Einmal mehr: Bitteres Ende für Dergah

SpVgg Landshut - Dergahspor 2:1 (1:1)

Eine bittere 1:2-Niederlage gab es für Dergahspor in Landshut. Die Nürnberger waren mindestens ebenbürtig und standen durch ein spätes Gegentor doch zum vierten Mal in Folge ohne Zähler da. Dabei bot der Aufsteiger eine sehr gute Vorstellung, gestattete den Niederbayern kaum Torchancen und kassierte doch zwei Gegentreffer nach Standards. Am kommenden Samstag kommt es zum Jahresabschluss zum Heimspiel gegen den Mitaufsteiger ASV Cham.

Dergahspor ging mit einer personellen Umstellung in die Partie: Für Ayhan Bilici spielte Mustafa Köseoglu. Trotzdem wurde einiges umgestellt: Akin Bölük bildete die einzige Spitze, Mustafa Jasarevic agierte dahinter zentral, Mustafa Köseoglu von rechts, Ersoy Sezer von links. Soner Calisir und Mike Zander bildeten die Doppel-Sechs. Roman Drescher und Emre Gürses fehlten verletzungsbedingt, Mehmet Bilici wegen Urlaub, Akin Achmet und Adrian Mesek waren aufgrund von Roten Karten noch gesperrt.

Das Abtasten zu Beginn der Partie war schnell beendet. Die Hausherren hatten die erste Chance, als Rewitzer nach einem Eckball knapp drüber köpfte (5.). Nach einem langen Ball aus der Abwehr landete der Ball bei Akin Bölük, der sah, dass SpVgg-Keeper Schmid weit vor dem Tor stand und aus 30 Metern sich ein Herz fasste, Schmid konnte den Schuss aber parieren. Dergah war weiter im Kommen: Soner Calisir zog aus 25 Metern ab, Schmid parierte zur Ecke, bei der Mike Zander auf Melih Özalp flankte und dessen Kopfball von Feldspieler Oehl gerade noch auf der Linie geklärt wurde (12.). Nur zwei Zeigerumdrehungen später folgte die kalte Dusche für die Gäste. Landshuts Zettl setzte sich gegen drei Gegenspieler durch und zog in den Strafraum, Özalp schaltete zu langsam und traf den Gegenspieler - Elfmeter! Oehl verwandelte mit einem flachen, platzierten Schuss in die linke Ecke, die Karali zwar ahnte, aber dennoch nichts ausrichten konnte. Danach verflachte die Partie. Dergah brauchte etwas, um sich vom Schock zu erholen, Landshut verwaltete das 1:0. Nach einer halben Stunde konnten Köseoglu und Bölük in einer Doppelchance den Ball nicht im Tor unterbringen. Bitter kam es für Dergah in der 31. Minute, als Mustafa Jasarevic im Mittelfeld von den Beinen geholt wurde. Obwohl der Dergah-Wirbelwind mit einer Sprunggelenksverletzung ausgewechselt und mit dem Krankenwagen abgeholt werden musste, kam der Übeltäter ohne Verwarnung davon. Ayhan Bilici ersetzte Jasarevic und fügte sich unmittelbar vor der Pause gleich gut ein, als er mit einem schönen Pass über die Abwehr Sezer fand und dieser frei vor dem Tor zum 1:1-Halbzeitstand traf.

Landshut - Dergah 2:1

Schon im Hinspiel gab es ein bitteres Ende für Dergah gegen Landshut - damals reichte eine 2:0-Führung nur zu einem 2:2, diesmal kostete ein spätes Gegentor sogar einen Punktgewinn.
Foto: fussballn.de

Den besseren Start in den zweiten Durchgang hatten die Landshuter, doch Dergah hielt gut dagegen und es entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe. In der 77. Minute spielte Calisir durch zwei Spieler in den Laufweg von Köseoglu, der aus steiler Schussposition alleine gegen Torhüter Schmid in die kurze Ecke zielte, dieser jedoch mit guter Parade zur Ecke klärte. Das war das Startzeichen für die Schlussoffensive von Dergah. Nun waren die Nürnberger spielbestimmend. Köseoglu passte von rechts flach zu Bölük, dieser stoppte den Ball und spielte halbhoch weiter zu Calisir, der aus sieben Metern volley abschloss, aber wieder verhinderte Torwart Schmid mit einer Weltklasseparade die Führung (87.). Im Gegenzug wurde ein Angriff der Gastgeber zur Ecke geklärt. Diese landete am Elfmeterpunkt auf dem Kopf von Rewitzer, der zum 2:1-Siegtreffer vollendete.

Landshut: Schmid – Rewitzer, Antony, Oehl, Gebhardt Stefan, Attieh (70. Hösl), Gebhardt Christian, Zettl, Grauschopf, Rosenwirth (88. Waniewski), Krumpholz

Dergahspor: Karali – Turan, Caglar, Özalp, Ali – Köseoglu (89. Hendel), Zander, Jasarevic (32. A. Bilici), Calisir, Sezer – Bölük

Tore: 1:0 C. Gebhardt (14., Foulelfmeter), 1:1 Sezer (45.), 2:1 Rewitzer (88.)

SR: Salb (München) / Zuschauer: 200.