Kein Aufstiegs-Hattrick für Raitersaich
Geschrieben von: Marco Galuska
TSV 2000 Rothenburg - SV Raitersaich 3:1 (2:0)
Der Traum von der Bezirksliga ist für den SV Raitersaich vorerst ausgeträumt. Nach einer starken Saison verpasste die Eckert-Truppe die Krönung im Relegationsspiel gegen den TSV 2000 Rothenburg - es wäre der dritte Aufstieg des SVR in Folge gewesen! Die Rothenburger erwischten vor guter Kulisse in Dietenhofen einen Traumstart und verdienten sich mit einem engagierten und konzentrierten Auftritt den Klassenerhalt in der Bezirksliga.
Knapp zwei Wochen nach dem regulären Saisonende mussten der Vizemeister der Kreisliga Nürnberg, SV Raitersaich, und der Relegant der Bezirksliga Süd, der TSV Rothenburg, in die Verlängerung um einen Platz in der Bezirksliga. Ob dabei den Rothenburgern in die Karten spielte, dass sie im Abstiegskampf bis zuletzt unter Spannung standen, während Raitersaich den zweiten Rang schon Wochen zuvor sicher hatte, bleibt spekulativ. Klar wurde indes, wer das Kommando auf der schmucken Anlage des TV Dietenhofen haben sollte. Keine 120 Sekunden waren auf der Uhr, da setzte sich Tobias Krauss geschickt über die rechte Seite durch und flankte maßgenau auf den langen Pfosten, wo Daniel Pfeuffer keine Probleme hatte, per Kopf für einen Traumstart des TSV zu sorgen.
Nur selten konnten sich die Raitersaicher Offensivakteure, wie hier Norman Wagner (l.), entscheidend in Szene setzen und waren bei den Rothenburgern gut aufgehoben.
Foto: fussballn.de
Sichtlich beeindruckt musste Raitersaich noch einige brenzlige Szenen überstehen, ehe in der 9. Minute Norman Wagner den Ball im Tor der Rothenburger unterbrachte. Allerdings hatte die erste Offensivszene des SVR den Makel, dass Murat Tulgar, der für Wagner vorlegte, zuvor im Abseits stand. Raitersaich traute sich nun mehr zu. Wagner kam einen Schritt gegen TSV-Keeper Andreas Wohlfart zu spät (11.). Eine richtig dicke Chance vergab Spielertrainer Thomas Eckert mit seinem zu hoch angesetzten Kopfball im Fünf-Meter-Raum nach einer Ecke von Torjäger Patrick Ott (15.). Nur eine Minute später hatte Wagner freie Bahn, schoss aber zu überhastet über das Tor - dabei zogen sich die Raitersaicher den Unmut der Gegner zu, die unmittelbar zuvor forderten, den Ball ins Aus zu spielen, da Sebastian Jursa nach einem Zusammenprall am Boden liegen blieb. Hatte der SVR-Anhang nach den vergebenen Chancen nun die Hoffnung auf den Ausgleich, so sollten die glänzend eingestellten Rothenburger in der Folge wieder die Regie übernehmen und die alles andere als sattelfeste Viererkette des SV Raitersaich immer wieder in Verlegenheit bringen.
Das war die Entscheidung: Sebastian Krüger (im Hintergrund) hatte die Vorarbeit geleistet und Maximilian Haag (3.v.l.) keine Probleme, den Ball zum 3:0 im Raitersaicher Tor unterzubringen.
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Gut für die Eckert-Elf, dass sie mit Routinier Matthias Roth einen Meister seines Faches im Tor stehen hatte. Dieser klärte gegen TSV-Kapitän Florian Amann (20.) und Dominik Krauss (27.) in Klassemanier. So war das 2:0, das der fleißige Dominik Krauss per Flachschuss in Folge eines Freistoßes aus der Distanz erzielte, nicht unverdient (32.). Nur wenige Sekunden nach dem Treffer lief der Torschütze nach einem kapitalen Abwehrschnitzer der Raitersaicher allein auf Roth zu, konnte den Schlussmann aber nicht überwinden. Auch bei Daniel Pfeuffers Schuss war auf Roth Verlass (40.). Hätten sich die Raitersaicher in dieser Phase auch über einen höheren Pausenrückstand nicht beschweren dürfen, so raufte sich Eckert zu Recht die Haare, als er mit dem Halbzeitpfiff frei vor dem Tor aus halblinker Position rechts am Tor vorbeischoss.
Erleichterung bei den Rothenburgern, Enttäuschung beim SV Raitersaich - der 3:1-Sieg des TSV ging absolut in Ordung.
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Eckert war es auch, der nach dem Seitenwechsel per Kopf den Anschluss verpasste (50.). Raitersaich war nun sichtbar bemüht, zurück ins Spiel zu finden, doch verpufften jene Aktivitäten ohne Torerfolg. Dagegen war es Amann, der per Kopf zweimal am gut reagierenden Roth scheiterte (61., 66.). Der zur Pause eingewechselte Markus Wendel zielte bei seinem Versuch auf der anderen Seite zu hoch (74.). Die Uhr lief ohnehin gegen Raitersaich und dann hatte TSV-Joker Sebastian Krüger seinen großen Auftritt, als er Michael Zauner am linken Flügel narrte und den Ball an Roth vorbei parallel zur Fünf-Meter-Linie passen konnte. Maximilian Haag freute sich über die mustergültige Vorlage und schloss zum 3:0 ab (79.). Die ersten Zuschauer machten sich daraufhin schon auf den Heimweg und drehten sich kurz danach zumindest noch einmal um, nachdem Ott einen Freistoß direkt um die Mauer gezirkelt hatte und so zumindest noch den Ehrentreffer markierte. Mehr ließen die geschlossen auftretenden Rothenburger nicht zu und verdienen sich deshalb ein weiteres Bezirksliga-Jahr.
Rothenburg: Wohlfart, Hufnagel, Herz, D. Krauss, Kern (57. Djeddi), T. Krauss (64. Ganske), Hertlein (70. Krüger), D. Pfeuffer, Haag, Jursa, Amann.
Raitersaich: Roth, Lang (46. Wendel), Reinhold (68. Walter-Götz), Grillenberger (82. Meyer), Zauner, Galazzo, Lehmann, Eckert, Tulgar, Wagner, Ott.
Tore: 1:0 D. Pfeuffer (2.), 2:0 D. Krauss (32.), 3:0 Haag (79.), 3:1 Ott (81.).
SR: Hautsch (SV Henfenfeld) / Zuschauer: 750 in Dietenhofen.








