Artikel vom 31.12.2025 10:30 Uhr
Der Sportliche Leiter Enzo Vitale blickt positiv in die Zukunft der SG Quelle Fürth.
Weiterhin Geduld und Zeit benötigt man bei der SG Quelle Fürth nach einer sportlichen Durststrecke, doch so manche Errungenschaft verspricht Zuversicht für die Zukunft der Dambacher. Der Sportliche Leiter Enzo Vitale spricht über die Entwicklung an der Coubertinstraße.
Neuer Kunstrasenplatz als Meilenstein
"Man darf nicht vergessen, wo wir herkommen", sagt der Sportliche Leiter für den Leistungsbereich der SG Quelle Fürth, Enzo Vitale, und erinnert an die Zeit seines Amtsantritts vor zweieinhalb Jahren und präzisiert: "Wir mussten erst einmal
mit anderen Dingen kämpfen, wie beispielsweise mit unseren Rahmenbedingungen. Wir mussten in der Winterzeit auf viele Trainingseinheiten verzichten, weil wir keinen Kunstrasenplatz wie jetzt hatten."
Neben dem Großfeld-Kunstrasenplatz soll im kommenden Jahr auch noch zusätzlich ein Kleinfeldplatz mit Kunstrasen folgen. "Dank unseres Vereinsvorstands Mike Eglau haben wir nicht nur einen großen Schritt in der Infrastruktur, sondern auch in unserer fußballerischen Ausbildung gemacht. Dazu gab es viele zum Teil notwendige Veränderungen
im Spielerkader und auf der Trainerbank war es auch nicht gerade ruhig. Es
waren insgesamt sehr turbulenten Zeiten“, sagt Vitale rückblickend.
Mit dem Spatenstich am alten Kunstrasenplatz der SG Quelle Fürth wurde Ende 2023 der Startschuss für eine wichtige Entwicklung in der Infrastruktur des Ex-Regionalligisten gegeben.
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Froh über die Entwicklung der 1. Mannschaft
Auch auf sportlicher Ebene sind die ersten positive Auswirkungen deutlich erkennbar: "Unsere 1. Mannschaft hat sich in der Landesliga Nordost mittlerweile etabliert und belegt aktuell den 7.
Tabellenplatz und hat noch zwei Nachholspiele im Rucksack", sagt Vitale und betrachtet die Leistung keineswegs als Selbstverständlichkeit: "Denn im Vergleich zu anderen top Teams in der Liga sind wir noch in den Strukturen und wirtschaftlich begrenzt. Aber wir haben es in dieser Saison geschafft, einen Kader mit jungen Talenten, aber auch gestandenen Spieler auf die Beine zu stellen. Unsere Jungs
gehen mit Begeisterung und Freude ans Limit und zeigten insgesamt tolle
Spiele. Hier muss man natürlich unseren Coach Taner Koc zusammen mit dem Trainer- und
Funktionsteam für die hervorragende Arbeit loben. Wir sind sehr froh über die positive
Entwicklung der Mannschaft!"
Taner Koc hat die 1. Mannschaft der SG Quelle Fürth in die obere Tabellenhälfte der Landesliga Nordost geführt.
Sportfoto Zink
Übergang von U19 zu den Herren soll weiterhin gelingen
Über viele Jahre sprudelte der bekannt starke Nachwuchs der Quelle auch in den Herrenbereich über, das gelang aber auch nicht immer. Jenes Erfolgsrezept, eigene Talente zu fördern und den Sprung zu erleichtern, soll weiterhin das Credo der Zukunft bleiben. Als "elementar wichtig" sieht Vitale daher auch die Wiederbelebung einer 2. Herren-Mannschaft: "Die Trainer Lucas Würkert und Tim Hutter kennen das Umfeld bestens und leisten erfolgreiche Arbeit mit der souveränen Tabellenführung in der B-Klasse." Vitale erinnert daran, dass man in den letzten beiden Saisons immerhin "zehn eigene Nachwuchsspieler in der 1. Mannschaft platzieren konnte. Aktuell gehören zum Beispiel mit Tino Ramthun und Kjell Malkmus zwei U19-Spieler schon fest zum Kader. Das muss auch langfristig unser sportlicher Plan sein."
Die in den Spielbetrieb zurückgekehrte 2. Mannschaft der SG Quelle Fürth hat beste Chancen auf den Aufstieg in die A-Klasse.
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Dabei gilt es auch kontinuierlich mögliche Veränderungen im Verein zu überdenken, wie der Sportliche Leiter anmerkt: "Ich bin der Meinung, dass das ein ständiger Prozess ist. Und dabei wird regelmäßig
an Stellschrauben gedreht, denn wie sagt man so schön: Stillstand ist Rückstand! Es ist wichtig, eine offene
Kommunikation und kurze Wege in der gesamte Abteilungsstruktur zu haben, und
das hilft uns aktuell sehr."
"Spielidee Q" - mit einer Sprache im Coaching sprechen
Die Planungen über die Saison hinaus laufen, wie der 49-Jährige erklärt: "Zum einen wollen wir die Jugendförderung
forcieren und Erweiterungen in unsere Trainingssteuerung implementieren, wie z.
B. im Leistungsbereich positionsbezogenes Training zusätzlich zum
Mannschaftstraining anbieten. Gleichzeitig wollen wir die Spielanalyse individualisieren, damit die individuelle Förderung auf die jeweiligen Positionen verschärft wird. Unsere 'Spielidee Q' wollen wir noch mehr verschärfen
und einheitliche Spielprinzipien definieren, damit wir auf dem Platz dieselbe
Sprache zum Thema Coaching sprechen", sagt Vitale und ergänzt abschließend: "Wir wünschen uns auch Kontinuität auf der Trainerbank im Herren- aber auch im U-Leistungsbereich. Hier befinden wir
uns in Gesprächen."