Artikel vom 10.01.2026 08:00 Uhr
Der TSV Altenberg II (in weiß) überwintert an der Spitze der A-Klasse 8, Verfolger Germania II (schwarz-blau) lieferte jedoch statistische Bestwerte.
HALBZEIT-BILANZ Die A-Klasse 8 befindet sich inzwischen seit einigen Wochen in der Winterpause. Erst ab März wird der Ball auf den Sportplätzen wieder rollen. Grund genug, die spielfreie
Zeit um den Jahreswechsel herum zu nutzen und die bisherige Spielzeit mit interessanten Fakten
Revue passieren zu lassen. Der TSV Altenberg II überwintert dabei an der Spitze, die Verfolger Post SV II und Germania II liefern aber Bestwerte.
In der A-Klasse 8 entwickelte sich im bisherigen Saisonverlauf ein spannendes Aufstiegsrennen, in dem zum Jahreswechsel ein Führungsduo, bestehend aus dem TSV Altenberg II und dem Post SV II, mit je 37 Punkten an der Spitze steht und der SC Germania II sich mit nur einem Pünktchen Rückstand in Lauerstellung befindet. Auch der FC Bayern Kickers II ist mit 32 Zählern noch mit in der Verlosung, nimmt dabei allerdings eine Außenseiterrolle ein. Interessanterweise konnte sich mit dem SC Germania II der aktuelle Verfolger die meisten Tabellenführungen sichern: Die Germanen zeigten sich lange beständig und grüßten deshalb zurecht starke neunmal von der Spitze! Post II durfte sich fünfmal über die Tabellenführung freuen, während Altenberg II zweifach Platz 1 erklomm und auch über den Jahreswechsel den Spitzenrang innehält. Die Phalanx des Trios durchbrechen konnte lediglich Aufsteiger TSV Johannis 1883 II, welcher am 2. Spieltag zwischenzeitlich den Platz an der Sonne erklimmen konnte.
Ciaran Carpenter (am Ball) und der SC Germania II boten eine starke Hinrunde und hielten sich lange an der Spitze, mussten zuletzt aber dem TSV Altenberg II sowie dem Post SV II den Vortritt lassen.
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Kein Durchmarsch in Sicht
Während in anderen A-Klassen teilweise zumindest schon eine Vorentscheidung gefallen ist, deutet sich in der A-Klasse 8 ein packendes Rennen bis zum Ende an. Kaum verwunderlich, dass es deshalb bislang auch keinen Durchmarsch zu beobachten gab. Im bisherigen Saisonverlauf konnten immerhin vier Mannschaften je sechs Partien in Folge ungeschlagen bleiben – mit dem SC Germania II ein Team sogar zweifach. Der TSV Altenberg II könnte jedoch nach der Winterpause seine Serie weiter ausbauen: Der Tabellenführer ist schließlich seit Anfang Oktober ohne Niederlage geblieben und legte so den Grundstein für den Angriff auf die Ligaspitze.
Umgekehrt musste der ASV Fürth II bislang die längste Durststrecke überwinden. Die Mannen von der Magazinstraße erlebten einen wahren Horrorstart in die Saison und kassierten elf Niederlagen in Serie! Erst Mitte Oktober brach der ASV den Bann und sammelte seither immerhin neun Punkte ein, weshalb die Fürther die Rote Laterne noch an den FC Bosna II abtreten konnten. Mit der DJK Eibach II musste noch ein weiteres Team besonders lange auf ein Erfolgserlebnis warten. Die Eibacher mussten von Anfang September bis Anfang November insgesamt neun Spiele lang auf einen Dreier warten. Erst dann folgt das derzeitige Schlusslicht FC Bosna (fünf Spiele in Serie ohne Sieg).
Die Kellerkinder ASV Fürth II (in lila) und DJK Eibach II (rot) mussten bisher die längsten Durststrecken überstehen und blieben elf beziehungsweise neun Spiele in Folge ohne eigenen Dreier!
