Trister Pokalabend für Süd

Toto-Pokal 2010: präsentiert von steuertest.com

TSC Neuendettelsau - SV 73 Süd 1:0 (1:0)

Der verregnete Abend spiegelte die Stimmung bei den Südern nach dem Pokalfight gegen den TSC Neuendettelau wider. Hatte es vor der Partie und auch während der 90 Minuten geregnet, so standen die Süder nicht nur wegen der Wetters nach dem Schlusspfiff und dem Pokal-Aus wie begossene Pudel auf dem Platz. Diesmal reichte die Leistungssteigerung nach der Pause nicht aus, das Spiel noch zu drehen.

Gegen den agilen Gegner hatten die Süder von Anfang an Probleme. Der TSC spielte nach Balleroberung immer wieder schnell über die Außen. Geschickt machten die Gastgeber die Räume eng und verteidigten vielbeinig gegen die Süder Angriffbemühungen. So kam die Offensive der Gäste zunächst wenig zur Geltung. Der nasse Rasen tat sein übriges zu manch unkontrollierbaren Pass. Die Gastgeber setzen den ersten Paukenschlag als Maximilian Mühlbauer, der nach seinem starken Spiel am Sonntag erneut das Vertrauen geschenkt bekam, die "Tücken des neuen WM-Balls" zu spüren bekam. Ein Schuss aus 30 Metern senkte sich plötzlich und knallte gegen die Latte. Weitere Konter der Gastgeber blieben gefährlich, aber die Süder konnten meist noch eingreifen und die Situation entschärfen. Dennoch hatten die Rauch Schützlinge auch ihre Möglichkeiten: ein Fernschuss von Schulik war nicht hart genug getreten, der gefährliche Freistoß von Martin Jobst zwang den Torwart des TSC zu einer Glanztat. Auch nach dem Durchbruch von Miguel Ortega über links und der scharfen Hereingabe kratze ein Verteidiger den Ball vor dem einschussbereiten Sebastian Schulik aus der Gefahrenzone. Die letzte Chance der Süder im ersten Durchgang hatte wiederum Schulik, er schloss aber zu langsam ab, so dass sein Schuss noch geblockt werden konnte. Als man eigentlich nach einer durchwachsenen Halbzeit schon in die Pause gehen wollte, kam es noch zu einem umstrittenen Freistoß. Die Folgen waren nicht so schön für die Süder. Aus kurzer Distanz drückte TSC-Stürmer Thomas Keim den Ball über die Linie, nachdem zwei Süder den Ball nicht klären konnten.

Nach dem Seitenwechsel gab es wie schon in Stadeln eine deutliche Leistungssteigerung und Süd drückte den TSC folgerichtig in die eigene Hälfte. Dauerte es ca. 20 Minuten, in denen der TSC noch Konter setzen konnte, so spielte fortan nur noch der SV 73 Süd. Mit den Einwechselspielern kam neuer Schwung in die Offensivbemühungen und die Angriffe rollten immer wieder über die Außen nach vorne. Alleine Sebastian Schulik mit zwei Kopfbällen hätte das Spiel schon drehen können oder gar müssen. Der an diesem Tage als Kapitän aufgelaufene Stürmer setze die Versuche aber jeweils knapp am Tor vorbei. Die weiteren Angriffsbemühungen fanden sich aber meist in den Armen des immer besser werdeneden TSC-Torwarts wieder. Gegen Ende gab es noch einige Aufreger. Bei einem Konter musste Maximilian Mühlbauer sein ganzes Können aufbieten, um seine Farben im Spiel zu halten. Fast im Gegenzug dann doch noch der vermeintliche Torerfolg der Nürnberger. Auf Flanke von Ortega setze Schulik seinen dritten Versuch unhaltbar per Kopf ins Netz. Ohne erkennbares Foulspiel oder eine andere erkennbare Regelwidrigkeit hob der Assistent zur Verwunderung aller die Fahne. Süd schluckte auch diese Kröte und spielte trotzdem bis zum Schluss nach vorne. Der an diesem Tage blasse Matthias Köhnlein hatte ebenfalls noch eine Riesenchance, scheiterte aber aus kurze Distanz am Torwart des TSC. Ortega hatte in der Schlussminute mit einem Freistoß noch die Chance den Ausgleich zu erzielen, aber auch sein Freistoß über die Mauer wurde vom Torwart pariert, der an dem tristen Pokalabend zum Pokalhelden avancierte.

SV 73 Süd: Mühlbauer, Pilz, Musiol (25. Stachulla), Pavelic, Borndörfer (70. Göres), Ortega, Fuchs (60. Ramirez), Bulut, Schulik, Jobst, Köhnlein



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