Tennenlohe gewinnt Meistercup

ASV Vach nach Verlängerung knapp geschlagen

Bei angenehmen Temperaturen traten 32 Herren- und acht Damen-Mannschaften zum Bezirksturnier des Erdinger-Meistercups auf dem Gelände des TSV Röttenbach an. Bei den Herren konnte sich der SV Tennenlohe in einem spannenden Finale mit 2:1 nach Verlängerung gegen Bezirksliga-Nord-Meister ASV Vach durchsetzen. Neben den beiden Finalisten qualifizierte sich der BSC Woffenbach (im Siebenmeterschießen gegen den FC Kalchreuth II mit 3:2) als Dritter und der 1. FC Hersbruck II über die Sonderwertung fürs Bayernfinale am Samstag den 02.07.2011 in Rohrbach/Oberbayern. Bei den Frauen war der FV Obereichstätt dem FSV Großenseebach mit 1:0 überlegen. Somit konnte sich die Siegermannschaft, genauso wie die Damen des ATV Frankonia über die Geschicklichkeits-Parcours (Powerschuss, Zielschießen und Balljonglage), fürs Landesfinale qualifizieren.

Die Erdinger Privatbrauerei hatte wieder zur „Champions League der Amateure“ geladen, 32 Herren- und acht Damenmannschaften folgten diesem Ruf. Auch in der siebten Auflage des Turniers wurde wieder im Kleinfeldmodus gespielt. Die Spieldauer betrug jeweils 1x15 Minuten. Bezirksspielleiter Ludwig Beer war stets bemüht, die Pausen zwischen den Spielen auf den fünf Feldern kurz zu halten, damit Teilnehmer und Zuschauer den ersten WM-Auftritt der DFB-Frauen nicht verpassen sollten.

Herren

Vorrunde:

In der Gruppe A konnte sich der SV Buckenhofen gegenüber der SpVgg Jahn Forchheim durchsetzen. Beide Teams waren zwar punktgleich und spielten im direkten Vergleich 1:1, jedoch sprach das etwas bessere Torverhältnis von 10:2 (gegenüber 9:3) für den BOL-Meister. Genauso eng ging es auch in der Gruppe B zu. Hier entschied ebenfalls die Tordifferenz über Weiterkommen oder Ausscheiden. Der FC Hersbruck II (7 Punkte, 5:3 Toren) hatte hier das Nachsehen gegenüber dem TSV Wolfstein (7 Punkte, 6:2 Toren). Doch die Trauer hierüber dürfte nicht allzu lang von Dauer gewesen sein, stellten sich die Hersbrucker bei den Geschicklichkeits-Parcours (Schussgeschwindigkeit, Zielschießen auf leere Bierkästen und Balljonglieren) am besten an und dürfen daher dennoch beim Landesfinale in Rohrbach am kommenden Samstag teilnehmen.

Viel Einsatz in der VorrundeBereits in der Vorrunde zeigten die Mannschaften viel Einsatz und schöne Spiele.
Foto: fussballn.de

In der Gruppe C waren dann die rechnerischen Künste der Turnierleitung gefragt. Hier war sowohl der TSV Winkelhaid, der SC Hertha Aisch und der FC Kalchreuth II mit sechs erzielten Punkten gleichauf. Nach mehreren Prüfungen stand der A9-Klassenmeister aus Kalchreuth, aufgrund des direkten Vergleichs und Torverhältnisses, als weiterer Viertelfinalteilnehmer fest. Der BSC Woffenbach machte derweil in der Gruppe D mit drei Siegen ohne Gegentor alles klar. Ebenfalls ohne Niederlage konnte sich der TSG Solnhofen in der Gruppe E durchsetzen. Jedoch wurde dieser Ausgang erst im letzten Spiel entschieden: auch der VfL Nürnberg hatte bis zu diesem Zeitpunkt zwei Siege eingefahren (5:1 und 3:1). Dem Meister der Kreisklasse 5 hätte auch ein Unentschieden genügt, da Solnhofen nur mit 2:1 und 3:1 gewann und somit das schlechtere Torverhältnis gehabt hätte, doch setzte es im wichtigen Spiel für den VfL eine 1:2-Niederlage. Erfreulich war dann wiederum der Siegeszug des ASV Vach in der Gruppe F. Die Appelt-Elf zog mit einem 3:0 und zweimal 2:0 souverän ins Viertelfinale ein. Einen bitteren Tag hatte der A6-Meister DJK Bayern in seiner Gruppe G erwischt. Konnte man im Entscheidungsspiel um die Meisterschaft gegen den SV Laufamholz noch auftrumpfen, gingen die Seinil-Schützlinge an diesem Turniertag leer aus. Mit drei Niederlagen (1:4 und zweimal 1:3) mussten die DJK ohne Punktgewinn die Heimreise antreten. Den ersten Platz sicherte sich hier der SV Tennenlohe mit insgesamt sieben Punkten. In der Gruppe H konnte sich der TSV Markt Erlbach durch einen Sieg und zwei Unentschieden eine Runde weiter retten.

