Greuther hautnah beim ASV Fürth

Fußball, Autogramme und herrliches Wetter

Das Spiel zwischen dem ASV Fürth und der SpVgg Greuther Fürth endete letztlich standesgemäß mit 1:7. Wichtiger als das reine Ergebnis, war beiden Mannschaften am gestrigen Mittwoch, den knapp 1400 Zuschauern nicht nur Sommerfußball bei herrlichen Temperaturen zu bieten. Direkt im Anschluss an die Partie ging es dann für die Möhlmann-Elf in die „Verlängerung“, als unzählige Autogrammjäger den Unterschriften ihrer Idole hinterherjagten.

Die Rahmenbedingungen für das „Spiel des Jahres“ seitens des ASV Fürth waren in den vorangegangenen Wochen geschaffen worden. Gut strukturiert und dank der vielen freiwillgen Helfer konnte der Andrang der angereisten Fans an Getränke-Ausschank und Essens-Ausgabe problemlos gemeistert werden. Gut bewirtet bekamen die Gäste dann auch beste Unterhaltung durch die Cheerleader-Gruppe der Hans-Böckler Real- und Wirtschaftsschule vor dem Anpfiff und während der Halbzeitpause zu sehen.

Tribüne des ASV FürthDie alt ehrwürdige, aber renovierte Tribüne an der Magazinstraße war prächtig gefüllt. Rund 1400 Zuschauer wollten das Fürther Derby zwischen dem ASV und der Profi-Truppe der SpVgg Greuther sehen.
Foto: fussballn.de

Das Hauptaugenmerk richtete sich dennoch freilich auf das Duell des ASV Fürth gegen die SpVgg Greuther Fürth. Nach dem Wimpeltausch der beiden Spielführer Christian Ziegler (ASV) und Marino Biliskov rollte dann auch das runde Leder. Gerade in der ersten Halbzeit boten beide Mannschaften dabei eine ansprechende Leistung. Der Zweitligist zeigte dabei von Beginn an schöne Kombinationen und viel Zug nach vorne, doch auch Bezirksligist ASV Fürth konnte durch hohe Laufarbeit die Räume desöfteren geschickt zustellen. In der achten Spielminute eröffnete Greuther-Stürmer Dani Schahin nach herrlicher Flanke des überragenden Bernd Nehrig den Torreigen. In der Folgezeit konnte sich ASV-Torhüter Markus Bauernfeind ein ums andere Mal auszeichnen, so rettete er erfolgreich gegen Nehrig und Christian Rahn (10., 12.). Bei Biliskovs Kofball hatte er dann allerdings Glück, dass dieser knapp am Tor vorbei flog.

Bernd Nehrig in HochformGreuther-Profi Bernd Nehrig zeigte sich von seiner besten Seite und traf im ersten Durchgang dreifach.
Foto: fussballn.de

Doch auch der Bezirksligist wollte sich keinesfalls verstecken und versuchte stets nach vorne zu spielen. In der 20. Spielminute gelang dem aufgerückten Defensivmann Marcel Pfortner nach einer Ecke von Simon Adlung (Bruder des Wolfsburger und Ex-Greuther Profis Daniel Adlung) gar der zwischenzeitliche 1:1-Ausgleichstreffer per Kopf. Weitere sechs Minute später dann aber die erneute Führung für die Möhlmann-Elf. Nach einer Flanke vom linken Flügel verpassten in der Mitte zunächst alle den quer durch den Strafraum segelnden Ball, ehe dieser am zweiten Pfosten vom mitgelaufenen Nehrig in aller Seelenruhe angenommen und unhaltbar aus kurzer Distanz versenkt wurde. Noch vor der Pause konnte die Spielvereinigung auf 5:1 durch Tore von Nehrig (35.), Marco Sailer (39.) und nochmals Nehrig (40., Foulelfmeter) davonziehen.

ASV Fürth - Greuther FürthWieder einmal dicke Luft vor dem Kasten des guten ASV-Keepers Adam Polak.
Foto: fussballn.de

Nachdem es in der Pause zu einer wahren Wechselflut kam, Greuther Fürth wechselte bis auf Torhüter Jasmin Fejzic und Mittelfeldmann Kim Falkenberg die komplette Mannschaft, beim ASV kamen vier neue Akteure, dauerte es im zweiten Durchgang einige Zeit, bis wieder Schwung in die Begegnung kam. Die weiteren Treffer in Hälfte zwei erzielten die eingewechselten Youngster Nicolai Müller (59.) und Christopher Nöthe (74.), beiden Treffern gingen sehr schöne Kombinationen voraus. Besonders auf sich aufmerksam machen konnte der eingewechselte ASV-Torhüter Adam Polak, der durch mehrere hervorragende Reaktionen weitere Gegentreffer verhindern konnte.

Mokthari gibt AutogrammeNeuzugang Youssef Mokthari stand bei den Autogrammsammlern hoch im Kurs.
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Direkt nach dem Schlusspfiff ging es dann für die Fürther Profis in die „dritte Halbzeit“. Zahlreiche Fans wollten ihren Idolen nahe sein und baten um Autogramme, welche die Zweitligaspieler geduldig verteilten.
Nach der Partie feierten die Mannen von ASV-Trainer Fischer im eigens für die Partie aufgestellten Bierzelt ihre Leistung. Sicher dürfte die Partie einigen Anhängern und Spielern des ASV Fürth noch länger im Gedächtnis bleiben. Das „Spiel des Jahres“ war für alle ein voller Erfolg und spülte obendrein Geld in die Kassen der Jugendabteilung.

Reinhold FischerASV-Fürth-Trainer Reinhold Fischer: „Für uns war es in erster Linie eine sehr gute Laufeinheit, das wichtigste war ohnehin, dass sich niemand verletzt hat. Ich habe phasenweise sehr gute Ansätze gesehen. Dass man mit einer Profimannschaft nicht mithalten kann, ist völlig klar. Insgesamt bin ich mit dem Spiel sehr zufrieden, gerade meine Torhüter haben heute hervorragend gehalten. Alles in allem war es heute ein sehr schönes Spiel in einem sehr gelungenem Rahmen.“

ASV Fürth: Bauernfeind (46. Polak), Ziegler (59. Rebel), Daffe (46. Bilaus), Reichenauer, Güner (59. Byrne), Albrecht (59. Ott), Düll (73. Sasmaz), Pfortner (46. Knauer), Adlung (73. Montag), Pfarherr (73. Lohrer), Hormes (46. Siegert) / SpVgg Greuther Fürth: Fejzic, Falkenberg, Biliskov (46. Karaslavov), Meichelbeck (46. Mauersberger), Rahn (46. Serdarusic), Elsner (46. Samolovac), Nehrig (46. Schröck), Caligiuri (46. Mokhtari), Prib (46. Osmani), Schahin (46. Nöthe), Sailer (46. Müller) / Tore: 0:1 Schahin (8.), 1:1 Pfortner (20.), 1:2 Nehrig (26.), 1:3 Nehrig (35.), 1:4 Sailer (39.), 1:5 Nehrig (40., Foulelfmeter), 1:6 Müller (59.), 1:7 Nöthe (74.) / SR: Cortus (TSV Burgfarrnbach) / Zuschauer: 1400.