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Hast Du einen Trainer für uns?

Ein Blick auf den Mädchenfußball der Region, Teil II

Keine Frage die Zeiten, als der Frauenfußball gänzlich im Abseits stand und der weibliche Fußball-Nachwuchs sich verächtliche Blicke gefallen lassen musste, gehören im Wesentlichen der Vergangenheit an. Dennoch haben es die Fußball-Mädels nach wie vor nicht einfach, sich in einer Männerdomäne zu behaupten und kämpfen gemeinsam mit ihren Jugendleitern, Trainern, Betreuern und Förderern leidenschaftlich um ihre sportliche Zukunft. In Teil II unseres Streifzugs durch den Mädchenfußball der Region beschäftigen wir uns mit den Sorgen und Nöten der Mädchenteams, den Eigenheiten des Spielbetriebs und geben einen Überblick über die Vereine im Raum Nürnberg/Fürth, die aktiv im BFV-Spielbetrieb mit Mädchenmannschaften vertreten sind.

Einige Parallelen weist der TB Johannis 88 zu den Ochenbrucker Moorteufel (siehe Teil I) auf und ist von der Entstehung und dem Status Quo doch grundverschieden. Die Geschichte begann ebenfalls 2007 und aktuell freut man sich bei den Schnepfenreuthern ebenso über das neu gebaute Kunstrasen-Kleinfeld. Doch die Entstehungsgeschichte der aktuellen U17-Kleinfeldmannschaft erscheint ungewöhnlich. Julia Lamatsch, Tochter des bekannten langjährigen Bayernliga-Referees Gerd Lamatsch, hatte vor Jahren bei den Jungs der "88er" schon mittrainierte, dann aber wieder aufgehört. Umso überraschender kam für Gerd Lamatsch, als seine Tochter eines Tages sprichwörtlich mit 15 Mädels vor der Tür stand und fragte: "Papa, hast Du einen Trainer für uns?" Das Organisationstalent und die Fußballbegeisterung wollte Gerd Lamatsch nicht bremsen und verwies die Tochter an Jugendleiter Uli Ried. Dieser begab sich, von so viel Engagement überrascht, auf die Trainersuche und wurde bei Jürgen Geyer fündig. Dieser hatte sich nach einigen Jahren als Jugendtrainer eine Auszeit gegönnt und sich dann überrascht gezeigt, dass 15 Mädels mit Feuereifer beim 1. Training dabei waren. Inzwischen sind "Jürgens Madla" die dritte Saison im Spielbetrieb und rangieren aktuell hinter der neuen, dominierenden Kleinfeldmannschaft der SpVgg Greuther Fürth - die einzige Mädchenmannschaft des Kleeblatts - auf Rang zwei.

TB Johannis 88

"Jürgens Madla" spielen in der dritten Saison im BFV-Spielbetrieb. Doch aufgrund Spielermangels mussten die Mädchenmannschaft des TB Johannis 88 vom Großfeld auf die Kleinfeldrunde wechseln.
Foto: TBJ88

Ausgestattet sind die Johanniser-Mädels immer bestens. "Es gibt eigentlich keine Probleme, wenn es um Ausrüstung für die Mannschaft geht", berichtet Gerd Lamatsch, der als Vater und Fan die Schnepfenreuther Mädels begleitet und auch immer wieder mal zum Pfeifen aufgefordert wird. Schwierigkeiten habe es für den leidenschaftlichen Schiedsrichter bei den Spielen im Juniorinnenbereich dabei noch nie gegeben, "handzahm" seien die Spielerinnen und so käme es auch eher vor, dass die eine oder andere vor allem auf jüngere Gegenspielerinnen besondere Rücksicht nimmt - bei den Jungs wohl schwer denkbar. Ein Problem für die U17-Truppe, die inzwischen in die Kleinfeldrunde wechseln musste, ist dagegen die Anzahl der Spielerinnen. Wir suchen händeringend und erhoffen uns von der bevorstehenden WM schon einen zusätzlichen Schub", so Lamatsch. 

Auch beim ATV Frankonia sucht man insbesondere bei der U15 und U17 noch Spielerinnen. Beide Mannschaften spielen in der Bezirksliga auf Großfeld und trainieren zusammen. Und obwohl die U15 (Mädchen-Koordinator und Trainer: Udo Diehl) und die U17 (Trainer: Roland Mally) gemeinsam einen Kader von ca. 30 Spielerinnen haben, ist die Spielerdecke aufgrund einiger Langzeitverletzter doch recht dünn geworden. Dagegen ist die dritte Mädchenmannschaft beim ATV Frankonia, die U13 (Trainer: Juliane Rückner, Sabine Böhm) mit ca. 18 Spielerinnen für die Kleinfeldrunde gut aufgestellt. Die Mädchenteams sollen als Unterbau für die Damenmannschaft dienen. "Wir möchten wieder an die erfolgreiche Zeit anknüpfen, als wir mit den Damen in der BOL spielten. Danach hatte sich die Mannschaft aufgelöst", erzählt Safak Cetin, der zusammen mit Hürmet Kobat die Damen coacht, die seit der vergangenen Saison dank der eigenen Jugendspielerinnen und einigen Neuzugängen wieder im Spielbetrieb ist. Gleich im ersten Jahr gelang dem extrem jungen Team der Aufstieg in die Bezirksliga unter Trainer Stephan Böhm. Aktuell stehen die Damen in der Bezirksliga West mit 30 Punkten aus 11 Spielen auf dem ersten Platz und ein Durchmarsch in die BOL scheint nicht unrealistisch. Der große und breit aufgestellte Spielerkader mit jungen, erfolgswilligen Spielerinnen (22 Spielerinnen, Älteste Spielerin 21, Durchschnittsalter 18,4) ist das Erfolgsrezept.