Vachs Pommer am BallVachs schussgewaltiger BZN-Torschützenkönig Benjamin Pommer hatte mit seinem ASV in der Vorrunde keine Probleme.
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Viertelfinale:

Hier gab es gleich im ersten Spiel eine Überraschung. Der Landesliga Mitte Aufsteiger SV Buckenhofen musste sich mit 0:1 dem FC Kalchreuth II geschlagen geben. Bei der Partie BSC Woffenbach gegen den TSV Wolfstein machte der Meister der Bezirksliga Süd mit einem 3:1 alles klar. Auch der SV Tennenlohe gewann souverän mit 2:0 gegen den TSG Solnhofen. Der ASV Vach ließ nichts anbrennen und schickte den TSV Markt Erlbach mit 4:2 nach Hause.

Halbfinale:

In der ersten Partie trafen beide Meister der Bezirksligen aufeinander - der BSC Woffenbach als Vertreter des Südens und der ASV Vach als Mannschaft des Nordens. Die Fürther dominierten zwar das Spiel und gewannen verdientermaßen mit 1:0, ließen jedoch mehrere Chancen ungenutzt und mussten so bis zuletzt um den Sieg zittern. Der zweite Finalist musste im Siebenmeterschießen ermittelt werden, da der FC Kalchreuth II und der SV Tennenlohe in der regulären Spielzeit nicht zum Torerfolg kamen. Die besseren Nerven und das Glück auf seiner Seite hatte hier der SV Tennenlohe, der mit 3:2 gewann.

Kalchreuth II gegen TennenloheDer FC Kalchreuth II verkaufte sich gegen Tennenlohe teuer, hatte am Ende aber im Siebenmeterschießen mit 2:3 das Nachsehen.
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Kleines und großes Finale:

Im Spiel um Platz 3 sicherte sich der BSC Woffenbach mit einem 2:0-Sieg über die Kalchreuther auch die Teilnahme am Bayernfinale.
Beim Finale um den Bezirkstitel gab es dann eine Änderung der Spieldauer. Hier wurde jetzt 2x10 Minuten gespielt, mit einem 0:0 ging es in die Halbzeitpause. In der zweiten Hälfte ging der ASV Vach durch ein Tor von Angreifer Benjamin Pommer in Führung. Vach sah lange wie der sichere Sieger aus, doch kurz vor Ende der Partie mussten die Fürther noch den Ausgleich hinnehmen, als ein Angriff des SV Tennenlohe erst am Pfosten scheiterte, ehe der Ball per Nachschuss mit Hilfe der Latte die Torlinie zum 1:1-Ausgleich überquerte. Somit waren weitere fünf Minuten Spielzeit erforderlich, um den Sieger des Turniers zu ermitteln. Zwei Minuten nach Wiederanpfiff der Verlängerung sah es gut für den Meister aus dem Norden aus, da der Schlussmann der Tennenloher aufgrund eines Handspiels außerhalb des Strafraumes vom Feld verwiesen wurde. Jedoch konnte die Appelt-Elf die numerische Überlegenheit nicht nutzen und lief in der letzen Minute der Verlängerung gar in einen Konter. Der ASV-Torhüter konnte sich nur mit einem Foul innerhalb des Strafraums behelfen, was den folgerichtigen Elfmeterpfiff zur Folge hatte. Der Schütze verwandelte sicher und sicherte so dem SV Tennenlohe den Turniersieg. Der SV Tennenlohe, ASV Vach und BSC Woffenbach dürfen gemeinsam mit dem FC Hersbruck II im Landesfinale der Herren antreten und sich noch Hoffnungen auf den Hauptgewinn, ein komplettes Trainingslager für die Mannschaft, machen.

