Quo vadis, TSV Altenfurt?

Ex-Trainer Bergmüller nimmt gleich vier Stammspieler mit!

Schrammte der TSV in der Saison 08/09 noch knapp am Aufstieg in die Kreisliga vorbei, da man am letzten Spieltag Eyüp Sultan unterlag, belegte man in der Folgesaison nur noch den Mittelfeldplatz 8. Trainer Manuel Bergmüller verließ daraufhin Altenfurt und heuerte bei der zweiten Mannschaft des Landesligisten SC Eltersdorf an. Dorthin führt auch der Weg von vier Stammspielern, die der Ex-Trainer zu seiner neuen Station mitnahm. Mit Jan Kuderna an der Kommandobrücke soll nun ein Neuanfang gestartet werden.

Manuel BergmüllerDer Ex-Trainer Manuel Bergmüller (hier noch im Trikot des TSV Altenfurt) verpflichtete gleich vier seiner Altenfurter Schützlinge für seinen neuen Verein SC Eltersdorf.
Foto: fussballn.de

Das Altenfurter Eigengewächs Jan Kuderna übernimmt zur neuen Saison den Posten des Spielertrainers von seinem Vorgänger Manuel Bergmüller beim ehemaligen Bezirksoberligisten TSV Altenfurt. Einfach wurde es dem 25-jährigen zu Beginn nicht gemacht, denn Bergmüller lotste nicht weniger als vier Stammspieler aus der letzten Saison mit nach Eltersdorf. Mario Kopic, Nicolas Güßregen, Patrick Schatz und Max Kleemeier folgten dem Ruf des Ex-Trainers. Nimmt man den Ex-Feuchter Christian Kopale dazu, der zuletzt als Trainingsgast an der Wohlauer Straße trainierte, kommt man gar auf fünf Spieler. Dass dies nicht überall mit Wohlwollen gesehen wurde, scheint nachvollziehbar. Nichtsdestotrotz erteilte man den Vieren von Vereinsseite die Freigabe. Überraschend verließ dann auch noch das TSV-Urgestein Christian Reich kurz vor Ende der Wechselperiode den Verein. Er schloss sich dem Nachbarn und Kreisklassen-Aufsteiger TSV Fischbach an.

Jan KudernaJan Kuderna übernahm nun den Posten des Spielertrainers. Es scheint, als hätte er es geschafft eine schlagkräftige Truppe auf die Beine zu stellen.
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Beispiele an Vereinen gibt es viele, die so einen Aderlass nicht verkraften konnten, nicht aber der TSV. Denn dem Lockruf in die alte Heimat folgten auch zwei Spieler, die bereits das Altenfurt-Trikot trugen und danach höherklassig ihr Glück versuchten. So kehrte Tobias Schlund vom FV Wendelstein an seine alte Wirkungsstätte zurück. Der Abwehrmann wird ebenso wie der Zwillingsbruder des Spielertrainers, Stephan Kuderna, der vom ASV Vach zurückkehrt, versuchen die Abgänge vergessen zu machen. Auch Mittelfeldspieler Thilo Kuke, der vom Fusionsverein TSG 08 Roth kommt, konnte den Coach bislang überzeugen. Dann gibt es noch den schussgewaltigen Tobias Bezold und Stürmer Daniel Jarding, die aus der eigenen zweiten Mannschaft hochgezogen wurden. Neben Fabian Egidi, der vom TSV Wachendorf zurückkehrt, rückten aus der eigenen U 19 auch noch Yannic Rückziegel, Marcel Schmitz und Torhüter Lukas Gehle nach, die den etablierten Kräften einheizen sollen. Zusammen mit den Routiniers Michael Hofmann, Markus Teiß, Jens Jann, Jürgen Müller und allen voran Torjäger Markus Heuberger stehen die Chancen nicht schlecht, wieder eine gute Rolle in der bevorstehenden Kreisklassensaison zu spielen. Man ist auf jeden Fall nicht schlechter aufgestellt als in der Vorsaison, betont Jan Kuderna.

Dort will der neue Coach eine einschneidende taktische Änderung einführen. Sein Ziel ist es auf eine Viererkette um die Rückkehrer Stephan Kuderna und Tobias Schlund umzustellen. Zunächst aber wird der Trainer die Kommandos nur von Außen geben können, denn er fällt verletzungsbedingt noch aus. Nach einem Kreuzbandriss, den er in der letzten Saison kurz nach seiner Rückkehr zum TSV erlitten hat, kämpft er im Moment noch mit den Folgen eines Eingriffs am Meniskus. Dass Kuderna das Traineramt überhaupt angenommen hat, liegt für den 25jährigen auch darin begründet, dass er durch seine lange Verletzung auch eine gesunde Distanz zur Mannschaft, die man als Trainer brauche, aufbauen konnte. Gegen Ende der Vorrunde möchte er aber wieder näher am Geschehen sein, und wieder selbst auf dem Platz stehen.

Man darf gespannt sein, wie der TSV Altenfurt in der neuen Runde abschneidet. Die Vorzeichen jedenfalls stehen gut!