Theoretisch könnte die Frankonia-Damenmannschaft also auch als U19 spielen, doch diese Altersstufe ist im Mädchenbereich eher eine Ausnahme, da zumeist der direkte Übergang von der U17 zu den Damen erfolgt. U19-Teams auf Kleinfeld haben aktuell der TSV Altenberg und der FV Kleeblatt 99 im Spielbetrieb, beim TSV Burgfarrnbach spielt die U19, übrigens die einzige weibliche Mannschaft am Tulpenweg, auf Großfeld in der einzigen (Bezirks-)Liga und muss dabei einige weite Fahrten in Kauf nehmen.

Fußball, der Spaß machen soll

Engagiert aber fair geht es in der Regel zu, wenn der weibliche Nachwuchs gegen den Ball tritt. Damit die jungen Fußballerinnen auch später dem runden Leder treu bleiben, fordern Juniorenleiter eine bessere Organisation des Spielbetriebs.
Foto: Moorteufel

Während bei den ältesten (U19) und jüngsten (U9 und auch U11) Mädchenteams die Mannschaften auf der Fußball-Landkarte rar gesät sind, hat sich bei den U13, U15 und U17-Teams inzwischen ein ordentlicher Spielbetrieb entwickelt. Doch unisono hört man aus den Vereinen die Klagen, dass die Organsiation gegenüber dem Fußball bei der männlichen Jugend noch weit hinterherhinke. "Es fehlt einfach das Medium, das unsere Teams zusammenbringt", fordert Ochenbrucks Juniorinnen-Leiter Michael Heinikel bessere Kommunikations- und vor allem Informationsmöglichkeiten. Peter Knott würde ab der U15 eine generelle Umstellung auf Großfeld bevorzugen: "Flickschusterei bringt uns nicht weiter. Fußball wird nunmal auf Großfeld gespielt und wenn es uns nicht gelingt, eine gewisse fußballerische Qualität herzustellen - denkbar wären auch Spielgemeinschaften - wird es auch in Zukunft schwer werden, dann noch genügend Mädels begeistern zu können." Und selbst wenn es den Zirndorfern intern weiterhin gelingen sollte, sich in den älteren Jahrgangsstufen gut aufzustellen, wenn die Gegner fehlen, bringt das freilich auch nicht viel. Dass die Vereine, die Mädchenteams haben, weitaus mehr voneinander abhängig sind, ist den Verantwortlichen klar. Während bei den Jungs oder im Herrenbereich neue Mannschaften auf der Landkarte oftmals kritisch beäugt werden, ist man bei den Mädchen froh, wenn Vereine, noch dazu welche, die bekannt gute Jugendarbeit leisten, sich auch für den weiblichen Nachwuchs engagieren. Ein Beispiel stellt da freilich der FSV Stadeln dar, der inzwischen mit einer U15- und U13-Mädchenmannschaft, jeweils in der Kleinfeldrunde, gemeldet ist und mit seiner U11, wie so viele der Vereine, die sich im Aufbau von Teams befinden, Freundschaftspiele austrägt und bei der Hallenkreismeisterschaft am Start ist. So wie Stadelns Juniorenleiter-Mädchenfußball Norbert Röder setzen sich viele Vereine leidenschaftlich für ihre Mädels ein. Das Potential für den Mädchenfußball ist in jedem Fall da, eine Chance könnte die WM bieten und wenn die Nachfrage von potentiellen Mitgliedern kommt, dürfte sich mancher Verein ernsthafte Gedanken machen, wie er zusätzliche Teams im Trainings- und Spielbetrieb auf seinen Plätzen unterbringen kann.

Übersicht: Diese Vereine im Raum Nürnberg/Fürth haben Mädchen-Teams im BFV-Spielbetrieb* gemeldet (Stand: 11/2010)

Verein
U19 U19-KF U17 U17-KF U15 U15-KF U13-KF U11
1. FC Nürnberg

BYL, LL




ASC Boxdorf





KL
ASV Weinzierlein

BZL




ATV Frankonia

BZL
BZL
KL
DJK Eibach



KL



FSV Stadeln





KL KL
FV Kleeblatt 99
KL

BZL
KL
Post SV

BOL

KL KL
SC Germania




KL

SC Obermichelbach


KL



SC Worzeldorf




KL

SF Großgründlach

BZL


KL KL
SpVgg Greuther Fürth


KL



SpVgg Mögeldorf

BZL




SpVgg Zabo Eintracht






KL
STV Deutenbach

BZL
BZL

KL
SV Großweismannsd.




KL KL
SV Poppenreuth


KL

KL
SV Schwaig


BZL




TB Johannis 88


KL



TSV 61 Zirndorf

BOL
BZL
KL
TSV Altenberg
KL





TSV Burgfarrnbach BZL






TSV Falkenheim

LL

KL KL
TSV Sack


BZL




Tuspo Heroldsberg

BZL




Tuspo Roßtal




KL KL
VfL Nürnberg


KL



*Spielklassen angegeben (BYL=Bayernliga, LL=Landesliga, BOL=Bezirksoberliga, BZL=Bezirksliga, KL=Spielgruppe auf Kreisebene)

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