SV Tennenlohe siegt beim MeistercupDer SV Tennenlohe konnte durch einen 2:1-Erfolg nach Verlängerung gegen den ASV Vach den Erdinger-Meistercup für sich entscheiden. Die beiden Finalisten qualifizierten sich somit ebenso für das Bayernfinale, wie der Dritte, der BSC Woffenbach, sowie der FC Hersbruck II (über die Sonderwertung).
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Frauen

Vorrunde:

In der Gruppe A konnte sich der FSV Großenseebach als Tabellenführer mit zwei Siegen und einen Unentschieden für das Halbfinale qualifizieren. Bei den Damen kam auch jeweils der Zweitplatzierte der Gruppe weiter. Diese Position konnte sich der TSV Brodswinden sichern, da er den direkten Vergleich gegen den punktgleichen TV 48 Schwabach mit 2:1 für sich entscheiden konnte. Der FV Obereichstätt machte mit drei klaren 3:0-Siegen auf sich aufmerksam und zog zusammen mit dem ATV Frankonia, der zweimal mit 1:0 gewann und nur die 0:3-Niederlage in Kauf nehmen musste, ins Halbfinale ein.

Viel Einsatz bei den DamenAuch die Damen zeigten vollen Einsatz. Am Ende konnte der FV Obereichstätt (in blau) den Titel bejubeln.
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Halbfinale / Finale:

Beide Favoriten (FSV Großenseebach und FV Obereichstätt) wurden ihrer Rolle gerecht. Der FV siegte mit 2:0 gegen den TSV Brodswinden und der FSV gewann mit 2:1 gegen den ATV Frankonia. Bei den Nürnbergerinnen wich die Enttäuschung über die Niederlage jedoch später, hatten sie sich doch über die Sonderwertung für das Landesfinale in Rohrbach qualifiziert.
Im Finale der Frauen konnte der FSV Großenseebach einen frühen Rückstand nicht mehr korrigieren, obwohl sie mehr Spielanteile hatten. Der FV Obereichstätt verteidigte seine Führung bis zur letzten Sekunde, gewann somit 1:0 und ist neben dem ATV Frankonia beim Bayernfinale dabei.

FV Obereichstätt siegte bei den DamenSo sehen Siegerinnen aus: Die Damen des FV Obereichstätt konnten sich durch ein 1:0 im Finale gegen den FSV Großenseebach den Titel sichern.
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Neben den reichlich beschenkten Gewinnern - der ASV Vach belegte beim Schussgeschwindigkeitsprüfstand die ersten drei Plätze (Michael Glaser, Benjamin Pommer und Christoph Marx alle jeweils mit 122 km/h) - zeigte sich auch Bezirksspielleiter Ludwig Beer mit der Veranstaltung zufrieden und hofft, dass der Titel vom Bayernfinale, wo jetzt auch die Bayernliga- und Landesligameister mit eingreifen, wieder einmal nach Mittelfranken geholt wird. Am liebsten wäre ihm natürlich sowohl der Titel der Männer, als auch der der Frauen.

Bezirksspielleiter Ludwig BeerMit der Veranstaltung voll und ganz zufrieden: Ludwig Beer (1.v.l., Bezirksspielleiter BFV-Mittelfranken), Arnd Neubauer (2.v.r., Gebietsverkaufsleiter Erdinger), Ludwig Wahl (1.v.r., 1. Bürgermeister Gemeinde Röttenbach)
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