Artikel vom 07.08.2025 12:00 Uhr
Florian Bauer sieht einen natürlichen Lernprozess seines Teams in Bayernliga.
Erfolgsverwöhnt war der SC Großschwarzenlohe in der Landesliga über einige Jahre, nach dem Aufstieg wartet man jedoch noch auf den ersten Sieg der Vereinsgeschichte in der Bayernliga. Am Freitagabend (19 Uhr) gibt es die nächste Chance, wenn die Zweitvertretung des FC Ingolstadt im FRAPACK-Stadion gastiert.
Offensivmomente besser nutzen
Ein kleines Ausrufezeichen war dem Meister der vergangenen Saison der Landesliga Nordost bei der Bayernliga-Premiere mit einem 1:1 in Kornburg gelungen. Es folgte eine mehr als vermeidbare 0:1-Niederlage gegen Coburg und auch am vergangenen Wochenende bei Fortuna Regensburg ging der SC Großschwarzenlohe leer aus. Wobei das 0:2 beim Tabellenführer alles andere als ein Beinbruch war: "Das ist schon eine richtig gute Mannschaft, das muss man sagen. Dennoch haben wir dort kein schlechtes Spiel gemacht und hatten unsere Momente, in denen die Partie auch einen anderen Verlauf nehmen kann. Aber wir haben derzeit Probleme mit unserer Effizienz, gegen Coburg war es Chancenwucher, in Regensburg haben wir mehrmals den Anschluss liegen lassen", schaut Coach Florian Bauer auf den vergangenen Freitag zurück und sieht auch insgesamt sein Team in der Bayernliga nicht chancenlos: "Wir können das Tempo mitgehen, sind in der Liga, das ist positiv, jetzt müssen wir das Ganze noch in Ergebnisse umzumünzen."
Chancenwucher: Trotz bester Möglichkeiten ging der SC Großschwarzenlohe im Heimspiel gegen Mitaufsteiger Coburg leer aus.
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Am Freitagabend gibt es im Heimspiel gegen den Unterbau des FC Ingolstadt die nächste Chance auf den ersten Bayernliga-Dreier. "Wir sind weiter fleißig, es ist ein natürlicher Lernprozess und wir werden wieder unsere Momente bekommen, dafür haben wir zu viel Qualität im Kader, auch wenn wir wissen, dass wir auf eine fitte und taktisch hervorragend ausgebildete Mannschaft treffen werden. Unsere Arbeit gegen den Ball ist sauber. Jetzt gilt es, mit dem Ball noch besser zu werden", so Bauer, der kein Alibi in dem halben Dutzend an Spielern, die im Moment nicht zur Verfügung stehen, sucht.
"Noch hungriger und kritischer sein"
Seit 2017 ist Bauer Trainer in Groß'lohe und im Prinzip ging es seitdem nur bergauf, speziell in der jüngeren Vergangenheit, als aus einem gestandenen Landesligisten ein Aufstiegsanwärter und Meister wurde. So erlebt der 37-Jährige und sein Trainer-Team "die gefühlt erste Phase seit drei Jahren", in der die Siege ausgeblieben sind, versteht aber die Situation als Ansporn: "Wir sind deswegen nicht deprimiert, sondern haben die Chance weiter dazuzulernen. Es ist für mich persönlich eine andere Art zu lernen: Im Erfolg ist es leicht mitzuschwimmen, aber jetzt müssen wir noch hungriger und kritischer sein. Deswegen ist so eine Phase auf eine andere Weise im Fußball auch wieder geil - und deshalb sind wir auch weiterhin positiv."