Schiris der Frankenhöhe Süd: Frost führt die Gruppe in die nächsten vier Jahre - fussballn.de
Artikel vom 27.01.2026 12:00 Uhr
Schiris der Frankenhöhe Süd: Frost führt die Gruppe in die nächsten vier Jahre
Der Gruppenausschuss der Frankenhöhe Süd (von links): Michael Maier, Kevin Leis, Bernd Angermeier, René Frost, Thomas Schreiber, Bernd Ziegler, Patrick Lohwasser.
Harald Riegler

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Alle vier Jahre wird im Bayerischen Fußball-Verband (BFV) gewählt und so waren auch die Schiedsrichter der Gruppe Frankenhöhe Süd aufgefordert, einen neuen alten Obmann wiederzuwählen. Und so geschah es denn auch: René Frost (SV Schalkhausen) bleibt auch in den nächsten vier Jahren der Chef der Frankenhöhe Süd-Schiedsrichter.
Von Harald Riegler
Zahlenmäßig mit die größte Gruppe im Bezirk Mittelfranken ist die Frankenhöhe Süd. Warum aber dann nur 74 Mitglieder den Weg zur Hauptversammlung, die ja nur alle vier Jahre stattfindet, fanden, ist schlicht und einfach enttäuschend und dementsprechend diskutabel. Die Anwesenheit vom prominentesten Gruppenmitglied, FIFA-Schiedsrichter Florian Badstübner, war daher umso erfreulicher und wog ein wenig den schwachen Besuch auf. Badstübner, am Vortag noch bei FC Augsburg gegen Union Berlin (1:1) im Einsatz, klärte in vielen Gesprächen über den Alltag in der Bundesliga und auf internationaler Ebene auf, ohne den Rahmen der Veranstaltung zu sprengen und vom eigentlichen Zweck abzuzweigen.

Eine Gruppenhauptversammlung mit Neuwahl des GSO ruft natürlich auch einige BFV-Funktionäre auf den Plan, um dann ihr Erscheinen per Grußwort zu rechtfertigen. So taten dies der Reihe nach Bezirksschiedsrichterobmann Siegmar Seiferlein (Nürnberg), der sein Amt noch zwei Jahre ausüben wird, der scheidende Kreisschiedsrichterobmann Sven Bode (Nürnberg), der sein Amt am Kreistag abgeben und dann nur noch als GSO Nürnberg fungieren wird, und Kreisvorsitzender Günter Schuh (Brunn), der sich bei den Süd-Schiedsrichtern vorstellte und damit etwas nachholte, was er als Obmann der Frankenhöhe Nord nie geschafft hatte. Last but not least grüßte noch Bezirksvorsitzender Uwe Mauckner die Versammlung. Mauckner traf 20 Minuten verspätet ein und schob dies auf seinen Terminkalender – nicht das erste Mal, dass die Uhrzeiten bei BFV-Versammlungen verschieden ausgelegt werden.

GSO René Frost gab in seinem Rechenschaftsbericht einen Überblick über die letzten vier Jahre, genauer gesagt seit seinem Amtsantritt am 14. Januar 2022. Der Beginn seiner Amtszeit war noch von Corona geprägt. Im Juli 22 wurde Lehrwartin Annette Hanf in das Kompetenzteam des Verbandsschiedsrichterausschusses berufen und so ist nun seit August 2022 Michael Maier (TSV Dorfkemmathen) der neue Gruppenlehrwart. Und auch seit August 22 gilt die Regel: Wer sieben Lehrabende im Jahr besucht, der erhält einen Gutschein im Wert von 10 €. Im Jahre 2023 prägten Karlheinz Assenbaum und Bernd Keil die „Danke Schiri-Aktion“. Florian Scheller wurde Chef der „Social-Media-Abteilung“ der Schiedsrichtergruppe und zusammen mit der Schiedsrichtergruppe Frankenhöhe Nord gab es den ersten Neulingslehrgang in Hybrid-Form.

