Artikel vom 16.04.2026 15:00 Uhr
Der 1. Vorstand Michael Helgert (links) und der stellvertretende Abteilungsleiter Daniel Kanzler (rechts) begrüßen Heiko Tiessen als zukünftigen Trainer beim SV Fürth-Poppenreuth.
Gut einen Monat nach der Bekanntgabe des Abschieds der aktuellen Trainer beim SV Poppenreuth zum Saisonende kann der Verein die Nachfolgeregelung ab dem kommenden Spieljahr präsentieren. Mit Heiko Tiessen kommt ligaunabhängig ein neuer Übungsleiter, der mit seinen Vorgängern eine kuriose Verbindung haben wird und erstmals im Kreis Nürnberg/Frankenhöhe coacht.
Daniel Kanzler, der als stellvertretender Fußball-Abteilungsleiter beim
SV Poppenreuth fungiert, hält mit der kuriosen Rochade, die mit der
Verpflichtung des neuen Übungsleiters einhergeht, nicht hinter dem Berg: "Unser zukünftiger Trainer spielt bei der AH-Mannschaft des ASV Zirndorf, während unsere aktuellen Trainer bekanntlich dort Trainer der 1. Mannschaft werden, aber weiterhin bei uns in der AH kicken!"
Der besagte neue Trainer am Kreuzsteinweg wird ab der Saison 2026/27 Heiko Tiessen sein. Der 41-Jährige prägte als Defensivspezialist eine Ära beim ASV Zirndorf, wo beim jährlichen "Ehemaligen-Treffen" im vergangenen Jahr die Idee entstanden ist, bei den Bibertstädtern doch eine AH-Mannschaft zu gründen und im Senioren-Spielbetrieb anzumelden. "Da war ich wohl zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort", sagt Tiessen mit einem Schmunzeln beim Blick zurück, nachdem er maßgeblich dazu beigetragen hat, dass sich inzwischen ein durchaus namhafter 24-Mann-Kader bei den Senioren des ASV einfindet. "Allerdings werde ich mich aus der Organisation zurückziehen, da liegt die Priorität schon auf meiner Aufgabe in Poppenreuth", erklärt Tiessen.
Beim TSV Katzwang erlebte Heiko Tiessen seine erste Trainerstation auch bei den Herren.
fussballn.de / Strauch
Dass er ab Sommer beim SVP coachen wird, hat auch mit einem seiner ehemaligen Mitspieler zu tun. "Jonas Zehmeister hat uns den Tipp gegeben", erklärt Kanzler die Verbindung zu Tiessen, der dann – wie in Poppenreuth seit einigen Jahren so üblich – zum Gespräch mit Mannschaftsrat und Abteilungsleitung eingeladen wurde. "Das war gleich ein aktiver Austausch. Man hat gemerkt, dass es gut passen kann, und nach kurzer Bedenkzeit waren wir uns auch recht schnell einig", berichtet Tiessen.
Co-Trainer wird noch gesucht – Kaderplanung läuft, Titelrennen ebenfalls
Tiessen war zum Ende seiner aktiven Laufbahn von Zirndorf aus nicht nur als Spieler zum TSV Katzwang gewechselt, sondern wurde dort auch vom Jugend- zum Herrentrainer. Fast auf den Tag genau vor einem Jahr kam es dann zur Trennung, obwohl man schon auf Kurs in Richtung Bezirksliga war. Das aber ist Schnee von gestern, vielmehr blickt der in Oberasbach wohnhafte Tiessen mit Vorfreude auf die kommende Trainerstation, die für ihn erstmals im Kreis Nürnberg/Frankenhöhe sein wird: "Es wird für mich Neuland sein, auch wenn die Fahrten kürzer sein werden und ich selbst auch nie in Poppenreuth gespielt habe. Natürlich habe ich das Ganze aber schon etwas mehr verfolgt, seit Jonas Zehmeister hier Co-Trainer ist."
Die jüngste Niederlage in Fischbach war zwar ein Dämpfer im Aufstiegsrennen, dennoch führt der SVP weiter die Kreisklasse 4 an. Die Entscheidung könnte auch erst beim Saisonfinale fallen.
Jasmin Stark
Co-Trainer ist auch ein gutes Stichwort. Denn hier ist man gemeinsam noch auf der Suche. Möglicherweise kann es auch ein "spielender Co" werden. Daneben läuft die Kaderplanung, die man beim SVP ebenfalls schon aus der Mannschaft heraus angestoßen hat. "Moritz Adrian war da schon aktiv. Es sieht so aus, dass der Großteil bleiben wird. Natürlich schaue ich mich auch um, muss aber definitiv nicht bei null starten", sagt Tiessen, der beim aktuellen Tabellenführer der Kreisklasse 4 seine Zusage ligaunabhängig gegeben hat und beim Heimsieg gegen Altenfurt selbst vor Ort war.
Die jüngste Niederlage in Fischbach hat er hingegen verpasst und hat aber den weiteren Spielplan freilich schon im Blick: "Die wohl entscheidenden Spiele in Mögeldorf und zum Abschluss gegen Johannis 88 kommen noch. Ich drücke natürlich die Daumen und würde mich auf die Kreisliga freuen, nehme aber auch die Herausforderung in der Kreisklasse genauso an!"