. Der emsige Stöß erlaubte sich einen kapitalen Ballverlust, Höhn bedankte sich frei vor Akbakla mit dem 0:1. Praktisch im Gegenzug schoss Götz aus guter Position deutlich drüber, vielmehr erhöhte dann Coburg auf 0:2. Wieder ging es viel zu einfach vor das Tor, Höhns Abschluss schlug noch abgefälscht im Netz ein (24.). Den Doppelschlag konnte Stadeln noch gut verarbeiten, als der im Strafraum freigespielte Rukiqi zum Anschluss traf (27.). Doch die Hoffnung auf ein Comeback bekam noch vor der Pause zwei weitere Dämpfer. Wieder ging es über die rechte Angriffsseite der Gäste. Carl überlief die FSV-Abwehrreihe, legte auf für Jacob, der auf 1:3 stellte (41.). Und gar noch einen vierten Treffer erlaubte Stadelns ungenügende Defensivarbeit in den ersten 45 Minuten: Carl legte wieder vor, Höhn schlug zum dritten Mal zu.

Coburg durfte in Stadeln vier Treffer vor der Pause bejubeln.
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Reichlich bedient vom Auftritt seines Teams wechselte Dedaj zur Pause dreimal. Und tatsächlich waren die Stadelner nun zumindest im Vorwärtsgang. Pulkrabek versuchte es artistisch (53.). Das 2:4 war in der 58. Minute fällig, nach einer Energieleistung von Stöß, der letztlich Rukiqi nach einem guten Spielzug bediente. Ein kompletter Blackout vom eingewechselten Hering im Spielaufbau blieb unbestraft, weil Akbakla gegen Carl parieren konnte (63.). Als dann Coburgs Graß nach Foul an Avci die Gelb-Rote Karte kassierte (67.), wuchs die Hoffnung bei den Gastgebern – allerdings nur kurz. Denn der nächste katastrophale Fehler nach einem langen Ball gab Fischer freie Bahn zum 2:5 (71.). Um Ehrenrettung bemühten sich die Stadelner danach schon. Höhenberger verzog aus der zweiten Reihe knapp (82.). Dann kassierte Coburgs König nach einer Tätlichkeit die Rote Karte. Eine Minute später folgte aber auch Koch nach wiederholtem Foulspiel. Im Spiel zehn gegen neun köpfte Rukiqi in der Nachspielzeit vorbei (92.), ehe Perst mit dem Abpfiff eine Flanke per Kopfball zum 3:5-Endstand verwertete.

Vorletzter Platz reicht im Norden für die Relegation

Mit dem Dreier sichert Coburg beinahe schon die Relegationsteilnahme ab, denn der Vorletzte der Bayernliga Nord darf dank der deutlich besseren Punktzahl (27) gegenüber dem 16. aus dem Süden (Türkspor Augsburg, 14) in die Saisonverlängerung. Für Groß'lohe beträgt der Rückstand auf die Vestekicker nun sieben Zähler. Für Stadeln sind es deren sechs in Richtung rettendes Ufer, das nur noch ein Thema sein wird, wenn man die eklatanten Fehler in den letzten vier Partien auf ein Minimum reduzieren kann. Im Derby gegen den ATSV Erlangen am Samstag wird jedenfalls eine deutliche Leistungssteigerung nötig sein.

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Nachholspiele Bayernliga Nord


Tabelle Bayernliga Nord

Pl.
Team
Sp
Tore
Pkt
1
28
48:28
57
2
29
50:30
55
3
28
55:43
50
4
28
47:31
46
5
28
49:34
45
6
28
41:40
44
7
28
57:46
41
9
28
45:38
39
10
29
50:46
38
11
29
38:54
36
14
29
43:59
31
15
28
40:61
29
16
28
36:68
27
17
28
30:53
20
Bei punktgleichen Teams: Sondertabelle der Punktgleichen

Stenogramm Bayernliga Nord

Tore: 0:1 Rodler Jos. (18.), 1:1 Grübl (24.), 1:2 Sülejmani (81.)
Gelbe Karten: Marx J. (32.), Gümpelein (88.) / Lang N. (32.), Sülejmani (84.), Ruda (87.) | Gelb-rote Karten: Gümpelein (88.) / -
Zuschauer: 200 | Schiedsrichter: Maximilian Riedel (FC Horgau)
Tore: 0:1 Höhn (20.), 0:2 Höhn (24.), 1:2 Rukiqi (27.), 1:3 Jacob (41.), 1:4 Höhn (45.), 2:4 Rukiqi (58.), 2:5 Fischer (71.), 3:5 Perst D. (90.)
Gelbe Karten: Koch (16.), Pulkrabek (39.), Rukiqi (59.) / Wieczorek (4.), Graß (8.), Geißendörfer (83.) | Gelb-rote Karten: Koch (86.) / Graß (67.) | Rote Karten: - / König (85.)
Zuschauer: 250 | Schiedsrichter: Jonas Kohn (SC Germania Amberg)
Tore: 0:1 Landstorfer (4.), 1:1 Markert L., Foulelfmeter (41.), 1:2 Hrudka (47.), 1:3 Hrudka (53.), 2:3 Eigentor (87.), 2:4 Voigt, Foulelfmeter (90.)
Gelbe Karten: Zabërgja (1.), Misic (35.), Valentin (76.) / -
Zuschauer: 70 | Schiedsrichter: Maximilian Ziegler (1. FC Lindach)

Torschützen Bayernliga Nord


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