Im Jahre 2024 wurde Mika Hierzegger (Weidenbach) als Assistent in die A-Junioren-Bundesliga berufen und hat im Jahre 2025 seine ersten Einsätze in der Landesliga Herren absolviert. Hierzegger ist einer von den jungen Talenten, die sich derzeit in der Gruppe tummeln. Zu diesen gehören auch Tim Freytag, Kilian Hussenether und Noah Kreß. Tim Freytag ist derzeit das beste Beispiel, dem Fußball treu zu bleiben, wenn es als Spieler nicht mehr klappt. Der ehemalige Bayern-Auswahlspieler und Kapitän der U19 der SpVgg Ansbach hat sich im Sommer, nachdem er überraschenderweise nicht in den Regionalliga-Kader übernommen wurde, für die Schiedsrichterlaufbahn entschieden und hat sich nun schon in der Bezirksliga etabliert. Und außerdem wurde Freytag bei den Schiedsrichterturnieren 2024 und 2025 Torschützenkönig.

Einen Höhepunkt der Gruppe im Jahre 2024 stellte neben der Ernennung von Florian Badstübner zum FIFA-Schiedsrichter noch die Wahl des ehemaligen Gruppenobmannes Sebastian Segmüller (Muhr am See) zum „U50-SR des Jahres“ als Sieger des Landes Bayern dar. Im Mai nahm dann Segmüller an der Bundessiegerwahl teil und erhielt die Ehrung durch DFB-Präsident Neuendorf.

Im Jahre 2025 fand wieder ein Lehrgang mit der Gruppe Nord in Hybrid-Form statt – eine Maßnahme, die sich mehr als bewährt hat und der die Zukunft gilt. Im abgelaufenen Jahr erhielten Kurt Maag und Max Gomolka die seltene Ehrung „65 Jahre Schiri“ und Philipp Wayss rückte in den Lehrstab der Gruppe auf. Dieser bildete in den vier Jahren gut 110 Neulinge als Schiedsrichter aus. Im Jahre 2022, zu Beginn der Amtsperiode von Frost, hatte die Gruppe einen Bestand von 344 Schiris und jetzt gehören 377 Referees zur Gruppe. Diese leiteten im Berichtszeitraum 14.485 Spiele und an den monatlichen Lehrabenden nahmen im Durchschnitt 80 Schiedsrichter teil.

Kassenwart Patrick Lohwasser gab keinen sonnigen Bericht ab und beklagte den schwindenden Kassenstand. Dieses sei den erhöhten Ausgaben, z. B. bei Neulingen und Aktivitäten, und den Abgaben an den Verband, z. B. 1600€ im Jahr an den Bezirk, geschuldet. Der BFV kassiert bei jeder jährlichen Verlängerung des SR-Ausweises mit, egal ob digital oder analog, mit einem neuen Ausweis (10 €). Somit sei eine Beitragserhöhung unumgänglich, nämlich für Erwachsene von 35 auf 50€ und bei Jugendlichen von 20 auf 35 €. Die Versammlung stimmte der Erhöhung zu, aber nicht einstimmig. Es gab einige Nein-Stimmen und Enthaltungen.

Einstimmig aber erfolgte die Wiederwahl von René Frost zum Obmann. Dieser stellte danach sein „Kabinett“ vor, das nur ein neues Gesicht gegenüber der alten Zusammensetzung zeigte. Dies ist Kevin Leis vom SV Arberg. Der 26-Jährige wurde als Nachfolger von Karlheinz Assenbaum zum Vertrauensschiedsrichter gewählt. Assenbaum amtiert ja seit letztem Jahr als Vorsitzender des Kreissportgerichtes Nürnberg/Frankenhöhe. Dem Gruppenausschuss Frankenhöhe Süd gehören an: Thomas Schreiber (stv. Vorsitzender), Bernd Ziegler, Bernd Angermeier, Kassier Patrick Lohwasser, Lehrwart Michael Maier und eben Leis als Vertrauensschiedsrichter.

GSO Frost drückte in seiner Dankes- und Abschlussrede die Hoffnung aus, dass das Gruppenleben mit seinen vielen Aktivitäten wie z. B. Ausflugsfahrten und Bowlingabenden ebenso intakt bleibt, dass die sportliche Ausbeute weiterhin sich auf einem aufsteigenden Ast befindet und die jungen Talente in naher Zukunft auf Verbandsebene für Furore sorgen. Ein Vorbild wie Florian Badstübner hat man selten in der Gruppe!

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