Vach kegelt Quelle raus!

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ASV Vach – SG Quelle Fürth 9:8 (2:2) nach Elfmeterschießen

In einer packenden und über weite Strecken äußerst ansehnlichen Partie besiegte der Bezirksligist ASV Vach die SG Quelle Fürth im Elfmeterschießen mit 9:8. Nach Ablauf der 90 dramatischen und kurzweiligen Minuten stand es 2:2. Im Elfmeterschießen hatte dann der ASV das nötige Glück auf seiner Seite, als Avci zu genau zielte und mit seinem Versuch am Pfosten scheiterte.

ASV Vach gegen SG Quelle Fürth. Was diese beiden klangvollen Namen im Vorfeld der Partie an Klasse versprachen, konnten beide Teams über weite Strecken der Partie auch rechtfertigen. Freilich, nach den Abstiegen in der vergangenen Spielzeit müssen beide Vereine zunächst etwas kleinere Brötchen backen. Und doch besitzen die Teams zweifelsohne noch über eine Qualität, die ein sehenswertes Fußballspiel ermöglicht.

Vach - Quelle 9:8 n. E.Duell der Neuzugänge: Vachs Gezici gegen Quelle-Akteur Ferrell.
Foto: fussballn.de

In der Anfangsphase erspielten sich die Gäste aus Fürth-Dambach zunächst ein leichtes Feldübergewicht, der ASV Vach hielt jedoch energisch dagegen, sodass kaum Torraumszenen zu Stande kamen. Die beste Möglichkeit hatte bereits nach vier Spielminuten Quelle-Angreifer Volkan Avci, der nach feiner Vorarbeit des quirligen Oumar Dieng das Leder frei im Strafraum jedoch nicht mehr unter Kontrolle bringen konnte. Avci war es auch, der nach knapp 20 Minuten frei zum Schuss kam, jedoch über das Gehäuse des bärenstarken ASV-Keepers Felix Hörrlein schoss. Drei Minuten später dann die mittlerweile durchaus verdiente Führung der Fürther. Nach einem langen Ball stellte der äußerst agile Dieng seinen Körper geschickt zwischen Ball und Gegner und ließ Kapitän Hörrlein bei seinem platzierten Schuss aus knapp elf Metern ins lange Eck keine Abwehrmöglichkeit. Mitte des ersten Durchgangs wachte dann die Heimelf mehr und mehr auf und kombinierte immer zielstrebiger in Richtung des Quelle-Gehäuses. Die letzte Konsequenz ließ die Elf aus Mannhof, die ohne ihre Neuzgänge Pommer und Geinzer im Sturm antrat, allerdings zunächst etwas vermissen. Der junge Niklas Penz hatte nach 28 Minute die Chance auf den Ausgleich, legte jedoch in dieser Szene vielleicht etwas zu uneigennützig quer, so dass sein Pass zur Ecke geklärt wurde. Diese brachte die Quelle-Hintermannschaft jedoch nicht aus dem Strafraum, ehe der Unparteiische Thomas Gscheidl auf indirekten Freistoß wegen gefährlichen Spiels für die Heimelf innerhalb des Quelle-Strafraumes entschied (32.). Diese sich bietende Gelegenheit ließ sich der Vacher Patrick Raab nicht entgehen und erzielte den 1:1-Ausgleichstreffer – gleichzeitig der Auftakt zu turbulenten Minuten in Vach. Keine 60 Sekunden später durften die Hausherren erneut jubeln. Michael Glaser setzte sich unwiderstehlich am linken Flügel durch und passte scharf in die Mitte, wo Niklas Penz aus kurzer Distanz keine Mühe hatte einzuschieben. Vach hatte die Partie binnen Sekunden gedreht. Lange währte jedoch auch diese Freude nicht und die Ankündigung des Vacher Stadionsprechers verlängerte sich um eine weitere Ansage. Denn Volkan Avci brach ebenfalls nur wenige Augenblicke nach dem 2:1 durch die Vacher Abwehr und schloss überlegt ins lange Eck ab (34.). Mit 2:2 ging es dann auch in die Kabinen.

Vach - Quelle 9:8 n. E.Wie schon in der Runde zuvor erwies sich Niklas Penz als treffsicherer Neuzugang des ASV Vach. Hier netzte der Neuzugang vom TSV 61 Zirndorf zur 2:1-Führung ein.
Foto: fussballn.de

Auch im zweiten Spielabschnitt blieb die Partie intensiv und verbissen. Beide Mannschaften suchten nach wie vor ihr Heil in der Offensive, wobei der ASV zunächst etwas besser ins Spiel fand. Die vielleicht größte Möglichkeit vergab hierbei Christian Wolf zwei Minuten nach Wiederbeginn, als er nach einem Fehler Meiers profitierte, alleine auf Quelle-Keeper Andre Martek zulief, jedoch am Tor vorbei schoss. Etwas schien auch der Spielfluss bei den Gästen dahin, da Trainer Thomas Adler nun von der Rückwechselmöglichkeit vermehrt Gebrauch machte. Im weiteren Spielverlauf konnte aber keine Mannschaft, trotz stellenweise klarer Möglichkeiten, für die Entscheidung sorgen. Auf Quelle-Seite vergaben Avci, Roth sowie der eingewechselte Boxler, doch auch Vach tauchte immer wieder gefährlich vor des Gegners Tor auf. So wurde ein Passversuch Raabs gefährlich in Richtung Quelle-Tor abgefälscht (58.). Auch Manuel Hahn hatte das 3:2 auf dem Fuß, vergab jedoch aus aussichtsreicher Position.

Vach - Quelle 9:8 n. E.Der starke ASV-Keeper Felix Hörrlein durfte sich mit seinen Vachern über den Einzug ins Halbfinale des Kreispokals freuen.
Foto: fussballn.de

Eine Schrecksekunde hatte der ASV Vach dann kurz vor dem Ende zu überstehen. Dieng nahm von der rechten Strafraumgrenze Maß und drosch den Ball mit rechts in Richtung lange Ecke. Der Ball strich nur Zentimeter am Kasten des verdutzten ASV-Schlussmanns Hörrlein vorbei, der wohl keine Chance gehabt hätte (84.). So blieb es beim insgesamt nicht unverdienten Remis, das Elfmeterschießen musste einmal mehr für die Entscheidungsfindung herhalten. Vier der ersten fünf Schützen auf jeder Seite behielten vom Punkt die Nerven. Einzig Maximilian Schmidt (Quelle, scheiterte an Hörrlein), und Hahn (Vach, schoss vorbei) vergaben. Nachdem auch die nächsten beiden Schützen jeweils erfolgreich waren, nahm es dann Volkan Avci etwas zu genau: der Ball sprang vom rechten Pfosten zurück ins Feld. Konstantin Kaltsounidis sorgte dann für Jubel auf Vacher Seite, die damit in der nächsten Runde auf den ASV Veitsbronn treffen.

Vach: Hörrlein, Marx, Henning, Daum, Fierus, Wolf, Glaser (88. Kaltsounidis), Raab, Penz, Schlierf (67. Kilian), Gezici (58. Hahn)
Quelle: Martek, Gaudian (80. Ferrell), Wellhöfer, Meier, Gerber, Ferrell (49. Schmidt), Dieng, Roth (74. Woleman), Woleman (58. Boxler), Avci, Wiesenmeyer (53. Schulze)
Tore: 0:1 Dieng (23.), 1:1 Raab (32.), 2:1 Penz (33.), 2:2 Avci (34.)
 SR: Gscheidl (SV Weiherhof) / Zuschauer: 140.



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