Artikel vom 02.03.2026 16:30 Uhr
Andreas Speer ist seit vergangener Woche nicht mehr Trainer des ASV Zirndorf.
Das letzte Wochenende vor dem Restart in der Bezirksliga Nord nach der Winterpause hat der ASV Zirndorf bereits ohne seinen bisherigen Trainer Andreas Speer absolviert. Wie der Verein am Montag erklärte, hatten sich Mannschaft und der Übungsleiter im Laufe der Vorbereitung überworfen. Bis Saisonende gibt es eine Interimslösung, ehe ein neuer Trainer gefunden werden muss.
"Es ist nichts Böses vorgefallen, aber die Mannschaft und der Trainer haben sich im Laufe der Winterpause überworfen", kommt Zirndorfs Fußball-Abteilungsleiter Christian Schlicker gleich auf den Punkt. Dass es zwischen dem Team und Chefcoach Andreas Speer nicht mehr gepasst hat, kam für Schlicker persönlich "doch etwas überraschend", wobei der Funktionär, der bei den Wahlen der Fußball-Abteilung in diesem Monat planmäßig nicht mehr kandidieren wird, eingesteht, dass er zuletzt nicht mehr so nah am Geschehen gewesen sei. Freilich ist Schlicker alles andere als begeistert über die auch in den Amateurklassen greifenden Mechanismen. Denn nur zu gerne hätte er sich auf der Zielgeraden seiner langjährigen Tätigkeit beim ASV freilich eine neuerliche Trainerdiskussion erspart.
Speer: "Will mich nicht ausheulen!"
Andreas Speer, der erst kürzlich mit der Vorstandschaft des Vereins verlängert hatte, liegt die Trennung persönlich schon im Magen. Der Trainer-Routinier, der zuvor über ein Jahrzehnt in Wendelstein eine Ära geprägt hatte, ist freilich enttäuscht, hält sich aber diplomatisch zurück: "Ich will mich nicht öffentlich ausheulen, das wäre müßig. Es hat einen entscheidenden Knacks gegeben in der Vorbereitung und dann sehe ich auch keine Chance mehr, dass ich mich noch wohlfühlen kann. Ich muss die Aufgabe mit Herz und zu 100 Prozent machen. Und es reicht dann auch nicht, wenn der Vorstand mit meiner Arbeit zufrieden ist. Es ist besser, dass man es beendet hat. Und von mir wird auch jetzt keine schmutzige Wäsche gewaschen!"
Gebelein übernimmt bis Saisonende
Alexander Gebelein wird bis Saisonende in die erste Linie beim ASV Zirndorf treten, ehe er nach Raitersaich wechselt.
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Die Nachfolge konnten die Bibertstädter kurzfristig regeln. Der bisherige Co-Trainer Alex Gebelein hat seine Zusage gegeben, dass er die Verantwortung bis Saisonende übernehmen wird. Unterstützt wird er dabei von Andreas Hofmann. Weil Gebelein ab der kommenden Saison Cheftrainer in Raitersaich wird, muss der Verein definitiv einen Nachfolger suchen. Der (Noch-)Abteilungsleiter Christian Schlicker sagt, er werde diese Suche "in beratender Funktion begleiten." Auch wer sein eigener Nachfolger wird, sei aktuell noch nicht spruchreif.
Es gibt beim ASV also einige Fragezeichen zu klären in näherer Zukunft. Der Start in die Bezirksliga indes soll am Sonntag (14 Uhr) mit dem Nachholspiel in Vach steigen.