Thomas Raßbach meldet sich zu Wort: Der Stand zu Verfahren und Kandidatur im Bezirk - fussballn.de
Artikel vom 13.03.2026 14:30 Uhr
Thomas Raßbach meldet sich zu Wort: Der Stand zu Verfahren und Kandidatur im Bezirk
Der Ex-Kreis-Vorsitzende und -Kreisspielleiter Thomas Raßbach meldete sich vor dem Bezirkstag schriftlich zu Wort.
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Zwar hatte Thomas Raßbach noch im vergangenen Jahr seinen Rücktritt von allen Ämtern beim Bayerischen Fußball-Verband (BFV) erklärt, doch im Hintergrund lief weiter das Verfahren vor dem Verbandssportgericht gegen den Ex-Kreisvorsitzenden, der nun in einem Schreiben ein Update gibt. Eine Woche vor dem Bezirkstag in Mittelfranken (21.03.) sieht er ein eindeutiges Ergebnis und fordert zugleich Konsequenzen im Verband.
Von Marco Galuska
Das Schreiben von Thomas Raßbach im Wortlaut:

Betrifft:
Verfahren vor dem Verbandssportgericht gegen mich
Kandidatur als Bezirksvorsitzender

Sehr geehrte Damen und Herren,

nach der umfangreichen Beweisaufnahme des Verbandssportgerichtes ist nach aktuellem Stand und nach Rücksprache mit dem Verbandssportgericht davon auszugehen, dass von den gegen mich durch den Bezirksvorsitzenden Uwe Mauckner erhobenen Vorwürfen nichts übrigbleiben wird.

Der endgültige Urteilsspruch wird nach derzeitiger Einschätzung allerdings erst nach dem Bezirkstag vorliegen. Hierzu werde ich dann nach Vorlage des Urteils gesondert berichten.

Unabhängig vom formalen Zeitpunkt steht jedoch bereits jetzt fest: Die gegen mich erhobenen Vorwürfe wurden durch das Verbandssportgericht umfassend geprüft – mit einem eindeutigen Ergebnis. Für die erhobenen Anschuldigungen konnte in keinem einzigen Punkt ein belastbarer Nachweis erbracht werden. Die Vorwürfe haben sich damit als unbegründet und haltlos erwiesen.

Mein ausdrücklicher Dank gilt neben meinem Rechtsanwalt Felix Steinbach für die außergewöhnlich gute Zusammenarbeit auch dem Verbandssportgericht und seinen Mitarbeitern für die sachliche, gründliche und professionelle Durchführung dieses Verfahrens.

Für die verspätete schadensfreie Vorlage der Hallenabrechnung übernehme ich als ehemaliger Kreisvorsitzender selbstverständlich die Verantwortung – auch, um meine damaligen Mitarbeiter zu schützen. Gleichzeitig haben die Zeugenaussagen vor dem Verbandssportgericht klar gezeigt, dass diese Verspätung dem Bezirk Mittelfranken jederzeit hätte auffallen können und somit ohne Weiteres deutlich früher hätte thematisiert werden müssen.

Der eigentliche Schaden liegt jedoch an anderer Stelle: Wer verantwortlich schwerwiegende Vorwürfe erhebt, ohne diese belegen zu können, beschädigt nicht nur die betroffene Person, sondern auch das Vertrauen in die Arbeit unseres Verbandes und den respektvollen Umgang unter Funktionären.

Vor diesem Hintergrund erübrigt sich für mich eine Kandidatur für das Amt des Bezirksvorsitzenden. Die Vorgehensweise sowie der Umgang des amtierenden Bezirksvorsitzenden mit Funktionärskollegen sind durch dieses Verfahren mehr als deutlich geworden und bedarf keiner weiteren Aufklärung durch mich. Das anhängige Verfahren gegen den Bezirksvorsitzenden Uwe Mauckner ist hierzu noch in Bearbeitung und wird abzuwarten sein.

Nun liegt es an der Verbandsspitze, aus diesen Vorgängen die notwendigen Konsequenzen zu ziehen. Sollte dies nicht geschehen, steht auch der Bezirk Mittelfranken selbst in der Verantwortung, ein solches Verhalten zu bewerten. Spätestens am Bezirkstag werden die Delegierten die Möglichkeit haben, mit ihrer Entscheidung, dem NEIN, klarzustellen, welchen Umgangston und welche Form der Verantwortung sie in unserem Verband künftig akzeptieren wollen.

Welche Konsequenzen bewusst falsche Beschuldigungen gegenüber Mitarbeitern in anderen Bereichen – etwa im Arbeitsrecht – nach sich ziehen können, kann beispielsweise in der Rechtsprechung nachgelesen werden.

Ich persönlich genieße inzwischen meinen BFV-Ruhestand und danke den zahlreichen Funktionärs- und Vereinskollegen ausdrücklich für die große moralische Unterstützung in den vergangenen neun Monaten. Diese Unterstützung zeigt mir, dass Fairness, Anstand und gegenseitiger Respekt im Verband weiterhin von vielen gelebt werden.

Abschließend bleibt abzuwarten, ob auch der Verband tatsächlich selbst die notwendige Größe besitzt, die Vorgänge angemessen einzuordnen – und dabei auch die zwingend notwendige Entschuldigung mir gegenüber auszusprechen.

Mit sportlichen Grüßen
Thomas Raßbach

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