Artikel vom 29.11.2025 09:30 Uhr
Für einen echten Paukenschlag sorgte am Freitagmorgen die Nachricht, dass Thomas Raßbach mit sofortiger Wirkung seinen Rücktritt als Kreisvorsitzender vollzogen hat. Doch wie geht es nun an der Spitze des Kreises Nürnberg/Frankenhöhe weiter, nachdem die Stellvertreterin schon zuvor das Handtuch geworfen hatte und der somit ohne Vorsitz ist? Das sagt der BFV...
Mit dem Rücktritt von Thomas Raßbach ging am Freitag schon eine gewisse Schockwelle durch den BFV-Fußballkreis Nürnberg/Frankenhöhe, dessen Chef der Lehrberger seit dem Kreistag 2010 war und unbestrittene Verdienste bei der Einigung der beiden Altkreise Nürnberg/Fürth und Frankenhöhe hatte. Denn vor gut 16 Jahren befand sich der zweitgrößte Fußballkreis in Bayern auch in einer großen Krise. Es folgten viele gute Jahre, mit einem Ende, das den BFV vor eine aktuelle Problematik stellt, denn der Kreis Nürnberg/Frankenhöhe ist nach Raßbachs Rücktritt und dem schon vor längerer Zeit erfolgten Rückzug von Heidi Leist als seine Stellvertreterin ohne Vorsitz.
Auf Nachfrage von fussballn.de äußerte sich die Pressestelle des Bayerische Fußball-Verband (BFV) wie folgt:
Zum Rücktritt von Thomas Raßbach
sagt der mittelfränkische Bezirks-Vorsitzende Uwe Mauckner: „Wir bedauern die
Entscheidung von Thomas Raßbach, seinen Rücktritt vom Amt des
Kreis-Vorsitzenden, den er ursprünglich für den Kreistag am 8. Februar 2026
angekündigt hatte, jetzt zu vollziehen. Wir danken Thomas Raßbach für sein
großes Engagement, der Kreis Nürnberg/Frankenhöhe trägt zweifelsfrei seine prägende
Handschrift.
Anfang kommender Woche werden
die zuständigen Gremien die Nachfolgeregelung für die zwölfwöchige
Übergangszeit im Kreis erörtern und dabei auch die Frage klären, inwieweit es
mit Blick auf die Wahlen am 8. Februar 2026 zeitlich notwendig ist, einen
Antrag auf eine kommissarische Stellvertretung beim BFV-Präsidium zu stellen.
Abschließend bitten wir um
Verständnis, dass wir die Art und Weise der Rücktrittsbegründung von Thomas
Raßbach – insbesondere den persönlichen Anschuldigungen – ganz bewusst
unkommentiert zur Kenntnis nehmen, weil es sich um ein laufendes Verfahren
handelt.“
Der Bayerische Fußball-Verband
(BFV), der die Gelder seiner Mitgliedsvereine treuhänderisch verwaltet, weist
ausdrücklich darauf hin, dass Finanzfragen stets von einem unabhängigen Gremium
überprüft werden und etwaige Unregelmäßigkeiten so lückenlos aufgeklärt werden.
Dies ist ein unverrückbarer Grundsatz, der unabhängig von Personen und
Funktionen Anwendung findet. In dieser Angelegenheit stellt der BFV zudem klar,
dass es sich um ein gesamtsportgerichtliches Verfahren handelt, das nicht
abgeschlossen ist und daher auch nicht eingestellt sein kann. Aus diesem Grund
erfolgt hierzu keine inhaltliche Stellungnahme.