In zwei Spielen acht Tore als Joker!

Burgfarrnbachs Tobias Werner mit rekordverdächtiger Bilanz

Dass ein Trainer einen Joker auf der Bank hat, ist nicht verwunderlich und auch nichts Außergewöhnliches. Aber dass Trainer Klaus Wurzbacher, Trainer der TSV Burgfarrnbach II, so eine "Granate" in der Hinterhand auf der Auswechselbank hat(te), konnte er zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich nicht mal erahnen. Als Einwechselspieler brachte Tobias Werner ein vielleicht einmaliges Kunststück fertig: Er erzielte in zwei Partien alle acht Treffer seines Teams und stand dabei jeweils nicht einmal in der Anfangsformation!

Unseren Monatspreis, gesponsert von Loma Sport, hat sich der 23-jährige Torjäger Tobias Werner vom TSV Burgfarrnbach II damit wahrlich verdient. Es war der 18. September 2011, als der TSV Burgfarrnbach II zu seinem Heimspiel gegen den TSV Ammerndorf II antrat. Beim Pausenstand von 0:0 eingewechselt, avancierte Tobias Werner mit einem lupenreinen Hattrick (55., 70., 80.) zum Spieler des Spiels. Der gefeierte Matchwinner fand sich in der folgenden Woche beim Gastspiel beim ASV Weinzierlein II aber dennoch zunächst wieder auf der Reservebank, um dann nach einer halben Stunde ins Spiel zu kommen und die Partie zu entscheiden. Einmal vor der Pause, viermal nach der Halbzeit - so schraubte Werner sein Trefferkonto auf acht Toren aus zwei Partien - oder genauer 105 Minuten.

Tobias Werner

Acht Joker-Tore in zwei Partien: Damit die Sportsachen des Goalgetters Tobias Werner gut verstaut werden können, gab es als Monatspreis eine adidas-Sporttasche - zur Verfügung gestellt von Loma-Sport.
Foto: privat

Dass sich Tobias Werner nun in die erste Elf gespielt hat, versteht sich von allein. Kein Bankdrücken mehr, obwohl er nach der Partie gegen Ammerndorf schon gehofft hatte, in Weinzierlein in der Startformation zu stehen. "Ein bisschen angefressen war ich da schon, aber ich musste die Entscheidung ohnehin so nehmen, wie sie fällt", berichtet der sympathische Stürmer. Die Enttäuschung wandelte Werner in positive Energie um und "bestrafte" die Weinzierleiner heftig. "Wie es dann gelaufen ist, war umso schöner für mich", freut sich der gelernte Stürmer nach seinem Fünfer-Pack. Bescheiden gibt er dabei aber der Mannschaft und dem Trainer den Ball zurück und sagt, dass es dem Kollektiv zu verdanken ist, um solche Leistungen abzurufen und natürlich gehöre immer ein bisschen Glück dazu.

Glück hatte Tobias Werner in seiner Fußballkarriere nicht immer, eine schwere Verletzung zwang ihn zu einer eineinhalbjährigen Pause, nach der er wieder den Weg zum Fußball bei seinem Heimatverein TSV Burgfarrnbach gefunden hatte. Seine Ziele sind klar gesteckt. Aufstieg mit seinen Kumpels in die Kreisklasse und wenn es weiter so läuft, warum nicht mal auch in die „Erste“ reinschnuppern? Wie viel er als „Auswechsler“ wert ist, hat er ja schon längst bewiesen. Acht Tore in zwei Partien als Joker sprechen Bände.