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Germania II offensiv wie defensiv beeindruckend
Betrachtet man die individuellen Leistungen, so stechen besonders zwei Torjäger heraus, die das Geschehen bislang prägen konnten: René Schneider vom Post SV II und Ciaran Carpenter vom SC Germania II zeigten mit 22 beziehungsweise 21 Toren eine beeindruckende Treffsicherheit und führen die Torschützenliste klar an. Mit Volkan Hür von der SGV Nürnberg-Fürth 1883 III Merl Bau folgt mit Sicherheitsabstand nur noch ein weiterer Angreifer, der bislang zweistellig treffen konnte (13) und es so aufs Treppchen schaffte. Wenig überraschend trugen jene drei Spieler auch dazu bei, dass ihre Mannschaften offensiv die meiste Durchschlagskraft besaßen: Die Torfabrik der Liga steht dabei am Ebensee, denn die Poster Zweitvertretung konnte 62 Mal jubeln. Es folgt der SC Germania II mit 57 Toren, vor der Merl Bau mit 40 Treffern. Die Kellerkinder FC Bosna II (20), DJK Eibach II (21) und ASV Fürth II (25) konnten derweil die wenigsten Erfolgserlebnisse verzeichnen.
René Schneider führt mit starken 22 Treffern die Torschützenliste über den Jahreswechsel an und war einer der Erfolgsgaranten seines Post SV II im Aufstiegsrennen der A-Klasse 8.
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Defensiv wusste der SC Germania II am meisten zu überzeugen und stellt mit nur 13 Gegentreffern zur Winterpause das Bollwerk der Liga. Spitzenreiter Altenberg II hatte offensiv zwar noch Luft nach oben, defensiv ließen die Altenberger Jungs aber wenig zu und mussten nur 18 Tore hinnehmen. Auf Rang 3 folgt mit Aufsteiger TSV Johannis 1883 II überraschenderweise ein Team aus dem Mittelfeld (22). Folglich weisen auch die Torhüter der Germanen und der 83er-Zweitvertretung die meisten weißen Westen auf – interessanterweise allerdings im Job-Sharing: Germania und 83 konnten je fünf Zu-Null-Spiele verzeichnen. Diese teilen sich unter Kerem Demir (3) und Florian Maliqi auf SCG-Seite und Mats Bete (3) sowie Zaaria Sesay (2) bei den Nordstadtkickern auf. Darüber hinaus hielt auch Posts Alessio Bovino dreimal seinen Kasten sauber. Kurios ist letztlich der Fakt, dass Altenberg II mit 18 Gegentoren zwar die zweitbeste Defensive stellt, dabei aber nur dreimal (mit je unterschiedlichen Torhütern) die weiße Weste wahren konnte. Umgekehrt mussten der ASV Fürth II (57), der ASV Vach II (56) und der FC Bosna II (52) die meisten Einschläge hinnehmen und stellen damit die Schießbuden der Liga.
Spitzenreiter TSV Altenberg II (in blau) konnte sich meist auf seine Defensive verlassen und stellt mit 18 Gegentreffern die zweitbeste Abwehr der Liga.
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Eibach II fair im Abstiegskampf – ASV Fürth II setzte die meisten Spieler ein
Bei allem sportlichen Ehrgeiz, gilt es aber doch die sportlichen Werte hochzuhalten. Die DJK Eibach II gab dabei bislang ein äußerst positives Beispiel ab und kam ohne Zeitstrafen oder gar Feldverweise aus und machte mit lediglich 24 Gelben Karten deutlich, dass Abstiegskampf nicht immer mit unnötiger Härte einhergehen muss. Kurioserweise waren die Eibacher allerdings laut Urteil des Kreissportgerichtes für den Spielabbruch im Heimspiel gegen den SV Maiach verantwortlich – ein Umstand, der in der Fairness-Tabelle allerdings keine Berücksichtigung findet. Fair präsentierten sich der TSV Altenberg II und Merl Bau, die jeweils nur eine temporäre Hinausstellung verzeichneten. Der FC Bayern Kickers II (51 Punkte), der KSD Hajduk II (54), der SV Maiach-Hinterhof (56) und der TSV Johannis 83 II (59) gelten dagegen bislang als die bösen Buben der Liga.
Ebenfalls an die Zahl 50 kratzt der ASV Fürth II in anderer Hinsicht: Das Kellerkind setzte schließlich bereits sage und schreibe 49 Spieler ein – mit Abstand die meisten im bisherigen Saisonverlauf. Auch die DJK Eibach II (44), der TSV Altenberg II (43) und die SGV Nürnberg-Fürth 1883 III Merl Bau (42) knackten inzwischen klar die 40er-Marke, während der KSD Hajduk II kurz davor steht.